Skip to main content

Urlaubsantrag Österreich

Urlaubsantrag Österreich

UrlG §§4–10; ABGB §1154b

URLAUBSANTRAG

gemäß Urlaubsgesetz (UrlG) §§4–10

Antrag eingereicht am: [Antragsdatum]

ANGABEN ZUM ANTRAGSTELLER

Name: [Arbeitnehmer Name] Personalnummer: [Personalnummer] Abteilung / Kostenstelle: [Abteilung] Dienstgeber: [Unternehmen]

An: [Vorgesetzter Name]

URLAUBSBEGEHREN

Hiermit beantrage ich gemäß UrlG §4 die Genehmigung von Jahresurlaub für folgenden Zeitraum:

Urlaubsbeginn: [Urlaubsbeginn] Urlaubsende (letzter Urlaubstag): [Urlaubsende] Beantragte Urlaubstage (ohne Feiertage): [Beantragte Urlaubstage] Arbeitstage

Aktueller Resturlaubsanspruch vor diesem Antrag: [Resturlaub in Tagen] Arbeitstage Verbleibender Resturlaub nach Genehmigung: [Resturlaub nach Genehmigung] Arbeitstage

GENEHMIGUNGSVERMERK (durch Vorgesetzten / HR auszufüllen)

☐ Genehmigt ☐ Abgelehnt — Begründung: ___________________________

Datum: ___________________________

Unterschrift Vorgesetzte/r: ___________________________

Antragsteller / Antragstellerin

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Urlaubsantrag Österreich?

Der Urlaubsantrag Österreich ist ein formeller schriftlicher Antrag des Arbeitnehmers an den Dienstgeber auf Genehmigung von Jahresurlaub nach dem Urlaubsgesetz (UrlG) BGBl Nr. 390/1976. Das UrlG regelt in den §§1–20 das Urlaubsrecht für alle Arbeitnehmer in Österreich und sieht in §4 den Mindesturlaub von fünf Wochen pro Urlaubsjahr vor — nach 25 Dienstjahren erhöht sich der Anspruch auf sechs Wochen. Der Urlaubsantrag ist das Instrument, mit dem Arbeitnehmer ihren gesetzlichen Urlaubsanspruch konkretisieren und den Zeitpunkt des Urlaubs beim Dienstgeber anmelden.

Rechtliche Grundlage des Urlaubsanspruchs ist das UrlG §2: Der Urlaubsanspruch entsteht erstmals nach einem ununterbrochenen Dienstverhältnis von sechs Monaten (Wartezeit) und wächst in den folgenden Jahren Monat für Monat zu. Nach dem 6. Urlaubsjahr steht der volle Jahresurlaub bereits ab dem 1. Tag des Urlaubsjahres zu. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat in ständiger Rechtsprechung klargestellt, dass Urlaubsansprüche nicht einseitig vom Dienstgeber verfallen können — sie verjähren nach UrlG §4 Abs. 5 erst nach zwei Jahren (gerechnet ab Ende des Urlaubsjahres, in dem sie entstanden sind).

Der Urlaubsantrag muss nach österreichischer Praxis zumindest folgende Informationen enthalten: Name des Arbeitnehmers, gewünschter Urlaubszeitraum (von/bis), Anzahl der beantragten Urlaubstage und das Datum der Antragstellung. In der betrieblichen Praxis verlangen viele Dienstgeber eine bestimmte Vorlaufzeit (häufig 2–4 Wochen), die entweder im Kollektivvertrag (KV) oder in einer Betriebsvereinbarung (BV nach ArbVG §97 Abs. 1 Z 2) festgelegt ist. Ohne entsprechende Regelung kann der Dienstgeber eine angemessene Vorankündigung verlangen.

Die Genehmigung des Urlaubs nach UrlG §4 Abs. 1 erfordert einen Interessenausgleich: Der Dienstgeber hat bei der Urlaubsgewährung auf die Interessen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen, kann aber den Urlaubszeitpunkt bei betrieblichen Erfordernissen einschränken oder den Urlaub verlegen. Das Urlaubsrecht ist im Detail durch die Rechtsprechung des Arbeits- und Sozialgerichts Wien (ASG Wien) und der Oberlandesgerichte (OLG) ausdifferenziert worden. Die Arbeiterkammer (AK) stellt für Arbeitnehmer kostenlose Beratung zu Urlaubsrechten zur Verfügung.

