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Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a)

Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a / RAV)

INLAENDERVORRANG-MELDUNG AN DAS RAV (AIG Art. 21a)

Arbeitgeber: [Ag Firma] [Ag Adresse] UID: [Ag Uid] Kontakt: [Kontakt Person], [Kontakt Email]

An: [Rav Stelle]

[Ausstell Datum]

Ausgeschriebene Stelle

Stellenbezeichnung: [Stellen Bezeichnung] Beschaeftigungsgrad: [Anstellung Grad] Arbeitsort: [Arbeitsort] Lohnrahmen: [Lohn Range] Geplanter Stellenantritt: [Stellen Antritt] Berufsgruppe (SECO): [Berufsgruppe]

Anforderungen: [Anforderungen]

RAV-Meldung nach AIG Art. 21a

Datum der RAV-Meldung: [Melde Datum] RAV-Meldungsnummer: [Melde Nummer] Geplante öffentliche Ausschreibung: [Oeffent Ausschreibung]

Der Arbeitgeber [Ag Firma] meldet die oben beschriebene Stelle beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) im Rahmen des Inlaendervorrangs nach Art. 21a des Bundesgesetzes über die Auslander und Integration (AIG, SR 142.20) an. Die Meldung erfolgt mindestens fünf Werktage vor der öffentlichen Ausschreibung gemäss AIG Art. 21a Abs. 2. Die Berufsgruppe entspricht einer solchen, für die das SECO eine Arbeitslosenquote von mehr als 5 Prozent festgestellt hat. Nach Eingang der Meldung wird das RAV dem Arbeitgeber geeignete beim RAV angemeldete Stellensuchende vorstellen. Der Arbeitgeber prüft die Kandidatenunterlagen und teilt dem RAV das Ergebnis mit. Erst nach Ablauf der 5-werktaegigen Wartefrist darf die Stelle auf Jobboeersen wie jobs.ch, jobup.ch, LinkedIn oder in der Tagespresse ausgeschrieben werden.

Unterschrift

[Ag Firma] ____________________ [Unterzeichner]

Arbeitgeber

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a)?

Die Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat (AIG Art. 21a) ist ein in der Schweiz nach AIG Art. 21a (Inlaendervorrang verstärkt) geregeltes rechtsverbindliches schriftliches Dokument. Das Prinzip des verstärkten Inlaendervorrangs nach AIG Art. 21a ergänzt den allgemeinen Inlaendervorrang nach AIG Art. 21, der bereits seit Einführung des Ausländergesetzes bestand. Während Art. 21 generell den Vorrang von Inländern bei der Bewilligung von Drittstaatenangehörigen verankert, führt Art. 21a eine aktive Stellenmeldepflicht und Koordination mit dem RAV ein. Das Ziel ist es, stellensuchende Personen aus dem Inland (Schweizer Bürger, Niedergelassene mit C-Bewilligung, angemeldete Arbeitslose mit Aufenthaltsbewilligung B/L) prioritär in offene Stellen zu vermitteln.

Die Durchführungsverordnung (VZAE Art. 54a, SR 142.201) präzisiert, welche Berufsgruppen nach ILO-Berufsklassifikation der Meldepflicht unterliegen. Das SECO aktualisiert die Liste der meldepflichtigen Berufsgruppen jährlich per Dezember und publiziert sie im Bundesblatt sowie auf www.arbeit.swiss. Typischerweise erfasst sind: Fachkräfte im Bauwesen, Metall- und Maschinenbau, ausgewählte IT-Berufe, kaufmännische Berufe mit hoher Arbeitslosigkeit und Gastgewerbeberufe in Kantonen mit hoher Saisonschwankung.

Das Verfahren nach AIG Art. 21a Abs. 2 läuft wie folgt: Der Arbeitgeber meldet die offene Stelle beim RAV des Arbeitsortkantons mindestens fünf Werktage vor der öffentlichen Ausschreibung. Das RAV stellt dem Arbeitgeber innerhalb von fünf Werktagen geeignete beim RAV angemeldete Kandidaten vor. Nach Ablauf der Wartfrist darf der Arbeitgeber die Stelle auf Jobboeersen (jobs.ch, jobup.ch, LinkedIn, Indeed), in Tageszeitungen oder auf der eigenen Website ausschreiben. Das RAV kann keine Zwangsvermittlung vornehmen — der Arbeitgeber entscheidet frei, wen er einstellt. Die Meldepflicht begründet kein Recht der RAV-Kandidaten auf die Stelle.

