Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland
[Antragsteller Name] [Anschrift] Tel.: [Telefon] E-Mail: [Email] Kundennummer: [Kundennummer]
An [Betreuende Stelle]
[Antrags Ort], den [Antrags Datum]
ANTRAG AUF AUSSTELLUNG EINES BILDUNGSGUTSCHEINS
gemäß SGB III §§ 81, 82, 87 (Förderung beruflicher Weiterbildung)
1. ANGABEN ZUR PERSON
Name: [Antragsteller Name] Geburtsdatum: [Geburtsdatum] Anschrift: [Anschrift] Kundennummer: [Kundennummer]
Grundlage der Förderung: [Foerdergrundlage]
Beratungsgespräch am: [Beratungsgespraech Datum] Arbeitsvermittler/in: [Vermittler Name]
2. GEWÜNSCHTE WEITERBILDUNGSMASSNAHME
Bezeichnung der Maßnahme: [Massnahme Bezeichnung]
Angestrebter Abschluss: [Abschluss]
Weiterbildungsträger:
Name: [Traeger Name] Anschrift: [Traeger Anschrift] AZAV-Zulassungsnummer: [Azav Zulassungsnummer]
Geplanter Beginn: [Massnahme Beginn] Geplantes Ende: [Massnahme Ende] Gesamtkosten: [Massnahme Kosten] EUR
3. BEGRÜNDUNG DER NOTWENDIGKEIT (§ 82 SGB III)
Aktuelle berufliche Situation:
[Berufliche Ausgangssituation]
Nachfrage nach dem Zielberuf in der Region:
[Zielberuf Nachfrage]
4. ERKLÄRUNG
Ich beantrage die Ausstellung eines Bildungsgutscheins für die oben bezeichnete Weiterbildungsmaßnahme gemäß SGB III §§ 81 ff. Ich erkläre, dass die angegebenen Informationen vollständig und wahrheitsgemäß sind. Mir ist bekannt, dass ich verpflichtet bin, alle wesentlichen Änderungen (Beschäftigungsaufnahme, Abbruch der Maßnahme, Adressänderung) unverzüglich der betreuenden Stelle mitzuteilen. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass ein unentschuldigter Abbruch der Weiterbildungsmaßnahme zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld nach § 159 SGB III führen kann.
[Antrags Ort], den [Antrags Datum]
[Antragsteller Name]
Unterschrift: _________________________
Antragsteller/in
________________
Signature
Was ist Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland?
Der Bildungsgutschein in Deutschland funktioniert als Gutschein-System: Das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit stellt nach einem Beratungsgespräch und positiver Prüfung der Förderungsvoraussetzungen einen Gutschein aus, der beim Träger einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme eingelöst werden kann. Der Träger muss nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZAV) zertifiziert sein und die konkrete Maßnahme muss eine Trägerzulassung nach AZAV durch eine fachkundige Stelle (zum Beispiel CERTQUA, TÜV Rheinland, DQS) besitzen. Ohne AZAV-Zulassung des Trägers kann der Bildungsgutschein nicht eingelöst werden. Die AZAV-Pflicht ergibt sich aus § 178 SGB III in Verbindung mit der AZAV-Verordnung vom 2. April 2012 (BGBl. I S. 504).