Besondere Urlaubsregeln gelten für Arbeitnehmer in der Probezeit (UrlG §2 Abs. 2 — proportionale Aliquotierung), für teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer (Urlaubsanspruch aliquot nach Arbeitstagen) und für Schichtarbeitnehmer (Berechnung nach tatsächlichen Arbeitstagen). Beim Urlaubsantrag sind diese Besonderheiten zu berücksichtigen.

Wann brauchen Sie Urlaubsantrag Österreich?

Ein Urlaubsantrag Österreich nach UrlG §§4–10 wird in der betrieblichen Praxis in verschiedenen Konstellationen gestellt und ist das standardmäßige Verfahren zur rechtskonformen Inanspruchnahme des gesetzlichen Urlaubsanspruchs.

**Regulärer Jahresurlaub (UrlG §4):** Der Urlaubsantrag ist das Standardverfahren für die Beantragung von Jahresurlaub. Arbeitnehmer sind verpflichtet, den gewünschten Urlaubszeitraum rechtzeitig beim Dienstgeber zu beantragen — typischerweise 2–4 Wochen im Voraus (nach Betriebsvereinbarung oder Kollektivvertrag).

**Urlaubskonsumation zur Vermeidung von Verfall:** Nach UrlG §4 Abs. 5 verfallen nicht konsumierte Urlaubsansprüche erst nach zwei Jahren Verjährungsfrist. Arbeitnehmer, die kurz vor Ablauf dieser Frist stehen, sollten den Urlaub formal beantragen, um Verfall zu verhindern. Arbeitgeber haben nach OGH-Rechtsprechung eine Pflicht, Arbeitnehmer auf drohenden Urlaubsverfall hinzuweisen.

**Urlaubsersatzleistung bei Beendigung:** Wird das Dienstverhältnis beendet (Kündigung durch Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, Entlassung, Austritt), hat der Arbeitnehmer nach UrlG §10 Anspruch auf eine Urlaubsersatzleistung für nicht konsumierten Urlaub — der formelle Urlaubsantrag dokumentiert in solchen Fällen den offenen Urlaubssaldo.

**Freistellung und Sonderurlaub:** Neben dem gesetzlichen Jahresurlaub gibt es in Österreich Ansprüche auf bezahlte Freistellung bei bestimmten Ereignissen (Heirat, Tod naher Angehöriger, Umzug) nach dem Kollektivvertrag oder einer BV. Der Urlaubsantrag ist auch für diese Freistellungsanträge das geeignete Formular.

**Elternkarenz und Rückkehr:** Nach Rückkehr aus Elternkarenz (MSchG, VKG) stehen Urlaubsansprüche proportional für die nicht in Karenz verbrachte Zeit des Urlaubsjahres zu (UrlG §§2–3). Der erste Urlaubsantrag nach Karenzrückkehr ist besonders sorgfältig zu berechnen.

Was gehört in Ihr Urlaubsantrag Österreich?

Ein rechtsgültiger Urlaubsantrag Österreich nach UrlG §§4–10 muss bestimmte Mindestangaben enthalten, um als rechtswirksames Begehren gegenüber dem Dienstgeber zu gelten und im Falle einer Urlaubsablehnung oder Urlaubsersatzleistungsstreitigkeit vor dem Arbeits- und Sozialgericht (ASG Wien) oder den Arbeitsgerichten der Landesgerichte als Beweisstück zu dienen.

**1. Vollständige Identifikation des Antragstellers:** Vollständiger Name des Arbeitnehmers, Personalnummer (falls vorhanden), Abteilung und Position im Unternehmen.

**2. Urlaubszeitraum mit exakten Daten:** Datum des ersten und letzten Urlaubstages im österreichischen Format (DD.MM.YYYY). Angabe des ersten und letzten Urlaubstages — erster Arbeitstag nach Urlaub ist klar zu benennen.