Wichtige Ausnahmen von der Meldepflicht nach AIG Art. 21a Abs. 7: kurzfristige Anstellungen unter 14 Tagen, interne Wiederbesetzungen und Beförderungen, Praktika unter drei Monaten, gemeinnützige Organisationen und Institutionen des Bundesrechts. Das SECO prüft regelmässig die Handhabung der Meldepflicht durch Arbeitgeber und Kanton. Verwandte Dokumente: Diskriminierungsfreies Stelleninserat nach GlG Art. 3, Arbeitsvertrag nach OR Art. 319.

In der schweizerischen Rechtsordnung dient dieses Dokument als formgebundene Erklärung zwischen Privaten oder zwischen Privatpersonen und kantonalen bzw. eidgenössischen Behörden. Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) räumt der Privatautonomie weitreichenden Schutz ein, was sich im Obligationenrecht (OR, SR 220) und im Zivilgesetzbuch (ZGB, SR 210) widerspiegelt. Bei der Verwendung in den Kantonen Zürich, Genf, Basel-Stadt, Bern, Waadt oder Tessin ist auf die jeweilige kantonale Praxis Rücksicht zu nehmen, etwa hinsichtlich notarieller Beurkundung gemäss kantonalem Beurkundungsgesetz oder Eintragung im kantonalen Handelsregister (HRegV, SR 221.411). Schweizer Gerichte legen das Vertrauensprinzip nach Art. 18 OR und das Bundesgerichtsentscheide BGE 138 III 67 als Massstab an, sodass eine klare und vollständige Formulierung jeder Bestimmung essenziell ist.

Wann brauchen Sie Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a)?

Die Inlaendervorrang-Meldung in der Schweiz ist immer dann erforderlich, wenn ein Arbeitgeber eine Stelle öffentlich ausschreiben möchte und diese Stelle einer der meldepflichtigen Berufsgruppen nach AIG Art. 21a zugehort.

Erste Situation — Stellenausschreibung in Berufsgruppe mit über 5 Prozent Arbeitslosigkeit: Sobald das SECO die Berufsgruppe als meldepflichtig listet (jährliche Aktualisierung auf arbeit.swiss), muss der Arbeitgeber mindestens fünf Werktage vor der ersten öffentlichen Ausschreibung (Inserat auf Website, Jobs.ch, jobup.ch, LinkedIn, Zeitungsanzeige) die Stelle beim RAV melden. Die Meldung muss vor JEDER Ausschreibungsform erfolgen — auch vor dem inoffiziellen Posting auf Social Media.

Zweite Situation — Wiederbesetzung einer vakanten Stelle: Auch wenn eine bekannte Stelle wiederbesetzt werden soll (z.B. nach Kündigung eines Mitarbeiters), gilt die Meldepflicht bei meldepflichtigen Berufsgruppen. Die Meldung muss neu vorgenommen werden — eine frühere Meldung gilt nur für die ursprüngliche Stelle, nicht für nachfolgende Stellenbesetzungen.

Dritte Situation — Expansion und neue Stellen: Bei Unternehmensexpansionen oder Abteilungsaufbau, bei dem mehrere neue Stellen geschaffen werden, ist für jede einzelne Stelle eine separate RAV-Meldung einzureichen, wenn die Berufsgruppe meldepflichtig ist. Sammel- oder Pauschal-Meldungen sind nicht zulassig.

Vierte Situation — Anstellung von Drittstaatenangehörigen: Möchte ein Arbeitgeber eine Stelle mit einem Drittstaatenangehörigen (Nicht-EU/EFTA-Bürger) besetzen, muss er nach AIG Art. 21 belegen, dass kein geeigneter Inländer verfügbar ist. Die RAV-Meldung ist der Nachweis des erfüllten Inlaendervorrangs. Ohne Meldung wird die Aufenthaltsbewilligung der kantonalen Migrationsbehorde möglichweise verweigert.

Fünfte Situation — Entsendungshöchstdauer nähert sich: Wird ein aus dem Ausland entsandter Arbeitnehmer nach Ablauf der Entsendezeit dauerhaft angestellt und ist die Stelle meldepflichtig, muss die Meldung vor der öffentlichen Stellenausschreibung oder vor der Umwandlung in einen Schweizer Arbeitsvertrag erfolgen.

Sechste Situation — Staatliche und öffentliche Stellen: Behörden, Gemeinden, Kantone und öffentlich-rechtliche Institutionen unterliegen denselben Meldepflichten wie private Arbeitgeber. Auch sie müssen bei meldepflichtigen Berufsgruppen die RAV-Voranmeldung vornehmen.