Der Bildungsgutschein deckt in der Regel die gesamten Lehrgangskosten (Kursgebühren, Prüfungsgebühren, Lernmittel) sowie ggf. Fahrkosten und Kosten der auswärtigen Unterbringung (§ 83 SGB III). Während der geförderten Weiterbildungsmaßnahme beziehen Arbeitslose weiterhin Arbeitslosengeld I (§ 136 ff. SGB III) oder Bürgergeld (§ 19 ff. SGB II). Beschäftigte, die eine Weiterbildung nach dem Qualifizierungschancengesetz (Änderung des SGB III vom 1. Januar 2019) erhalten, können ergänzend Qualifizierungsgeld nach § 82a SGB III (eingeführt durch das Weiterbildungsgesetz 2023) erhalten, wenn der Arbeitgeber für die Weiterbildungszeit auf das Arbeitsentgelt verzichtet.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) administriert das Bildungsgutschein-System bundesweit. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) evaluiert die Wirksamkeit der geförderten Weiterbildungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Studien zu Eingliederungsquoten. Die Berufsberatung der BA im Berufsinformationszentrum (BIZ) unterstützt Antragsteller bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen. Nach § 82 SGB III muss die angestrebte Weiterbildungsmaßnahme notwendig sein — das heißt, sie muss die beruflichen Eingliederungschancen konkret verbessern und eine Ausrichtung auf den regionalen Arbeitsmarkt vorweisen. Das Jobcenter prüft die Notwendigkeit anhand der lokalen Stellenangebote und der Eingliederungsaussichten der Antragstellerin oder des Antragstellers.
Wann brauchen Sie Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland?
Ein Bildungsgutschein-Antrag in Deutschland wird in folgenden Situationen benötigt:
**Arbeitslosigkeit:** Wer Arbeitslosengeld I nach §§ 136 ff. SGB III bezieht und durch berufliche Weiterbildung seine Eingliederungschancen verbessern möchte, kann beim zuständigen Arbeitsagenturbezirk einen Bildungsgutschein beantragen. Voraussetzung: Die Weiterbildungsmaßnahme muss notwendig sein und in einer AZAV-zertifizierten Einrichtung stattfinden.
**Bürgergeld (SGB II):** Bürgergeld-Bezieher, die beim Jobcenter gemeldet sind, können nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. SGB III §§ 81 ff. einen Bildungsgutschein erhalten. Das Jobcenter prüft die Fördernotwendigkeit im Rahmen der Eingliederungsvereinbarung (EGV) nach § 15 SGB II. Der Bildungsgutschein kann in der Eingliederungsvereinbarung als konkrete Fördermaßnahme vereinbart werden.
**Drohende Arbeitslosigkeit:** Beschäftigte, bei denen Arbeitslosigkeit droht (zum Beispiel durch betriebliche Umstrukturierung, Berufsunfähigkeit aufgrund körperlicher Einschränkungen, technologischen Wandel im Betrieb), können nach § 82 SGB III ebenfalls einen Bildungsgutschein erhalten. Die Arbeitsvermittlerin oder der Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit prüft das Vorliegen der Voraussetzungen.
**Berufsrückkehr nach Elternzeit oder Pflege:** Personen, die nach einer Familienphase (Elternzeit, Pflege von Angehörigen) in den Beruf zurückkehren und deren Qualifikation veraltet ist, können einen Bildungsgutschein beantragen. Das Qualifizierungschancengesetz (Änderung SGB III 2019) hat die Möglichkeiten für Beschäftigte deutlich erweitert.
**Berufsausbildung und Umschulung:** Wer eine vollqualifizierende Umschulung in einem neuen Ausbildungsberuf anstrebt (Umschulung nach § 81 Abs. 2 SGB III), benötigt einen Bildungsgutschein, der die gesamte Umschulungsdauer (in der Regel zwei Drittel der regulären Ausbildungszeit) finanziert. Zuständige Kammern: Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) oder staatliche Prüfungsbehörden.
**Anpassungsqualifizierung bei Digitalisierung:** Das Weiterbildungsgesetz 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 101) hat neue Fördermöglichkeiten für Beschäftigte in Transformationsbranchen eingeführt. Das Qualifizierungsgeld nach § 82a SGB III ist ein neues Instrument für Beschäftigte, die von erheblichem betrieblichem Strukturwandel betroffen sind und deren Arbeitgeber auf Lohnzahlung verzichtet.
Was gehört in Ihr Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland?
Ein vollständiger Bildungsgutschein-Antrag in Deutschland enthält folgende Kernbestandteile:
**Persönliche Angaben und Beratungsgespräch:** Vor der formellen Antragstellung ist ein persönliches Beratungsgespräch mit der zuständigen Arbeitsvermittlerin oder dem Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter verpflichtend. Das Beratungsgespräch dient der Prüfung der Fördervoraussetzungen nach § 82 SGB III. Ohne Beratungsgespräch wird kein Bildungsgutschein ausgestellt. Das BIBB und die BA empfehlen, das Gespräch so früh wie möglich zu suchen.