**3. Anzahl der beantragten Urlaubstage:** Berechnet nach der Wochenarbeitszeit: Bei 5-Tage-Woche entspricht eine Urlaubswoche 5 Arbeitstagen. Bei 6-Tage-Woche: 6 Arbeitstage pro Urlaubswoche. Feiertage (gesetzliche österreichische Feiertage nach §7 Feiertagsruhegesetz) werden nicht als Urlaubstage gezählt.

**4. Verbleibender Urlaubssaldo:** Aktuelle Angabe des Resturlaubsguthabens (offene Urlaubstage aus dem laufenden Urlaubsjahr + eventuell nicht konsumierter Alturlaub). Viele Dienstgeber führen ein elektronisches Urlaubskonto — der Antrag sollte auf diesen Saldo Bezug nehmen.

**5. Datum der Antragstellung:** Rechtlich bedeutsam für die Einhaltung der vereinbarten Vorankündigungsfrist (Betriebsvereinbarung oder KV). Bei Urlaubsersatzleistungsstreitigkeiten ist das Antragsdatum entscheidend.

**6. Unterschrift des Antragstellers:** Der Antrag muss vom Arbeitnehmer handschriftlich oder durch qualifizierte elektronische Signatur nach §4 SVG unterzeichnet sein.

**7. Genehmigungsvermerk des Vorgesetzten / Dienstgebers:** Der Urlaubsantrag sollte Platz für die schriftliche Genehmigung (mit Datum und Unterschrift des Vorgesetzten oder HR-Vertreters) vorsehen. Bei Ablehnung ist die Begründung anzuführen — der Dienstgeber darf Urlaub nach UrlG §4 Abs. 1 nur aus triftigen betrieblichen Gründen verweigern.

Bei forms-legal.com steht eine rechtskonforme Vorlage für den österreichischen Urlaubsantrag kostenlos als PDF und Word zum Download zur Verfügung.

So füllen Sie Ihr Urlaubsantrag Österreich aus

Das Ausfüllen des Urlaubsantrags Österreich nach UrlG §§4–10 folgt einem klar strukturierten Prozess:

**Schritt 1: Urlaubsanspruch prüfen** Berechnen Sie vor Antragstellung Ihren aktuellen Urlaubssaldo. Nach UrlG §2 beträgt der Mindestanspruch 25 Arbeitstage (bei 5-Tage-Woche = 5 Wochen) pro Urlaubsjahr. Ab dem 26. Dienstjahr: 30 Arbeitstage (6 Wochen). Alturlaub aus dem Vorjahr ist ebenfalls einzuberechnen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim HR-Department oder der Arbeiterkammer (AK) nach.

**Schritt 2: Kollektivvertrag und Betriebsvereinbarung konsultieren** Viele Kollektivverträge (z.B. KV Handel, KV Metallindustrie) sehen zusätzlichen Urlaub vor — etwa 30 Tage für Angestellte ab dem 6. Dienstjahr im Handel-KV. Überprüfen Sie auch, welche Vorlauffristen für den Urlaubsantrag gelten.

**Schritt 3: Urlaubszeitraum festlegen und Datum eintragen** Geben Sie das geplante Startdatum und das Enddatum (letzter Urlaubstag) im Format DD.MM.YYYY an. Berechnen Sie die Anzahl der Urlaubstage unter Abzug der gesetzlichen Feiertage (Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 26. Oktober — Nationalfeiertag, 8. Dezember, Weihnachten 25.–26.12. etc.).

**Schritt 4: Verbleibenden Resturlaub notieren** Geben Sie an, wie viele Urlaubstage nach Abzug des beantragten Urlaubs noch offen sind. Dies erleichtert die Urlaubsplanung und dient als Referenz bei späteren Streitigkeiten.

**Schritt 5: Antrag rechtzeitig einreichen** Reichen Sie den Urlaubsantrag mit der in der Betriebsvereinbarung oder vom Dienstgeber verlangten Vorlaufzeit ein. Bei Sommerurlaub oder Weihnachtsurlaub empfiehlt die AK eine Einreichung mindestens 4 Wochen im Voraus.

**Schritt 6: Genehmigung oder Ablehnung abwarten** Der Dienstgeber ist nach UrlG §4 Abs. 1 zur Interessenabwägung verpflichtet. Eine Ablehnung muss sachlich begründet sein. Bei ungerechtfertigter Ablehnung kann der Arbeitnehmer den Betriebsrat (ArbVG §89) einschalten oder vor dem ASG Wien klagen.