In der Praxis wird das Dokument insbesondere im KMU-Umfeld sowie bei Selbständigerwerbenden der Branchen Bau, Gastronomie, IT und Beratung häufig gefordert, sei es bei Vertragsabschluss, bei Anpassung infolge gesetzlicher Änderungen wie der MWST-Reform vom 1.1.2024 (Erhöhung des Normalsatzes auf 8.1 Prozent) oder bei behördlichen Eingaben an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) oder die Schweizerische Ausgleichskasse (AHV/IV). Auch im grenzüberschreitenden Verkehr mit der EU, insbesondere im Rahmen der Bilateralen Verträge und des Personenfreizügigkeitsabkommens (FZA), kann das Dokument zur Vorlage bei ausländischen Stellen oder zur Beantragung von Bewilligungen erforderlich sein. Forms-legal.com bietet die hier angebotene Vorlage in schweizerischer Hochsprache und unter Berücksichtigung der einschlägigen Bundesgesetze.

Was gehört in Ihr Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a)?

Die Inlaendervorrang-Meldung Schweiz muss vollständig sein, damit das RAV geeignete Kandidaten vorstellen kann und der Arbeitgeber nach Ablauf der Wartefrist frei ausschreiben darf. Forms-legal.com bietet ein vollständiges Muster für die RAV-Meldung nach AIG Art. 21a an.

Arbeitgeber-Identifikation: Vollständige Firma, Adresse, UID-Nummer und HR-Kontaktperson mit E-Mail. Das RAV braucht einen direkten Kontakt, um Kandidatendossiers zuzustellen und Rückfragen zu beantworten. HR-Kontaktperson sollte die Stellenanforderungen gut kennen.

Stellenbezeichnung und Anforderungen: Genaue Berufsbezeichnung (diskriminierungsfrei nach GlG Art. 3), Beschäftigungsgrad, Arbeitsort, geplanter Stellenantritt, Lohnrahmen (empfohlen: erleichtert RAV-Vermittlung), sowie die wichtigsten sachlichen Anforderungen (Ausbildung, Erfahrung, Sprachkenntnisse). Diskriminierende Anforderungen (Altersangaben, Geschlechtsangaben, Nationalitätsangaben) sind unzulässig.

Berufsgruppe gemäss SECO-Liste: Die Berufsgruppe nach ILO-Klassifikation (z.B. ISCO 7 Handwerks- und Fachkräfte, ISCO 3 Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe) muss der meldepflichtigen Gruppe entsprechen. Nicht alle Stellen sind meldepflichtig — nur jene, deren Berufsgruppe auf der jährlichen SECO-Liste mit über 5 Prozent Arbeitslosenquote steht.

Zuständiges RAV: Das RAV am Ort des Arbeitsplatzes (nicht Firmensitz, falls abweichend) ist zuständig. Bei Homeoffice-Stellen ohne fixen Arbeitsort ist das RAV des Unternehmenssitzes zuständig. Adressen und Kontakte aller RAV auf www.arbeit.swiss unter 'RAV finden'.

Datum der RAV-Meldung und Ausschreibungsplanung: Das genaue Datum der RAV-Meldung ist festzuhalten — die Wartefrist von fünf Werktagen beginnt mit Eingang der Meldung beim RAV. Erst nach Ablauf dieser Frist (fünf Werktage nach Eingang beim RAV) darf die Stelle öffentlich ausgeschrieben werden. Fristberechnung: Samstage und Sonntage zählen nicht als Werktage; Feiertage des Arbeitsortkantons zählen ebenfalls nicht.

Kandidaten-Feedback an RAV: Nach der Wartefrist und nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens sollte dem RAV Rueckmeldung gegeben werden, ob ein RAV-Kandidat eingestellt wurde (hilft dem RAV bei der Qualitätskontrolle). Dies ist nicht gesetzlich erzwungen, aber eine Praxis-Empfehlung des SECO.

Meldung bei Nichteinhaltung: Wird die Meldepflicht nicht eingehalten und die Stelle ohne vorherige RAV-Meldung ausgeschrieben, kann das kanton-ale Amt für Wirtschaft oder die kantonale Migrationsbehorde Sanktionen verhängen — insbesondere wenn in der Folge ein Drittstaatenangehörige eingestellt und eine Bewilligung beantragt wird.