**Eingliederungsvereinbarung (EGV):** Bürgergeld-Bezieher schließen mit dem Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II ab. Die EGV legt die konkreten Schritte zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt fest, einschließlich der Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme. Der Bildungsgutschein kann als konkrete Maßnahme in der EGV vereinbart werden.
**Nachweis der Notwendigkeit:** Der Antragsteller muss begründen, warum die angestrebte Weiterbildungsmaßnahme notwendig ist (§ 82 SGB III). Das Jobcenter prüft, ob die Maßnahme die beruflichen Eingliederungschancen konkret verbessert und dem regionalen Arbeitsmarkt entspricht. Nachweise über bisherige Berufserfahrung, Qualifikation und aktuelle Stellenmarktlage sind hilfreich.
**AZAV-zertifizierter Träger und Maßnahme:** Der Bildungsgutschein kann nur bei einem nach AZAV zertifizierten Träger eingelöst werden. Die Zertifizierung erfolgt durch eine fachkundige Stelle, zum Beispiel CERTQUA (Gesellschaft der Deutschen Wirtschaft mbH), TÜV Rheinland Cert GmbH oder DQS GmbH. Die Maßnahme selbst muss ebenfalls eine Trägerzulassung besitzen. Das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit listet alle zertifizierten Träger und Maßnahmen bundesweit.
**Maßnahmeninhalt und Abschlusszertifikat:** Der Bildungsgutschein spezifiziert die geförderte Maßnahme, deren Dauer und das angestrebte Abschlusszertifikat. Anerkannte Abschlüsse (IHK-Prüfung, HWK-Gesellenprüfung, staatlich anerkannte Berufsabschlüsse) erhöhen die Erfolgschancen der Bewilligung. Das BIBB führt ein Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe.
**Frist des Bildungsgutscheins:** Nach § 87 Abs. 3 SGB III ist der Bildungsgutschein befristet, in der Regel auf drei Monate. Der Antragsteller muss in dieser Zeit eine geeignete Maßnahme finden und den Gutschein beim Träger einlösen. Eine Verlängerung ist auf Antrag möglich.
Das Portal forms-legal.com stellt dieses Antragsformular für den Bildungsgutschein als strukturierte Vorlage bereit. Verwandte Dokumente: de-bürgergeld-antrag (Bürgergeld-Antrag) sowie de-arbeitslosengeld-antrag (ALG-I-Antrag) für die Grundsicherung.
So füllen Sie Ihr Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland aus
Den Bildungsgutschein-Antrag in Deutschland stellen Sie Schritt für Schritt:
**Schritt 1 — Beratungstermin vereinbaren:** Rufen Sie die Agentur für Arbeit (0800 4 5555 00, kostenfrei) oder das zuständige Jobcenter an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Alternativ: Online-Terminbuchung über arbeitsagentur.de. Das Beratungsgespräch ist Voraussetzung für den Bildungsgutschein. Ohne persönliches Gespräch wird kein Gutschein ausgestellt.
**Schritt 2 — Unterlagen vorbereiten:** Bringen Sie zum Beratungsgespräch mit: Personalausweis oder Reisepass, Lebenslauf mit lückenloser Darstellung des beruflichen Werdegangs, Nachweise über bisherige Ausbildungen und Qualifikationen (Zeugnisse, Zertifikate), Nachweise über aktuelle Bewerbungsaktivitäten und konkrete Informationen über die angestrebte Weiterbildungsmaßnahme (Träger, Inhalt, Dauer, Kosten).
