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Domain-Übertragungsvertrag Deutschland

Domain-Übertragungsvertrag Deutschland

BGB §§ 398, 413, 311b | DENIC-Domainbedingungen § 2 | MarkenG § 14

Domain-Übertragungsvertrag

DOMAIN-ÜBERTRAGUNGSVERTRAG

gemäß BGB §§ 398, 413 | DENIC-Domainbedingungen § 2 | MarkenG § 14

zwischen [Transferor Name] [Transferor Address] (nachfolgend "Übertragender") und [Transferee Name] [Transferee Address] (nachfolgend "Erwerber") Datum: [Contract Date]

§ 1 Gegenstand der Übertragung

§ 1 Gegenstand der Übertragung

Der Übertragende überträgt auf den Erwerber das Recht an folgendem Domain-Namen: Domain-Name: [Domain Name] TLD-Kategorie: [Tld Type] Aktueller Registrar: [Registrar Name] Mitübertragene Assets: [Related Website] Die Übertragung des Domain-Namens erfolgt nach BGB § 413 i.V.m. § 398 (Abtretung sonstiger Rechte). Der Domain-Name ist kein Sacheigentum im Sinne von BGB § 90, sondern ein vertraglich begründetes Nutzungsrecht gegenüber dem Registrar / der DENIC eG, das durch Abtretung übertragen wird (BGH I ZR 138/99 — ambiente.de). Der Erwerber tritt vollständig in die Rechtsstellung des Übertragenden gegenüber dem Registrar ein.

§ 2 Kaufpreis und Zahlung

§ 2 Kaufpreis und Zahlung

Kaufpreis: [Purchase Price] Zahlungsbedingung: [Payment Condition] Der Kaufpreis ist fällig gemäß der vereinbarten Zahlungsbedingung. Zahlungsverzug löst Verzugszinsen nach § 288 Abs. 2 BGB (9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz) aus. Bei Treuhandabwicklung (Escrow) sind die Bedingungen des Treuhanddienstleisters Vertragsbestandteil.

§ 3 Technische Durchführung des Transfers

§ 3 Technische Durchführung des Transfers

Übertragungsfrist: [Transfer Deadline] Der Übertragende verpflichtet sich, nach Vorliegen der vereinbarten Zahlungsbedingung unverzüglich alle technischen Maßnahmen zur Übertragung der Domain einzuleiten: (1) Bei .de-Domains (DENIC): Der Übertragende beantragt bei seinem Registrar die Erstellung eines AuthInfo-Codes und stellt diesen dem Erwerber zur Verfügung. Der Erwerber beauftragt seinen Wunsch-Registrar mit der Einleitung des DENIC-Domainumzugs. Gemäß DENIC-Domainbedingungen § 2 wird der Inhaberwechsel durch gegenseitige Bestätigung von bisherigem und neuem Mitglied/Registrar bei DENIC wirksam. (2) Bei generischen TLDs (.com, .net, .org): Transfer nach ICANN-Richtlinien — Authorization Code (EPP-Key), 60-Tage-Sperre nach vorherigem Transfer. Der Übertragende hat kein Recht, die Domain während der Übertragungsphase weiterzuveräußern, zu belasten oder zu löschen.

§ 4 Garantien und Gewährleistung

§ 4 Garantien und Gewährleistung des Übertragenden

Markenrechtliche Lage: [Trademark Conflict] Belastungsfreiheit: [Liens] Der Übertragende versichert, dass: (a) Er berechtigt ist, die Domain zu übertragen, und keine Rechte Dritter entgegenstehen; (b) Kein laufendes UDRP-Schiedsverfahren (Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy) oder DENIC-Streitverfahren anhängig ist; (c) Die Domain nicht gegen Markenrechte Dritter nach MarkenG § 14 verstößt und keine markenrechtlichen Abmahnungen vorliegen, soweit ihm bekannt; (d) Alle Registrar-Gebühren für die laufende Registrierungsperiode beglichen sind. Bei Verletzung einer Garantie haftet der Übertragende dem Erwerber auf Schadensersatz nach §§ 280, 281 BGB.

§ 5 Allgemeine Bestimmungen

§ 5 Allgemeine Bestimmungen

Anwendbares Recht: Deutsches Recht. Gerichtsstand: Sitz des Übertragenden (§ 29 ZPO), ersatzweise Amtsgericht Frankfurt am Main (Sitz der DENIC eG). Schriftform (§ 126 BGB): Dieser Vertrag bedarf der Schriftform; elektronische Kommunikation per E-Mail genügt für Durchführungshandlungen. Salvatorische Klausel: § 139 BGB. Gesamte Vereinbarung: Dieser Vertrag ersetzt alle vorherigen mündlichen Absprachen zur Übertragung der in § 1 genannten Domain.