**Schritt 7: Kopie des genehmigten Antrags aufbewahren** Bewahren Sie eine Kopie des unterschriebenen Antrags mit dem Genehmigungsvermerk auf — als Beweis für die spätere Urlaubsersatzleistungsberechnung bei Beendigung des Dienstverhältnisses.

Häufige Fehler bei Ihrem Urlaubsantrag Österreich

Bei Urlaubsanträgen in Österreich treten typische Fehler auf, die zu Streitigkeiten mit dem Dienstgeber oder zu einem Verlust von Urlaubsansprüchen führen können.

**Fehler 1: Feiertage als Urlaubstage zählen** Gesetzliche Feiertage nach dem Feiertagsruhegesetz (z.B. Ostermontag, Pfingstmontag, 26. Oktober — Nationalfeiertag Österreich, 1. November — Allerheiligen, 8. Dezember — Maria Empfängnis) fallen nicht auf den Urlaubsanspruch. Arbeitnehmer, die Urlaub über einen Feiertag beantragen, dürfen diesen Feiertag nicht als Urlaubstag abrechnen — das ist eine häufige Fehlerquelle bei der Urlaubsabrechnung.

**Fehler 2: Urlaubssaldo falsch berechnet** Bei Beginn des Dienstverhältnisses oder nach Rückkehr aus Elternkarenz (MSchG/VKG) ist der Urlaubsanspruch proportional zu berechnen. Wer in der Probezeit einfach von 25 Tagen Jahresurlaub ausgeht, irrt — der Anspruch wächst erst nach der 6-monatigen Wartezeit (UrlG §2 Abs. 2).

**Fehler 3: Mündlicher Urlaubsantrag ohne schriftliche Bestätigung** Mündlich genehmigte Urlaube ohne schriftliche Bestätigung können im Streitfall nicht bewiesen werden. Arbeitnehmer, die ohne schriftlich genehmigten Antrag in Urlaub fahren, riskieren eine Abmahnung wegen unentschuldigter Abwesenheit.

**Fehler 4: Urlaubsaliquotierung bei Teilzeit ignoriert** Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf proportionalen Urlaub — bei 3-Tage-Woche also 15 Werktage pro Jahr (bei 5-Wochen-Anspruch). Eine falsche Berechnung führt zu Unterzahlung oder Überkonsumation.

**Fehler 5: Verjährungsfrist versäumt** Arbeitnehmer, die 2 Jahre lang keinen Urlaub aus einem bestimmten Jahr konsumiert haben, verlieren nach UrlG §4 Abs. 5 diesen Anspruch — auch wenn der Dienstgeber die Inanspruchnahme verhindert hat. Hier ist das Gespräch mit der Arbeiterkammer (AK) empfohlen.

Diese Seite zitieren

Verweisen Sie auf diese kostenlose Vorlage in einem Artikel, Lehrplan oder Forschungsbericht:

APA

Forms Legal. (2026). Urlaubsantrag Österreich (Österreich) [Legal document template]. Forms Legal. https://forms-legal.com/de/austria/employment/forms/urlaubsantrag-oesterreich

MLA

"Urlaubsantrag Österreich (Österreich)." Forms Legal, 2026, https://forms-legal.com/de/austria/employment/forms/urlaubsantrag-oesterreich.

BibTeX
@misc{formslegal-urlaubsantrag-oesterreich,
  author       = {{Forms Legal}},
  title        = {Urlaubsantrag Österreich (Österreich)},
  year         = {2026},
  howpublished = {\url{https://forms-legal.com/de/austria/employment/forms/urlaubsantrag-oesterreich}},
  note         = {Free legal document template}
}

Häufig gestellte Fragen

Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

Diese Vorlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Gesetze sind je nach Rechtsordnung unterschiedlich und ändern sich im Laufe der Zeit. Konsultieren Sie für Ihren konkreten Fall einen qualifizierten Rechtsanwalt.Vollständiger Haftungsausschluss

Fehler gefunden? Sagen Sie uns Bescheid