**Schritt 3 — Maßnahme recherchieren:** Nutzen Sie das KURSNET-Portal der Bundesagentur für Arbeit (kursnet.arbeitsagentur.de) zur Suche nach AZAV-zertifizierten Maßnahmen. Filtern Sie nach Förderbarkeit (Bildungsgutschein möglich). Kontaktieren Sie den gewünschten Träger vorab und klären Sie, ob die Maßnahme AZAV-zugelassen ist.
**Schritt 4 — Antragsgespräch:** Im Beratungsgespräch erläutern Sie Ihre berufliche Situation, die angestrebte Maßnahme und begründen Sie die Notwendigkeit. Die Arbeitsvermittlerin oder der Arbeitsvermittler prüft die Fördervoraussetzungen nach § 82 SGB III und die Notwendigkeit der Maßnahme für Ihre Eingliederung.
**Schritt 5 — Bildungsgutschein erhalten und einlösen:** Bei positiver Entscheidung erhalten Sie den Bildungsgutschein mit dem Namen der Maßnahme, dem Träger, der Förderdauer und der Frist. Reichen Sie den Gutschein beim AZAV-zertifizierten Träger ein. Der Träger meldet den Beginn der Maßnahme der Agentur für Arbeit. Die Kosten werden direkt zwischen Jobcenter und Träger abgerechnet.
**Schritt 6 — Während der Maßnahme:** Führen Sie Ihre Bewerbungsaktivitäten weiter (falls verpflichtet). Bleiben Sie in Kontakt mit der Arbeitsvermittlung. Melden Sie Änderungen unverzüglich (Abbruch, Krankheit, neue Beschäftigung). Ein unentschuldigter Abbruch kann zur Rückforderung der Förderung führen.
Rechtliche Anforderungen für Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland
Die rechtlichen Anforderungen an den Bildungsgutschein-Antrag in Deutschland ergeben sich aus SGB III, SGB II und der AZAV:
**SGB III § 81 (Förderung beruflicher Weiterbildung):** Grundnorm der FbW-Förderung. Arbeitnehmer können bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit gefördert werden, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um die berufliche Eingliederung zu erreichen oder zu sichern. Abs. 2: Umschulung auf einen anerkannten Ausbildungsberuf kann für bis zu zwei Drittel der regulären Ausbildungszeit gefördert werden.
**SGB III § 82 (Voraussetzungen):** Die Weiterbildungsförderung ist notwendig, wenn die Qualifikation des Arbeitnehmers nicht mehr nachgefragt wird (technologischer Wandel), die Weiterbildung zu einer Beschäftigung führt, die eine höhere Qualifikation erfordert, oder die Weiterbildung die Eingliederungschancen konkret verbessert. Die Notwendigkeit wird individuell durch die Agentur für Arbeit geprüft.
**SGB III § 87 (Bildungsgutschein als Bewilligungsform):** Der Bildungsgutschein ist die Rechtsform, in der die Förderung bewilligt wird. Abs. 3: Der Gutschein ist befristet (in der Regel 3 Monate). Abs. 4: Der Träger muss AZAV-zertifiziert sein und die Maßnahme muss eine Trägerzulassung besitzen.
**SGB II § 16 (Eingliederungsleistungen):** Bürgergeld-Bezieher können nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. SGB III §§ 81 ff. ebenfalls einen Bildungsgutschein erhalten. Das Jobcenter ist zuständige Stelle. Die Eingliederungsvereinbarung (EGV) nach § 15 SGB II bildet den Rahmen.
**AZAV (BGBl. 2012 I S. 504):** Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung schreibt die Zertifizierungspflicht für Träger und Maßnahmen vor. Ohne AZAV-Zulassung kann der Bildungsgutschein nicht eingelöst werden. Die AZAV sichert Qualitätsstandards und verhindert den Missbrauch öffentlicher Gelder.
**SGB III § 82a (Qualifizierungsgeld, seit 2023):** Das Weiterbildungsgesetz 2023 (BGBl. I Nr. 101) hat das Qualifizierungsgeld als neues Instrument eingeführt. Für Beschäftigte, die von erheblichem Strukturwandel betroffen sind und deren Arbeitgeber auf Lohnzahlung verzichtet, zahlt die Agentur für Arbeit 60 % (ohne Kind) oder 67 % (mit Kind) des entgangenen Nettoarbeitsentgelts — analog zum Kurzarbeitergeld.