Unterschriften

Unterschriften

Ort, Datum: ___________________________ _________________________ [Transferor Name] (Übertragender) _________________________ [Transferee Name] (Erwerber)

Übertragender

________________

Signature

Erwerber

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Domain-Übertragungsvertrag Deutschland?

Der Domain-Übertragungsvertrag in Deutschland ist ein schuldrechtlicher Vertrag, durch den der bisherige Inhaber eines registrierten Domain-Namens (Übertragender) seine Inhaberstellung an einen Erwerber überträgt. Der Domain-Übertragungsvertrag in Deutschland beruht auf BGB § 413 i.V.m. § 398, der die Abtretung sonstiger Rechte regelt, denn ein Domain-Name ist nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kein Sacheigentum im Sinne von BGB § 90, sondern ein vertraglich begründetes Nutzungsrecht gegenüber dem Registrar (BGH I ZR 138/99 — ambiente.de; BGH I ZR 231/01 — CompuNet/ComNet).

Für .de-Domains ist die DENIC eG (Deutsches Network Information Center e.G.) in Frankfurt am Main die zuständige zentrale Vergabestelle. DENIC verwaltet das .de-Domainregister und stellt sicher, dass jeder .de-Domain-Name eindeutig einer natürlichen oder juristischen Person zugeordnet ist. Der technische Inhaberwechsel bei .de-Domains erfolgt über das DENIC-Mitglied (Registrar) des neuen Inhabers nach dem in den DENIC-Domainbedingungen § 2 geregelten Verfahren: Der bisherige Inhaber erteilt dem Registrar Weisungen zur Erstellung eines AuthInfo-Codes, mit dem der neue Inhaber den Domainumzug einleitet.

Domain-Namen können erheblichen wirtschaftlichen Wert haben. Der Bundesgerichtshof (BGH I ZR 138/99 — ambiente.de) hat klargestellt, dass Domain-Namen wie Unternehmenskennzeichen nach § 5 Abs. 2 Markengesetz (MarkenG) oder als Werktitel nach § 5 Abs. 3 MarkenG Kennzeichenschutz erlangen können. Das Urteil des BGH im Fall DENIC.de (BGH I ZR 59/00) bestätigte, dass markenrechtlich geschützte Domain-Namen von der DENIC nicht einfach gelöscht werden müssen, wenn Dritte Markenrechte geltend machen — vielmehr ist der Inhaber der eingetragenen Domain selbst verantwortlich für Markenrechtsverletzungen (MarkenG § 14 Abs. 3 Nr. 5).

Neben .de-Domains gibt es generische Top-Level-Domains (gTLDs) wie .com, .net und .org, die von ICANN-akkreditierten Registraren wie IONOS SE (ehemals 1&1), Strato AG (Hetzner Gruppe), OVHcloud und GoDaddy verwaltete werden. Der Transfer von gTLD-Domains erfolgt nach ICANN-Richtlinien über den EPP-Authorization-Code (Auth-Code / AuthInfo) und unterliegt einer 60-tägigen Transfersperrfrist nach einem Registrar-Wechsel. Die WIPO-Schiedsstelle in Genf (WIPO Arbitration and Mediation Center) ist für Streitigkeiten über gTLD-Domains nach der Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy (UDRP) zuständig.

Für .eu-Domains ist EURid (European Registry of Internet Domain Names) in Brüssel die zuständige Registry. Bei Unternehmenstransaktionen und Asset Deals werden Domain-Namen häufig als Teil des Unternehmensvermögens mitübertragen. In diesem Fall muss der Domain-Übertragungsvertrag die technische Übertragung explizit regeln — eine pauschale Verweisung auf den Unternehmenskaufvertrag genügt nicht, da Registrare und DENIC eine separate Inhaberwechsel-Durchführung verlangen. Das Landgericht Köln (LG Köln 28 O 541/02) hat bestätigt, dass die Pflicht zur Mitwirkung am Domain-Transfer als eigenständige Leistungspflicht des Verkäufers klagbar ist.