Weitere Pflichtangaben und Best Practices: Praxisempfehlungen aus der Schweizer Rechtsprechung weisen darauf hin, dass Klarheit und Vollständigkeit der wesentlichen Vertragsbestandteile direkt die Durchsetzbarkeit beeinflussen. Bei Unsicherheiten lohnt sich eine Beratung beim zuständigen Kantonsamt oder durch einen Fachanwalt der Schweizerischen Anwaltskammer (SAV). Die kantonalen Schlichtungsbehörden für arbeitsrechtliche Streitigkeiten erleichtern aussergerichtliche Lösungen vor einem allfälligen Gang ans Gericht. Die Eidgenössische Schiedskommission und Bundesgerichtsentscheide BGE 138 III 67 sowie BGE 142 III 626 liefern Orientierung zur Vertragsauslegung nach Art. 18 OR (Vertrauensprinzip). Zudem helfen Mustervorlagen wie auf forms-legal.com bei der Wahrung der Schriftform und Vermeidung von Formmängeln nach OR Art. 11 ff. Obligatorisch ist die korrekte Bezeichnung der Parteien mit Wohnsitz bzw. Sitz, das Datum nach Schweizer Format DD.MM.YYYY sowie eine eigenhändige oder qualifiziert elektronische Unterschrift nach ZertES (SR 943.03).

So füllen Sie Ihr Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a) aus

Die Inlaendervorrang-Meldung in der Schweiz korrekt auszufüllen und einzureichen erfordert Vorbereitung und genaue Kenntnis der Berufsgruppe und des zuständigen RAV.

Schritt 1 — Meldepflicht prüfen: Auf www.arbeit.swiss die aktuelle SECO-Liste der meldepflichtigen Berufsgruppen prüfen. Die Berufsgruppe der vakanten Stelle nach ILO/ISCO-Klassifikation ermitteln. Ist die Berufsgruppe auf der Liste und die Stelle soll öffentlich ausgeschrieben werden, besteht Meldepflicht.

Schritt 2 — Zuständiges RAV ermitteln: Auf www.arbeit.swiss unter 'RAV finden' das RAV am Arbeitsort (Kanton) ermitteln. Bei mehreren Arbeitsorten: RAV des Hauptarbeitsorts. Kontaktdaten (Telefon, E-Mail, Adresse) notieren.

Schritt 3 — Meldung vorbereiten und einreichen: Meldung kann elektronisch über die Job-Room-Plattform des SECO (www.job-room.ch) oder schriftlich/per E-Mail ans RAV erfolgen. Im Job-Room kann die Stelle direkt eingegeben werden, was die RAV-Meldung automatisch auslöst und eine Meldungsnummer generiert. Benötigte Informationen: Stellenbezeichnung, Anforderungen (diskriminierungsfrei), Pensum, Arbeitsort, Stellenantritt, Kontaktperson HR.

Schritt 4 — Wartefrist von 5 Werktagen einhalten: Ab dem Tag des Eingangs der Meldung beim RAV beginnt die Wartefrist von fünf Werktagen. Erst nach Ablauf dieser Frist darf die Stelle auf Jobboeersen, in Zeitungen oder auf der Unternehmenswebsite publiziert werden. Kein verfruhtes Publizieren — auch ein LinkedIn-Post oder eine interne Kommunikation an Bewerber gilt als öffentliche Ausschreibung.

Schritt 5 — RAV-Kandidaten prüfen: Das RAV wird dem Arbeitgeber innerhalb der fünf Werktage geeignete stellensuchende Personen aus dem RAV-Register vorstellen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diese Dossiers zu prüfen, aber nicht, die vorgestellten Kandidaten einzustellen. Eine kurze Rueckmeldung ans RAV ist Best Practice.

Schritt 6 — Ausschreibung und Einstellung: Nach Ablauf der Wartefrist Stelle wie geplant ausschreiben. Bei Einstellung eines Drittstaatenangehörigen: Meldungsnummer und Nachweis der RAV-Meldung bei der kantonalen Migrationsbehorde vorlegen, die die Aufenthaltsbewilligung prüft. Aufbewahrung der RAV-Meldungsbestätigung für mindestens 5 Jahre (Prüfung durch SECO oder kantonale Amtsstelle möglich).

Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Validierungsprüfung: Nach Erstellung des Dokuments empfiehlt sich eine Endkontrolle durch eine zweite Person — bei Unternehmen idealerweise durch die Personalabteilung, die Treuhandstelle oder den HR-Verantwortlichen, bei Privatpersonen durch einen Notar des Kantons oder einen Rechtsbeistand. Die zentralen Schritte umfassen: Identifikation der Vertragsparteien mit vollständigen Adressen und gegebenenfalls Handelsregisternummer (Zefix-Nummer abrufbar unter www.zefix.ch), präzise Beschreibung der Leistung mit messbaren Kriterien, klare Regelung von Vergütung in Schweizer Franken (CHF) mit Mehrwertsteuer (MWST 8.1% gemäss MWSTG seit 1.1.2024), Vereinbarung von Fristen nach DD.MM.YYYY-Format, sowie Kündigungs- und Streitbeilegungsmechanismen. Vor der Unterschrift sollten beide Parteien den finalen Wortlaut sorgfältig durchlesen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Die elektronische Signatur nach ZertES (SR 943.03) ist der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt, sofern sie qualifizierte elektronische Signatur (QES) ist.