Häufige Fehler bei Ihrem Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland
Häufige Fehler beim Bildungsgutschein-Antrag in Deutschland:
**Maßnahme ohne AZAV-Zulassung ausgewählt:** Der häufigste Fehler: Der Antragsteller wählt eine Weiterbildung aus, ohne vorab zu prüfen, ob der Träger AZAV-zertifiziert ist und die konkrete Maßnahme eine Trägerzulassung besitzt. Ein Bildungsgutschein kann nur bei AZAV-zertifizierten Trägern eingelöst werden (§ 87 SGB III i.V.m. § 178 SGB III und AZAV). Prüfen Sie vor dem Beratungsgespräch die AZAV-Zertifizierung im KURSNET-Portal.
**Kein Beratungsgespräch vor Maßnahmenbeginn:** Wer mit der Weiterbildung beginnt, bevor der Bildungsgutschein ausgestellt wurde, erhält keine rückwirkende Förderung. Der Gutschein muss vor Beginn der Maßnahme ausgestellt und beim Träger eingereicht werden. Ohne gültigen Gutschein gibt es keine Erstattung der Kursgebühren.
**Maßnahme entspricht nicht dem regionalen Arbeitsmarkt:** Das Jobcenter prüft nach § 82 SGB III, ob die angestrebte Maßnahme die Eingliederungschancen konkret verbessert. Maßnahmen, die zu einem Beruf führen, der in der Region kaum nachgefragt wird, werden abgelehnt. Recherchieren Sie vorab die Stellenangebote im JOBBÖRSE-Portal der BA für Ihren Zielberuf.
**Frist des Bildungsgutscheins verpasst:** Der Bildungsgutschein ist befristet (§ 87 Abs. 3 SGB III, in der Regel 3 Monate). Wer in dieser Zeit keine geeignete Maßnahme findet oder den Gutschein nicht einlöst, verliert den Förderanspruch. Eine Verlängerung ist möglich, muss aber vor Ablauf der Frist beantragt werden.
**Unentschuldigter Abbruch der Maßnahme:** Ein unentschuldigter Abbruch der Weiterbildungsmaßnahme kann zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld nach § 159 SGB III führen und zur Rückforderung bereits ausgezahlter Leistungen. Melden Sie Probleme sofort der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Bei Krankheit: ärztliches Attest einreichen.
**Beschäftigung während der Maßnahme nicht gemeldet:** Wer während der geförderten Weiterbildung eine Beschäftigung aufnimmt, muss dies sofort der Agentur für Arbeit melden. Andernfalls droht eine Rückforderung zu Unrecht bezogener Leistungen und ggf. strafrechtliche Konsequenzen wegen Leistungsmissbrauchs nach § 263 StGB.
Quellen und Zitate
Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.
- § 178 SGB IIIDE official
- § 83 SGB IIIDE official
- § 82a SGB IIIDE official
- § 82 SGB IIIDE official
- § 15 SGB IIDE official
- § 87 SGB IIIDE official
- § 159 SGB IIIDE official
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Forms Legal. (2026). Bildungsgutschein-Antrag Jobcenter Deutschland (Deutschland) [Legal document template]. Forms Legal. https://forms-legal.com/de/deutschland/government/social-security/bildungsgutschein-antrag-jobcenter-deutschland
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Anspruch auf einen Bildungsgutschein haben nach SGB III § 81 ff. grundsätzlich: Arbeitslose, die Arbeitslosengeld I nach §§ 136 ff. SGB III beziehen, Bürgergeld-Bezieher, die beim Jobcenter gemeldet sind (§ 16 SGB II), sowie von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte. Voraussetzung ist stets die Notwendigkeit der Maßnahme nach § 82 SGB III: Die Weiterbildung muss die berufliche Eingliederung konkret fördern oder sichern. Das Beratungsgespräch mit der Arbeitsvermittlerin oder dem Arbeitsvermittler ist obligatorisch. Das Jobcenter entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen; ein Rechtsanspruch auf den Bildungsgutschein besteht nicht, wohl aber ein Anspruch auf ermessensfehlerfreie Prüfung (Bundessozialgericht BSG B 11 AL 11/14 R). Seit dem Qualifizierungschancengesetz 2019 und dem Weiterbildungsgesetz 2023 (SGB III § 82a) sind auch Beschäftigte in Transformationsbranchen (Digitalisierung, Strukturwandel) antragsberechtigt.