Aus bilanzrechtlicher Sicht sind Domain-Namen als immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB § 248 Abs. 2 aktivierungsfähig, wenn sie entgeltlich erworben wurden. Der Erwerber muss die Domain nach IDW RS HFA 31 mit den Anschaffungskosten (Kaufpreis zuzüglich Nebenkosten) bilanzieren und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abschreiben oder als nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter mit unbegrenzter Laufzeit fortführen. Bei GmbH- und AG-Unternehmen, die Domain-Namen zu erheblichen Preisen erwerben, empfiehlt sich daher im Kaufvertrag eine klare Benennung des Kaufpreisanteils für den Domain-Namen (und getrennt für etwaige mitübertragene Software/Inhalte), um die Aktivierung in der Handelsbilanz korrekt vornehmen zu können. Steuerrechtlich gilt nach § 5 Abs. 2 EStG i.V.m. BFH IV R 33/01, dass entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter aktivierungspflichtig sind.

Wann brauchen Sie Domain-Übertragungsvertrag Deutschland?

Der Domain-Übertragungsvertrag in Deutschland wird in folgenden Situationen benötigt:

Kauf und Verkauf von Domain-Namen: Der Handel mit Domain-Namen (Domain-Trading) ist in Deutschland ein etabliertes Geschäftsfeld. Wertvolle generische Domain-Namen (z.B. kurze Wortdomains, Branchen-Keywords) werden auf Marktplätzen wie Sedo GmbH (Hamburg), Afternic (GoDaddy) oder Domainmarkt.de gehandelt. Für jeden entgeltlichen Domain-Kauf ist ein schriftlicher Domain-Übertragungsvertrag erforderlich, der Kaufpreis, Zahlungsbedingungen und Übertragungspflichten regelt.

Unternehmenstransaktionen (Asset Deal und Share Deal): Bei Unternehmensübernahmen werden Domain-Namen als digitale Assets mitveräußert. Bei einem Asset Deal (Erwerb einzelner Vermögensgegenstände) müssen Domain-Namen explizit im Kaufvertrag aufgeführt und separat beim Registrar übertragen werden. Bei einem Share Deal (Erwerb von Gesellschaftsanteilen) bleibt die bisherige Gesellschaft Inhaberin der Domains und kein formaler Inhaberwechsel ist erforderlich.

Umstrukturierungen in Unternehmensgruppen: Bei Konzernrestrukturierungen (z.B. Übertragung von Domains von einer operativen GmbH auf eine Holding-Gesellschaft) sind konzerninterne Domain-Übertragungsverträge erforderlich. Obwohl kein Kaufpreis gezahlt wird, bedarf die Übertragung eines schriftlichen Vertrags, der als Nachweis gegenüber DENIC und Registraren dient.

Franchise- und Lizenzsysteme — Rückgabe von Domains: In Franchisesystemen erhalten Franchisenehmer häufig Subdomains oder eigene Domains (z.B. stadtname.franchisemarke.de). Bei Beendigung des Franchisevertrags müssen diese Domains zurückübertragen werden. Ein Domain-Übertragungsvertrag regelt die Rückgabepflicht und -frist.

Abwicklung von Nachlässen (Digitaler Nachlass): Nach dem Tod eines Domain-Inhabers gehen Domain-Namen auf die Erben über (BGB §§ 1922, 1967). Erben können Domains behalten oder veräußern. Für die technische Umbuchung auf Erben oder Käufer aus dem Nachlass ist ein Domain-Übertragungsvertrag erforderlich; bei DENIC ist ein Erbschein oder notariell beglaubigtes Testament als Nachweis einzureichen. Weitere Informationen bietet die Digitale Nachlass-Verfügung.

Domain-Schenkungen und familiäre Übertragungen: Domains können auch unentgeltlich übertragen werden (Schenkung nach BGB § 516). Für steuerliche Zwecke (Schenkungsteuer nach ErbStG bei größerem Domainwert) ist ein schriftlicher Vertrag mit Angabe des Verkehrswerts der Domain empfehlenswert.

