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Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)

Gehaltserhöhungsschreiben Deutschland (BGB §145, NachwG §2)

Vertragsänderung Vergütung | Mindestlohn MiLoG | Betriebliche Übung

[Company Name]

[Company Address]

[Employee Name]

Position: [Job Title]

Personalnummer: [Personnel Number]

[Letter Date]

GEHALTSERHÖHUNGSSCHREIBEN

Änderung Ihres Arbeitsvertrags vom [Original Contract Date]

gemäß §145 BGB, §2 NachwG

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Employee Name],

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr monatliches Bruttogehalt mit Wirkung zum [Effective Date] angepasst wird. Ihr Anlass: [Reason].

VERGÜTUNGSÄNDERUNG

Bisheriges monatliches Bruttogehalt: [Current Salary] EUR

Neues monatliches Bruttogehalt: [New Salary] EUR

Erhöhung: [Increase Percentage]

Gültig ab: [Effective Date]

Rückwirkende Nachzahlung (falls zutreffend): [Retroactive Pay] EUR (wird auf der nächsten Entgeltabrechnung nach §108 GewO ausgewiesen).

Art der Erhöhung: [Increase Type].

Das neue Gehalt entspricht mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn nach §1 MiLoG (12,82 EUR brutto/Stunde, Stand 1. Januar 2025). Alle weiteren Bestimmungen Ihres Arbeitsvertrags vom [Original Contract Date] bleiben unverändert.

Nach §2 Abs. 1 NachwG (Nachweisgesetz) wird Ihnen hiermit der schriftliche Nachweis über die Änderung der wesentlichen Arbeitsbedingungen (Vergütung) ausgehändigt.

Bitte nehmen Sie die Änderung durch Ihre Unterschrift zur Kenntnis und senden Sie eine Ausfertigung an die Personalabteilung zurück.

Mit freundlichen Grüßen,

[Company Name]

Unterschrift Arbeitgeber: _________________________ Datum: _________________________

Ich habe das Gehaltserhöhungsschreiben erhalten und nehme die Änderung an (§147 BGB):

Unterschrift [Employee Name]: _________________________ Datum: _________________________

Arbeitgeber (Geschäftsführer / HR)

________________

Signature

Arbeitnehmer (Annahme der Änderung)

________________

Signature

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What Is a Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)?

Die gesetzliche Grundlage ruht auf mehreren Pfeilern: §611a BGB definiert den Arbeitsvertrag als entgeltliche Dienstleistung; §145 BGB regelt das Angebot als bindende Willenserklärung; §147 BGB die Annahme; §305 ff. BGB (AGB-Kontrolle) stellen sicher, dass vorformulierte Änderungsvereinbarungen keine überraschenden oder unangemessenen Klauseln enthalten. Das Nachweisgesetz (NachwG) §2 verpflichtet den Arbeitgeber, bei Änderung wesentlicher Arbeitsbedingungen — zu denen die Vergütung gehört — den Arbeitnehmer unverzüglich schriftlich zu informieren und die Änderung zu dokumentieren. Verstöße gegen §2 NachwG können Bußgelder nach §4 NachwG von bis zu 2.000 Euro je Verstoß auslösen.

Das Gehaltserhöhungsschreiben ist in der betrieblichen Praxis in Deutschland weit verbreitet und tritt in verschiedenen Formen auf: als einseitiges Mitteilungsschreiben des Arbeitgebers, wenn der Arbeitnehmer keine Gegenleistung erbringen muss (reine Begünstigung); als zweiseitige Vertragsänderungsvereinbarung mit beiderseitiger Unterzeichnung; als Betriebsvereinbarung nach §87 BetrVG, wenn kollektive Gehaltserhöhungen für alle Arbeitnehmer eines Betriebs vereinbart werden; und als Tariferhöhung nach §4 TVG, wenn der geltende Tarifvertrag (z.B. des Deutschen Gewerkschaftsbunds DGB, der IG Metall, der ver.di) Entgelterhöhungen vorsieht, die automatisch auf alle tarifgebundenen Arbeitsverhältnisse wirken.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat in ständiger Rechtsprechung (BAG 5 AZR 522/12; BAG 10 AZR 330/20) klargestellt, dass eine Gehaltserhöhung — auch wenn sie einseitig durch den Arbeitgeber zugesagt wird — grundsätzlich konstitutiv für das Arbeitsverhältnis ist: Hat der Arbeitnehmer ein einmal gewährtes erhöhtes Gehalt über einen längeren Zeitraum bezogen, kann der Arbeitgeber dieses nicht einseitig wieder absenken (Verschlechterungsverbot, betriebliche Übung nach §242 BGB). Eine Gehaltserhöhung gilt als betriebliche Übung, wenn der Arbeitgeber über drei aufeinanderfolgende Perioden freiwillig erhöht hat, ohne einen ausdrücklichen Freiwilligkeitsvorbehalt anzubringen.