Der Bildungsgutschein übernimmt nach § 83 SGB III folgende Kosten: Lehrgangsgebühren (Kursgebühren des AZAV-zertifizierten Trägers), Prüfungsgebühren (IHK, HWK, staatliche Prüfungsbehörde), Lernmittel (Lehrbücher, Unterrichtsmaterial, soweit zwingend notwendig), bei auswärtiger Unterbringung: Unterkunfts- und Verpflegungskosten nach der Kostenerstattungsverordnung der BA, Fahrkosten zur Maßnahme nach den jeweils geltenden Sätzen. Nicht übernommen werden: Kosten für private Lernmittel über das Notwendige hinaus, Kosten für Maßnahmen ohne AZAV-Zulassung, Prüfungsgebühren für Wiederholungsprüfungen nach erstem Durchfall (in der Regel). Die Bundesagentur für Arbeit zahlt direkt an den Träger; der Geförderte muss keine Kosten vorschießen.
Die Dauer einer geförderten Umschulung richtet sich nach der anerkannten Ausbildungszeit des Zielberufs (§ 81 Abs. 2 SGB III). Gefördert wird in der Regel eine Umschulung von zwei Dritteln der regulären dualen Ausbildungszeit. Beispiele: reguläre Ausbildung 3 Jahre → Umschulung 2 Jahre; reguläre Ausbildung 3,5 Jahre → Umschulung ca. 2,5 Jahre. Anpassungsqualifizierungen und Teilqualifizierungen können auch kürzere Laufzeiten haben (3 Monate bis 1 Jahr). Die Umschulung muss bei einem AZAV-zugelassenen Träger stattfinden und mit einer anerkannten IHK- oder HWK-Prüfung abschließen. Das BIBB führt das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe (bibb.de/verzeichnis). Während der Umschulung beziehen Arbeitslose weiterhin Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld.
Der Bildungsgutschein (SGB III §§ 81 ff.) fördert berufliche Weiterbildung und Umschulung für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohte. Er ist einkommensunabhängig, deckt Kurskosten und wird direkt an den Träger gezahlt. Das Meister-BAföG (AFBG — Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) fördert berufliche Aufstiegsfortbildungen (Meister, Fachwirt, Techniker, Betriebswirt IHK) für Beschäftigte und Nicht-Beschäftigte. Es umfasst einen Maßnahmenbeitrag (Kurskosten bis 15.000 EUR als zinsloses Darlehen + 50 % Zuschuss) und einen Unterhaltsbeitrag (Lebenshaltungskosten als Zuschuss oder Darlehen). Das Meister-BAföG wird einkommensunabhängig gewährt; der Maßnahmenbeitrag ist nicht von der Einkommenssituation abhängig. Beide Förderungen können nicht gleichzeitig für dieselbe Maßnahme beantragt werden. Für eine Umschulung in einen neuen Beruf: Bildungsgutschein. Für Aufstiegsfortbildung (Meister, Fachwirt): AFBG. Details: de-meister-bafög-antrag.