Start-ups und Venture-Capital-Due-Diligence: Bei Finanzierungsrunden und Beteiligungstransaktionen (Seed, Series A) prüfen Investoren regelmäßig, ob das Unternehmen Inhaberschaft an seinen Kern-Domains nachweisen kann. Ist die Domain noch auf den Gründer privat eingetragen und nicht auf die Betriebsgesellschaft (GmbH oder UG) übertragen, beanstanden Rechtsanwälte und VC-Fonds dies als strukturelles Risiko. Ein Domain-Übertragungsvertrag zwischen Gründer und Gesellschaft mit angemessenem Kaufpreis (oder unentgeltlicher Übertragung durch Einlage) behebt dieses Due-Diligence-Problem vor dem Closing und verhindert spätere Streitigkeiten gemäß BGB § 705 ff. (GbR-Innenverhältnis). Das Bundesministerium für Justiz (BMJ) empfiehlt im Rahmen der GmbH-Gründungsberatung, alle zum Betrieb gehörigen digitalen Assets bereits bei Gründung auf die Gesellschaft zu übertragen.

Was gehört in Ihr Domain-Übertragungsvertrag Deutschland?

Ein rechtssicherer Domain-Übertragungsvertrag in Deutschland muss folgende wesentliche Bestandteile enthalten:

Exakte Bezeichnung des Domain-Namens: Der vollständige Domain-Name inkl. TLD muss präzise angegeben werden (z.B. „meinunternehmen.de"). Bei mehreren Domains ist eine vollständige Liste als Anhang beizufügen. Bei Unklarheiten über den genauen Domain-Namen (z.B. bei Cybersquatting-Streitigkeiten) sollte der Domain-Name durch einen Screenshot des DENIC-WHOIS-Eintrags belegt werden.

Benennung des Registrars und technisches Transfer-Verfahren: Der Vertrag muss den aktuellen Registrar benennen und das anzuwendende Übertragungsverfahren beschreiben. Bei .de-Domains: DENIC-Domainumzug über AuthInfo-Code. Bei gTLDs: EPP-Auth-Code und ICANN-Transfer-Policy. Der Übertragende muss sich verpflichten, alle technischen Mitwirkungshandlungen (Entsperren der Transfer-Lock, Bereitstellung des Auth-Codes, Bestätigung beim Registrar) innerhalb der vereinbarten Frist vorzunehmen.

Kaufpreis, Steuern und Zahlungsabwicklung: Der Kaufpreis (oder der Wert bei unentgeltlicher Übertragung) muss angegeben werden. Domain-Verkäufe unterliegen der Umsatzsteuer (19% nach § 3a UStG, da digitale Leistung). Bei hohen Kaufpreisen empfiehlt sich eine Escrow-Abwicklung (Treuhandkonto), bei der der Kaufpreis erst nach erfolgreichem Transfer an den Übertragenden ausgezahlt wird. Bekannte Escrow-Dienste für Domain-Transaktionen: Escrow.com (für internationale Deals), Treuhand-Rechtsanwälte (für nationale Transaktionen).

Garantie der Lastenfreiheit und markenrechtlichen Unbedenklichkeit: Der Übertragende muss garantieren, dass (a) keine laufenden UDRP-Verfahren (WIPO/DENIC) anhängig sind; (b) keine Markenrechtskonflikte nach MarkenG § 14 bekannt sind; (c) keine Pfändung oder einstweilige Verfügung auf die Domain lastet; (d) alle Registrierungsgebühren für die aktuelle Periode beglichen sind. Eine Verletzung dieser Garantien begründet Schadensersatzansprüche nach BGB §§ 280, 281.

Bei forms-legal.com steht dieser Domain-Übertragungsvertrag als kostenloser Ausgangspunkt für Domain-Käufer und -Verkäufer in Deutschland zur Verfügung. Verwandte Dokumente: Markenlizenzvertrag und Kaufvertrag für Waren und digitale Assets. Für Domains mit erheblichem Wert (> EUR 10.000) empfiehlt sich die Begleitung durch einen auf IT-Recht und IP-Recht spezialisierten Rechtsanwalt oder Fachanwalt für IT-Recht. Auf forms-legal.com kann dieses Muster als Ausgangspunkt kostenlos heruntergeladen und an den konkreten Sachverhalt angepasst werden.

Besondere Regelungen für mitübertragene digitale Assets: Wenn neben der Domain auch die dazugehörige Website (inkl. CMS-Inhalte, Datenbanken, E-Commerce-Shop), E-Mail-Konten oder Social-Media-Accounts mitübertragen werden, muss der Vertrag diese Zusatz-Assets explizit aufführen. Für die Übertragung von Website-Inhalten (Texte, Bilder, Software) können zusätzlich Urheberrechts-Aspekte (UrhG §§ 31, 89) relevant sein, insbesondere wenn Dritte an den Inhalten Urheberrechte halten.