Nicht zu verwechseln ist das Gehaltserhöhungsschreiben mit dem Bonus-Schreiben (Einmalzahlung, nicht dauerhaft), dem Tantieme-Schreiben (erfolgsabhängige Vergütung nach §87a HGB) oder dem Lohnfortzahlungsschreiben nach dem EFZG (Entgeltfortzahlungsgesetz). Verwandte Dokumente sind der unbefristete Arbeitsvertrag (§611a BGB) und die Entgeltabrechnung (§108 GewO).

When Do You Need a Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)?

Ein Gehaltserhöhungsschreiben in Deutschland wird in allen Situationen benötigt, in denen die Vergütung eines Arbeitnehmers dauerhaft angepasst werden soll.

Jährliche Gehaltsrunde: In vielen deutschen Unternehmen finden jährliche Gehaltsrunden statt, oft im Anschluss an das Jahresgespräch (Mitarbeitergespräch nach §81 BetrVG). Der Arbeitgeber unterbreitet jedem Arbeitnehmer ein individuelles Gehaltserhöhungsschreiben. Das NachwG §2 verpflichtet zur schriftlichen Dokumentation der Vergütungsänderung spätestens am Tag des Inkrafttretens der Änderung.

Leistungsbedingte Gehaltserhöhung (Merit Increase): Arbeitgeber honorieren herausragende Leistungsbewertungen im Rahmen des Leistungsbeurteilungssystems (MbO — Management by Objectives nach §87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG) mit individuellen Gehaltserhöhungen. Das BAG (BAG 1 AZR 817/07) hat klargestellt, dass eine MbO-gelinkte Gehaltserhöhung der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegt, wenn sie Teil einer kollektiven Regelung ist.

Anpassung an den Mindestlohn: §1 MiLoG (Mindestlohn 12,82 Euro/Stunde ab 1. Januar 2025) verpflichtet Arbeitgeber, bestehende Vergütungsvereinbarungen automatisch anzupassen, wenn sie unter den neuen Mindestlohn fallen. Das Gehaltserhöhungsschreiben dokumentiert diese Anpassung und schützt den Arbeitgeber vor Bußgeldern nach §21 MiLoG.

Gehaltserhöhung nach Tariferhöhung: In tarifgebundenen Betrieben (§3 TVG) führen Tariferhöhungen (z.B. IG Metall-Abschlüsse für die Metall- und Elektroindustrie) automatisch zur Gehaltserhöhung für tarifgebundene Arbeitnehmer. Das Gehaltserhöhungsschreiben dokumentiert die individuelle Neuvergütung im Rahmen des angepassten Tarifgehalts.

Beförderung und Karriereaufstieg: Bei Beförderung (z.B. vom Sachbearbeiter zum Abteilungsleiter) ändert sich nicht nur die Tätigkeit, sondern auch die Vergütung. Das Gehaltserhöhungsschreiben sollte in diesem Fall mit einer Tätigkeitsänderungsvereinbarung verbunden werden, um alle geänderten Arbeitsbedingungen nach NachwG §2 vollständig zu dokumentieren.

Rückkehr aus Elternzeit oder Langzeiterkrankung: Nach Rückkehr aus der Elternzeit (BEEG §15) oder nach langer Erkrankung hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Beschäftigung zu den zuletzt vereinbarten Bedingungen. Sofern in seiner Abwesenheit kollektive Gehaltserhöhungen erfolgten (Tariferhöhung, Betriebsvereinbarung), ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitnehmer entsprechend nachzuvergüten — das Gehaltserhöhungsschreiben dokumentiert den aktualisierten Betrag.

What to Include in Your Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)

Ein rechtswirksames Gehaltserhöhungsschreiben in Deutschland muss nach BGB §145, NachwG §2 und der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts folgende Kernbestandteile enthalten.