Wenn der Bildungsgutschein-Antrag abgelehnt wird, hat der Antragsteller folgende Möglichkeiten: Widerspruch einlegen (§ 83 SGG): Innerhalb eines Monats nach Zustellung des Ablehnungsbescheids kann schriftlich Widerspruch bei der Agentur für Arbeit eingelegt werden. Der Widerspruch muss begründet werden. Klage beim Sozialgericht (§ 54 SGG): Wird der Widerspruch ebenfalls abgelehnt, kann innerhalb eines Monats Klage beim zuständigen Sozialgericht erhoben werden. Neuer Antrag nach Änderung der Sachlage: Wenn sich die Umstände geändert haben (neue Stellenlage, neue Maßnahme, geänderte persönliche Situation), kann ein neuer Antrag gestellt werden. Das Bundessozialgericht (BSG B 11 AL 11/14 R) hat entschieden, dass bei ermessensfehlerhafter Ablehnung ein Anspruch auf Neubescheidung besteht. Empfehlen Sie sich, die Ablehnungsgründe im Ablehnungsbescheid sorgfältig zu lesen und im Beratungsgespräch zu klären.
Während einer durch Bildungsgutschein geförderten Weiterbildungsmaßnahme beziehen Arbeitslose nach § 136 SGB III weiterhin Arbeitslosengeld I in gleicher Höhe. Die Weiterbildungsdauer verlängert den Bezugszeitraum des Arbeitslosengeldes nicht; es wird die reguläre Anspruchsdauer weiter verbraucht. Bürgergeld-Bezieher erhalten nach § 19 ff. SGB II weiterhin Bürgergeld. Besonderheit: Wer Arbeitslosengeld I bezieht und eine Maßnahme absolviert, die mindestens 8 Wochen dauert, hat nach § 144 SGB III Anspruch auf Weiterbildungsprämie (Zwischenprüfungsprämie: 1.000 EUR bei bestandener Zwischenprüfung; Abschlussprämie: 1.500 EUR bei bestandener Abschlussprüfung). Diese Prämie ist steuerfrei und nicht anrechenbar auf Sozialleistungen. Die Bundesagentur für Arbeit prüft die Weiterbildungsprämie automatisch nach Vorlage des Prüfungszeugnisses.
AZAV-zertifizierte Träger und ihre zugelassenen Maßnahmen können im KURSNET-Portal der Bundesagentur für Arbeit (kursnet.arbeitsagentur.de) gesucht werden. Im Suchfilter muss die Option 'Förderung durch Bildungsgutschein möglich' aktiviert werden. Nur Maßnahmen mit diesem Filter sind für den Bildungsgutschein geeignet. Fachkundige Stellen, die die AZAV-Zertifizierung durchführen, sind unter anderem CERTQUA (certqua.de), TÜV Rheinland Cert GmbH (tuv.com), DQS GmbH (dqs.de) und weitere akkreditierte Stellen. Das BIBB veröffentlicht auf bibb.de Leitfäden zur Auswahl geeigneter Weiterbildungsmaßnahmen. Die Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit bieten persönliche Beratung und Zugang zu KURSNET vor Ort. Ein direktes Gespräch mit dem Träger vor Auswahl der Maßnahme ist empfehlenswert; der Träger kann Ihnen die AZAV-Zulassungsnummer der Maßnahme mitteilen.
Nein, nicht für dieselbe Maßnahme. Bildungsgutschein (SGB III §§ 81 ff.) und Aufstiegs-BAföG (AFBG) schließen sich für dieselbe Weiterbildungsmaßnahme gegenseitig aus; beide Förderprogramme setzen unterschiedliche Zielgruppen voraus. Ausnahme: Wenn eine Weiterbildung aus mehreren Phasen besteht (zunächst eine SGB-III-geförderte Anpassungsqualifizierung, dann eine darauf aufbauende AFBG-geförderte Meisterprüfung), können nacheinander beide Instrumente eingesetzt werden. Beschäftigte in Kurzarbeit können ergänzend zum Kurzarbeitergeld (§ 95 SGB III) einen Bildungsgutschein für qualifizierte Weiterbildung während der Kurzarbeitsphase erhalten. Das BMBF und die Bundesagentur für Arbeit empfehlen, vor der Antragstellung bei der Arbeitsvermittlung zu klären, welches Förderinstrument für die konkrete Lebenssituation geeignet ist.
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