Häufige Fehler bei Ihrem Inlaendervorrang-Meldung Stelleninserat Schweiz (AIG Art. 21a)

Häufige Fehler bei der Inlaendervorrang-Meldung in der Schweiz führen zu Problemen bei der Aufenthaltsbewilligung von Drittstaatenangehörigen oder zu verspäteten Stellenbesetzungen.

Fehler 1 — Meldepflicht nicht kennen: Viele Arbeitgeber, insbesondere KMU, wissen nicht, dass ihre Branche oder Berufsgruppe der Meldepflicht unterliegt. Korrekt: jährlich die SECO-Liste der meldepflichtigen Berufsgruppen prüfen (arbeit.swiss) und HR-Prozesse entsprechend anpassen.

Fehler 2 — Stelle vor Ablauf der 5-Werktage-Frist ausschreiben: Einige Arbeitgeber reichen die RAV-Meldung ein und publiziern die Stelle gleichzeitig oder kurz danach. Korrekt: RAV-Meldung einreichen, Eingangsdatum dokumentieren, fünf Werktage warten, erst dann öffentlich ausschreiben.

Fehler 3 — RAV-Kandiatendossiers nicht prüfen: Das RAV stellt Kandidaten vor, die der Arbeitgeber prüfen muss. Wird die Prüfung vernachlässigt und später ein Drittstaatenangehörige eingestellt, kann die Migrationsbehorde den Inlaendervorrang-Nachweis beanstanden. Korrekt: jeden RAV-Kandidaten zumindest kurz prufen und bei offensichtlicher Uneignung schriftlich begründen.

Fehler 4 — Falsches RAV — RAV des Firmensitzes statt Arbeitsorts: Zuständig ist das RAV am Ort, wo die Arbeit geleistet wird — nicht notwendigerweise der Firmensitz. Bei Homeoffice-Stellen ohne fixen Standort ist das RAV des Firmensitzes zuständig. Korrekt: bei jeder Stelle den Arbeitsort klären und entsprechendes RAV kontaktieren.

Fehler 5 — Stellenmeldung ohne vollständige Informationen: Fehlen wichtige Angaben (Pensum, Lohn, Anforderungen, Stellenantritt), kann das RAV keine geeigneten Kandidaten vorstellen. Korrekt: vollständige Stellenbeschreibung im Meldungsformular angeben.

Fehler 6 — Diskriminierende Stellenanforderungen in der RAV-Meldung: Altersangaben (z.B. '25-35 Jahre'), Geschlechtsangaben oder Nationalitätsangaben verletzen das GlG und BV Art. 8. Korrekt: Stellenmeldung und späters Inserat diskriminierungsfrei formulieren, Stellenbezeichnung geschlechterneutral wählen.

Häufige Fehlerquellen in der Praxis sind: Verwendung deutscher (nicht schweizerischer) Rechtsbegriffe — etwa BGB-Paragraphen statt OR-Artikel, falsche Schreibweise von 'ss' (in der Schweiz ohne Eszett 'ß'), Vergessen der MWST-Position bei vergütungspflichtigen Leistungen, fehlende Angabe der Schweizer Sozialversicherungsnummer (AHV-Nummer im Format 756.XXXX.XXXX.XX), Verwechslung von Kündigungsterminen mit Kündigungsfristen nach Art. 335c OR, sowie unklare Gerichtsstandsklauseln. Vermeiden Sie unbedingt das Kopieren ausländischer Musterverträge ohne Anpassung an Schweizer Recht. Bei elektronischer Signatur achten Sie darauf, dass nur eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) nach ZertES (SR 943.03) der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt ist — fortgeschrittene oder einfache elektronische Signaturen genügen nicht für Geschäfte mit Schriftform-Erfordernis.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. OR Art. 319CH official
  2. OR Art. 11CH official
  3. Art. 18 ORCH official
  4. Art. 335c ORCH official
  5. Art. 8 ZGBCH official
  6. Art. 657 ZGBCH official
  7. Art. 512 ZGBCH official

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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