Angaben der Vertragsparteien: Vollständiger Name und Anschrift des Arbeitgebers (ggf. mit Handelsregisternummer); vollständiger Name, Personalnummer und aktuelle Anschrift des Arbeitnehmers; Datum des ursprünglichen Arbeitsvertrags, den das Schreiben ändert (Bezugnahme auf den Ausgangsvertrag nach §311 Abs. 1 BGB).

Derzeitiges und neues Gehalt (klar und unmissverständlich): Das bisherige Bruttomonatsgehalt und das neue Bruttomonatsgehalt in Euro und Cent (Format: 4.500,00 EUR brutto monatlich). Die Differenz (Erhöhungsbetrag und Erhöhungsprozentsatz) sollte ebenfalls ausgewiesen werden. Angabe ob unbefristet oder befristet erhöht (z.B. nur für das Geschäftsjahr 2026). Klarer Hinweis: Das neue Gehalt entspricht mindestens dem Mindestlohn von 12,82 Euro brutto/Stunde nach MiLoG §1.

Wirksamkeitsdatum: Das Datum, ab dem das neue Gehalt gilt (Tag, Monat, Jahr im deutschen Format TT.MM.JJJJ). Häufig ist dies der erste Tag eines Kalendermonats oder der Beginn eines neuen Jahres. Bei Rückwirkung: Nachzahlungsbetrag für vergangene Monate ausweisen.

Evenuelle Verknüpfungen und Vorbehalte: Falls die Erhöhung an Bedingungen geknüpft ist (z.B. Zielerreichung nach §87 BetrVG-Zielvereinbarung, Bestehen der Probezeit), muss dies klar formuliert sein. Freiwilligkeitsvorbehalt: Handelt es sich um eine einmalige Leistung (Bonus), muss ein ausdrücklicher Freiwilligkeitsvorbehalt nach BAG-Rechtsprechung (BAG 10 AZR 640/09) aufgenommen werden, um eine betriebliche Übung zu verhindern — andernfalls entsteht nach drei aufeinanderfolgenden freiwilligen Leistungen ein Rechtsanspruch.

Änderung sonstiger Vertragsbestandteile: Falls die Gehaltserhöhung Teil einer umfassenderen Vertragsänderung ist (neue Tätigkeit, geänderte Arbeitszeit, neue Kündigungsfristen), sind alle geänderten Arbeitsbedingungen nach NachwG §2 im Änderungsschreiben vollständig zu nennen.

Unterschriften: Unterschrift des Arbeitgebers (oder bevollmächtigten Vertreters, z.B. Prokurist nach §48 HGB) und — für die Rechtswirksamkeit als Vertragsänderung nach §145 BGB — Gegenzeichnung (Annahme) durch den Arbeitnehmer mit Datum. Das Portal forms-legal.com stellt dieses Gehaltserhöhungsschreiben als vollständige, sofort einsatzbereite Vorlage bereit. Verwandte Dokumente: Unbefristeter Arbeitsvertrag (§611a BGB) und Entgeltabrechnung (§108 GewO).

How to Fill Out Your Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)

Das Ausfüllen des Gehaltserhöhungsschreibens für Deutschland erfordert präzise Formulierungen, da es ein rechtsverbindliches Angebot auf Vertragsänderung nach §145 BGB darstellt.

Erster Schritt: Briefkopf und Parteien. Geben Sie im Briefkopf den vollständigen Firmennamen und die Anschrift an. Adressieren Sie das Schreiben persönlich an den Arbeitnehmer (vollständiger Name, Personalnummer). Datum des Schreibens eintragen. Betreffzeile: „Gehaltserhöhung / Änderung Ihres Arbeitsvertrags vom [Datum des Originalvertrags]".

Zweiter Schritt: Bisheriges und neues Bruttogehalt. Formulierung: „Ihr bisheriges monatliches Bruttogehalt in Höhe von [X.XXX,00 EUR] wird mit Wirkung zum [TT.MM.JJJJ] auf [X.XXX,00 EUR] brutto monatlich angehoben." Geben Sie auch den Erhöhungsprozentsatz an (z.B. „Dies entspricht einer Erhöhung um [X,X]% = [XXX,00 EUR]").