Löschungsverpflichtung und Domainparkierung: Falls der Transfer scheitert (z.B. weil der Erwerber kein DENIC-Mitglied hat), muss der Vertrag regeln, ob die Domain gelöscht, auf einen Parking-Service umgestellt oder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Eine Klausel zur Löschungsverpflichtung schützt den Erwerber bei der Vereinbarung eines Kaufpreises für nicht-funktionale Domains.

Gewährleistung, Haftungsbeschränkung und Rücktrittsrecht: Ein ausgewogener Domain-Übertragungsvertrag enthält Regelungen zur Gewährleistung und Haftungsbeschränkung. Der Übertragende haftet nach BGB §§ 434 ff. analog für Rechtsmängel (z.B. wenn die Domain zu einer Marke Dritter verwechselbar ähnlich ist und Abmahnungen zu erwarten sind), sofern keine gegenteilige Vereinbarung getroffen wurde. Als praxisgerechte Lösung empfehlen sich: (a) ein weitgehender Ausschluss der Sachmängelgewährleistung bei Privateverkäufern (nicht bei B2C-Geschäften nach BGB § 474 — Verbrauchsgüterkauf); (b) eine begrenzte Haftungsobergrenze in Höhe des Kaufpreises für Rechtsmängel; (c) eine Rücktrittsklausel, die es dem Erwerber erlaubt, vom Vertrag zurückzutreten und den Kaufpreis zurückzuerhalten, wenn der Übertragende den Domainumzug nicht innerhalb von 30 Tagen nach Kaufpreiszahlung abschließt (BGB § 323 Abs. 1 — Rücktritt bei nicht fristgerechter Leistung). Für Domains mit einem Wert über EUR 5.000 empfiehlt sich eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt für IT-Recht, der die spezifischen Garantieklauseln angepasst auf den konkreten Domain-Namen und die bekannte Nutzungshistorie formuliert.

So füllen Sie Ihr Domain-Übertragungsvertrag Deutschland aus

Das Ausfüllen des Domain-Übertragungsvertrags für Deutschland erfordert aktuelle Registrar-Daten und eine klare Zahlungsregelung:

Erster Schritt: Identifikation der Parteien. Geben Sie vollständige Angaben zum Übertragenden und Erwerber an. Bei Unternehmen: Firma, Handelsregisternummer (HRB/HRA) und Vertretungsberechtigten angeben. Prüfen Sie, ob der Übertragende tatsächlich als Inhaber im DENIC-WHOIS oder beim Registrar eingetragen ist — dies ist online unter denic.de/domainabfrage/ prüfbar.

Zweiter Schritt: Domain-Bezeichnung und Registrar. Tragen Sie den vollständigen Domain-Namen ein. Prüfen Sie, ob es sich um eine .de-Domain (DENIC), eine .eu-Domain (EURid) oder eine gTLD handelt. Identifizieren Sie den aktuellen Registrar über das WHOIS-Impressum des Registrierungsbestätigungs-E-Mails oder über denic.de. Bei mehreren Domains: vollständige Liste als Anhang.

Dritter Schritt: Mitübertragene Assets. Entscheiden Sie, ob nur der Domain-Name übertragen wird oder ob auch Website-Inhalte, Hosting, E-Mail-Konten oder andere digitale Assets mitveräußert werden. Wenn Website-Inhalte mitveräußert werden, prüfen Sie Urheberrechte an Texten, Bildern und Software. Legen Sie ggf. einen Anhang A mit der vollständigen Asset-Liste an.

Vierter Schritt: Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten. Legen Sie den Kaufpreis (netto, zzgl. 19% USt bei gewerblichem Verkäufer) fest. Prüfen Sie die Zahlungsbedingung: Vorauszahlung birgt Risiken für den Erwerber (Domain wird nach Zahlung nicht übertragen), Zug-um-Zug ist bei DENIC-Domains schwierig zu koordinieren. Bei Beträgen über EUR 1.000 empfiehlt sich eine Escrow-Lösung.

Fünfter Schritt: Übertragungsfrist. Legen Sie eine realistische Übertragungsfrist fest. Bei .de-Domains dauert das DENIC-Umzugsverfahren nach Erstellung des AuthInfo-Codes ca. 1–5 Werktage. Bei gTLDs (ICANN-Transfer) dauert der Prozess 5–7 Werktage.