Dritter Schritt: Mindestlohnprüfung. Überprüfen Sie: Neues Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 4,33) ≥ 12,82 EUR/Stunde (MiLoG §1, Stand 2025). Bei 40 Wochenstunden: Mindestmonatsgehalt = 12,82 × 40 × 4,33 = 2.219,70 EUR brutto. Liegt das neue Gehalt darunter, muss es zwingend angepasst werden.

Vierter Schritt: Wirksamkeitsdatum und Rückwirkung. Geben Sie das konkrete Datum an. Bei rückwirkender Erhöhung (z.B. Anpassung ab 1. Januar, obwohl das Schreiben erst im März ausgestellt wird): Nachzahlungsbetrag für die Monate Januar und Februar berechnen und gesondert ausweisen. Die Nachzahlung muss auf der nächsten Entgeltabrechnung korrekt ausgewiesen werden.

Fünfter Schritt: Freiwilligkeitsvorbehalt (falls zutreffend). Falls die Erhöhung nicht dauerhaft sein soll (z.B. einmaliger Inflationsausgleich oder befristete Sonderzahlung): „Diese Leistung wird freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht gewährt. Aus ihrer wiederholten Gewährung lässt sich kein Rechtsanspruch für die Zukunft ableiten."

Sechster Schritt: Unterschriften. Schreiben vom Arbeitgeber (oder berechtigten Vertreter) unterschreiben. Dem Arbeitnehmer zwei Ausfertigungen aushändigen — eine für die Unternehmensakte nach Gegenzeichnung, eine für den Arbeitnehmer. Gegenzeichnung dokumentiert die Annahme des Änderungsangebots nach §147 BGB.

Common Mistakes to Avoid in Your Salary Increase Letter Germany (Gehaltserhöhungsschreiben)

Fehler bei Gehaltserhöhungsschreiben in Deutschland können ungewollte Dauerverpflichtungen, Bußgelder wegen NachwG-Verstößen oder Unwirksamkeit der Vereinbarung auslösen.

Fehlender Freiwilligkeitsvorbehalt bei Einmalzahlungen: Ohne ausdrücklichen Freiwilligkeitsvorbehalt kann eine dreimalig wiederholte freiwillige Leistung (z.B. jährliches Inflationsausgleich-Schreiben) zur betrieblichen Übung nach §242 BGB werden, die einen einklagbaren Rechtsanspruch begründet. Das BAG hat diesen Grundsatz in ständiger Rechtsprechung bestätigt.

Keine klare Abgrenzung zwischen dauerhafter Erhöhung und befristeter Zulage: Ist nicht eindeutig geregelt, ob die Erhöhung dauerhaft oder auf eine bestimmte Periode begrenzt ist, entstehen Unklarheiten, die nach §305c Abs. 2 BGB zu Lasten des Arbeitgebers ausgelegt werden.

Versäumnis der NachwG-Dokumentation bei rückwirkenden Erhöhungen: Bei rückwirkenden Gehaltserhöhungen vergessen manche Arbeitgeber, die Nachzahlung auf der Entgeltabrechnung korrekt zu dokumentieren. Dies kann bei Betriebsprüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung (§28p SGB IV) oder das Finanzamt (§42f EStG) zu Nachforderungen führen.

Kein Hinweis auf Mindestlohnkonformität: Bei sehr niedrigen Vergütungen sollte das Gehaltserhöhungsschreiben explizit bestätigen, dass das neue Entgelt den Mindestlohn nach MiLoG §1 übersteigt. Dies schützt den Arbeitgeber bei eventuellen Kontrollen durch das Hauptzollamt.

Unterlassene Betriebsratsanhörung bei kollektiven Änderungen: Wenn die Gehaltserhöhung im Rahmen einer kollektiven Regelung (Betriebsvereinbarung nach §87 BetrVG) erfolgen soll, ist die Mitbestimmung des Betriebsrats zwingend. Einseitige kollektive Vergütungsänderungen ohne Betriebsratsbeteiligung sind nach §87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG unzulässig.

Sources & Citations

Statutory citations link to official government sources.

  1. §611a BGBDE official
  2. §145 BGBDE official
  3. §147 BGBDE official
  4. §242 BGBDE official
  5. §307 BGBDE official
  6. §42f EStGDE official
  7. §2 NachwGDE official
  8. §4 NachwGDE official
  9. §28p SGB IVDE official

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