Sechster Schritt: Garantien abfragen. Fordern Sie vom Übertragenden eine Erklärung, dass keine UDRP-Verfahren, Markenrechts-Abmahnungen oder Pfändungen auf die Domain lasten. Bei wertvoller Domain: lassen Sie sich eine aktuelle WHOIS-Abfrage und einen Auszug aus dem DENIC-Registrar-Portal vorlegen.

Siebter Schritt: Unterzeichnung. Der Vertrag muss von beiden Parteien unterschrieben werden. Die elektronische Signatur (qualifizierte elektronische Signatur nach eIDAS-Verordnung) ist für Domain-Übertragungsverträge rechtlich ausreichend. Eine notarielle Beurkundung ist nicht erforderlich.

Achter Schritt: Bestätigung nach Transfer. Nach abgeschlossenem Inhaberwechsel sollten beide Parteien einen Bestätigungsaustausch vornehmen: Der Erwerber bestätigt schriftlich per E-Mail, dass er als neuer Inhaber im DENIC-WHOIS erscheint (Prüfung unter denic.de/domainabfrage/); der Übertragende bestätigt, dass keine weiteren Zugangsdaten (z.B. Admin-E-Mail-Konten beim bisherigen Registrar) beim Erwerber noch benötigt werden. Dieser Austausch bildet den Abschluss der Vertragserfüllung und verhindert nachträgliche Streitigkeiten darüber, ob der Transfer korrekt vollzogen wurde.

Häufige Fehler bei Ihrem Domain-Übertragungsvertrag Deutschland

Häufige Fehler bei Domain-Übertragungsverträgen in Deutschland führen zu gescheiterten Transfers und rechtlichen Streitigkeiten.

Kein schriftlicher Vertrag — fehlender Rechtsschutz bei Streit: Der gravierendste Fehler ist der Verzicht auf einen schriftlichen Vertrag bei Domain-Transaktionen. Mündliche Einigungen über Domain-Verkäufe sind zwar rechtlich gültig, aber im Streitfall schwer zu beweisen. Registrare und DENIC verlangen für den Inhaberwechsel keine vertraglichen Unterlagen — dies bedeutet jedoch, dass ein Übertragende, der Zahlungsansprüche bestreitet, ohne schriftlichen Vertrag schwer zu belangen ist.

Fehlende AuthInfo / Transfer-Mitwirkungspflicht nicht vertraglich gesichert: Ein häufiges Problem: Der Übertragende erhält den Kaufpreis, initiiert aber nicht den DENIC-Domainumzug. Ohne ausdrückliche vertragliche Verpflichtung mit Frist und Vertragsstrafe hat der Erwerber nur einen allgemeinen Schadensersatzanspruch nach BGB § 280, der in der Praxis schwer durchzusetzen ist. Empfehlung: Escrow-Abwicklung vereinbaren, bei der der Kaufpreis erst nach erfolgtem Transfer ausgezahlt wird.

Markenrechtliche Due Diligence unterlassen: Viele Erwerber versäumen es, vor dem Domain-Kauf eine markenrechtliche Recherche durchzuführen. Das DPMA-Markenregister (dpma.de) ist kostenlos einsehbar; zusätzlich sollte das EUIPO-Register für Unionsmarken (euipo.europa.eu) abgefragt werden. Eine Domain, die mit einer eingetragenen Marke verwechselbar ist, kann nach MarkenG § 14 Abs. 2 Nr. 2 angegriffen werden — auch wenn der Erwerber in gutem Glauben gehandelt hat.

Keine Klärung von Hosting-Vertragspflichten: Wenn die Domain noch an aktive Hosting-Verträge gebunden ist (z.B. Paketangebote, bei denen Domain und Hosting kombiniert sind), kann der Transfer zur Kündigung des Hosting-Vertrags führen. Der Erwerber muss sicherstellen, dass bestehende E-Mail-Konten und Website-Daten vor dem Transfer gesichert werden. Der bisherige Registrar kann nach einer Inhaber-Änderung die Hosting-Dienstleistungen einstellen.

Steuerliche Behandlung vergessen: Bei Domain-Käufen über EUR 1.000 sollten beide Parteien die umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Behandlung klären. Gewerbliche Domain-Händler (die Domains wiederholt kaufen und verkaufen) erzielen gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG. Bei unentgeltlicher Übertragung (Schenkung) kann Schenkungsteuer nach ErbStG anfallen, wenn der Verkehrswert der Domain den Freibetrag (§ 16 ErbStG) übersteigt.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. § 16 ErbStGDE official
  2. § 15 EStGDE official
  3. eIDASEU official

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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