Skip to main content

Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland

Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Bundesrepublik Deutschland — EStG §37; AO §240

Kopf

gemäß EStG §37 Abs. 3 Satz 3

An das [Finanzamt]

Datum: [Antrag Datum]

I. Steuerpflichtiger

STEUERPFLICHTIGER

Name: [Name]

Anschrift: [Adresse]

Steuernummer: [Steuernummer]

II. Bisherige Vorauszahlungen

BESTEHENDE VORAUSZAHLUNGSFESTSETZUNG

Letzter Vorauszahlungsbescheid vom: [Bescheid Datum]

Bisheriger Vorauszahlungsbetrag je Quartal: [Bisheriger Betrag]

Veranlagungszeitraum: [Veranlagungsjahr]

III. Antrag und Begründung

HERABSETZUNGSANTRAG

Einkunftsart: [Einkunftsart]

Voraussichtliche Einkünfte im Veranlagungsjahr [Veranlagungsjahr]: [Voraussichtliches Einkommen]

Ich beantrage, die Einkommensteuer-Vorauszahlungen ab dem Termin [Ersttermin] auf je [Neue Vorauszahlung] € herabzusetzen (EStG §37 Abs. 3 Satz 3).

BEGRÜNDUNG

[Begründung]

Unterschrift

[Adresse], [Antrag Datum]

[Name]

(eigenhändige Unterschrift)

Steuerpflichtiger / Antragsteller

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland?

Die Einkommensteuer-Vorauszahlungen werden nach EStG §37 Abs. 1 vom Finanzamt festgesetzt und sind an vier festen Terminen im Jahr fällig: 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember. Bemessungsgrundlage ist die Einkommensteuerschuld des letzten Veranlagungszeitraums — das heißt: Das Finanzamt setzt die Vorauszahlungen zunächst auf Basis des letzten geprüften Steuerbescheids fest (EStG §37 Abs. 3 Satz 1). Sinkt das Einkommen im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr erheblich, zahlt der Steuerpflichtige ohne Anpassung der Vorauszahlungen zu viel und muss bis zur Einkommensteuererklärung auf die Erstattung warten — was zu erheblichen Liquiditätsproblemen führen kann.

Den Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen nach EStG §37 Abs. 3 Satz 3 stellt der Steuerpflichtige beim zuständigen Finanzamt (Wohnsitz- oder Betriebsfinanzamt). Das Finanzamt ist verpflichtet, die Vorauszahlungen anzupassen, wenn sich die Einkommensverhältnisse gegenüber der Grundlage des letzten Vorauszahlungsbescheids voraussichtlich wesentlich (d.h. um mehr als 20 % oder mehr als 2.556 €) verändert haben (EStG §37 Abs. 3 Satz 2). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in mehreren Urteilen (u.a. BFH BStBl II 2004, 995; BFH BStBl II 2010, 612) die Grundsätze der Vorauszahlungsanpassung präzisiert.

Besonders relevant ist der Antrag auf Herabsetzung für Selbstständige (EStG §15 — Gewerbebetrieb, §18 — freiberufliche Tätigkeit), Vermieter (EStG §21 — Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) und Landwirte (EStG §13) bei wirtschaftlichem Rückgang, Krankheit, Mandatsverlust, Mietausfall oder anderen unvorhergesehenen Einkommensrückgängen. Auch bei Renteneintritt und damit verbundenem Einkommensabfall kann eine Herabsetzung beantragt werden.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Anpassung bei erhöhten Betriebsausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen nach EStG §33: Wenn im laufenden Jahr voraussichtlich deutlich höhere steuerlich abzugsfähige Ausgaben anfallen als im Vorjahr, kann eine Herabsetzung der Vorauszahlung beantragt werden.

Wann brauchen Sie Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland?

Ein Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen in Deutschland nach EStG §37 ist in folgenden Situationen sinnvoll und erforderlich:

**Umsatzrückgang bei Selbstständigen und Freiberuflern:** Wenn die Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit (EStG §18) oder aus Gewerbebetrieb (EStG §15) im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken sind — z.B. durch Kundenverlust, Krise in der Branche, verminderte Auftragslage, Erkrankung oder Elternzeit — sollte umgehend eine Herabsetzung beantragt werden.

**Mietausfall und Leerstand:** Vermieter, die aufgrund von Mieterinsolvenz, Leerstand, Wasserschäden oder vergleichbaren Ereignissen geringere Mieteinnahmen erzielen als im Vorjahr, können eine Herabsetzung der Vorauszahlungen aus Vermietungseinkünften (EStG §21) beantragen.

**Außergewöhnliche Betriebsausgaben:** Wenn im laufenden Jahr erhebliche betriebliche Investitionen getätigt wurden oder besondere Betriebsausgaben anfallen (z.B. umfangreiche Renovierung eines betrieblichen Gebäudes, unerwartete Reparaturen, außerordentliche Personalkosten), die den Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich mindern, kann die Vorauszahlung herabgesetzt werden.

**Hohe außergewöhnliche Belastungen (EStG §33):** Bei außergewöhnlich hohen persönlichen Belastungen — schwere Erkrankung mit nicht erstatteten Behandlungskosten, Pflegekosten für Angehörige, Katastrophenschäden — kann eine Minderung der Vorauszahlungen beantragt werden.

**Renteneintritt oder Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit:** Bei Aufgabe des Gewerbebetriebs oder der freiberuflichen Tätigkeit im laufenden Jahr entfällt die Einkunftsquelle; die Vorauszahlungen sind auf null herabzusetzen.

**Erhöhte Werbungskosten oder Sonderausgaben:** Wenn im laufenden Jahr deutlich höhere Werbungskosten (EStG §9) oder Sonderausgaben (EStG §§10–10b) anfallen als im Vorjahr (z.B. Weiterbildungskosten, Kirchensteuer, Spenden, Versicherungsbeiträge), kann eine Anpassung der Vorauszahlungen beantragt werden.

Was gehört in Ihr Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland?

Ein vollständiger Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen in Deutschland nach EStG §37 enthält folgende Pflichtangaben:

**1. Steuerpflichtiger und Steuernummer** Vollständiger Name, Anschrift, Geburtsdatum und Steuernummer (beim zuständigen Finanzamt). Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren oder Lebenspartnern (§26b EStG): beide Namen und gemeinsame Steuernummer. Die Steuernummer findet sich auf dem letzten Einkommensteuerbescheid oder dem letzten Vorauszahlungsbescheid.

**2. Bezugnahme auf den Vorauszahlungsbescheid** Datum und Aktenzeichen des letzten Einkommensteuer-Vorauszahlungsbescheids. Die festgesetzten Vorauszahlungsbeträge (10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember) laut Bescheid — diese sollen herabgesetzt werden.

**3. Voraussichtliches Einkommen des laufenden Jahres** Darlegung der voraussichtlichen Einkünfte des laufenden Veranlagungszeitraums nach den relevanten Einkunftsarten: Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§15 EStG), aus selbstständiger Arbeit (§18 EStG), aus Vermietung und Verpachtung (§21 EStG), aus Kapitalvermögen (§20 EStG, sofern nicht der Abgeltungsteuer unterworfen), sonstige Einkünfte (§22 EStG). Das Finanzamt verlangt keine Buchführung oder Belege, jedoch eine plausible Schätzung.

**4. Begründung der Einkommensminderung** Konkrete Darlegung, weshalb die Einkünfte im laufenden Jahr geringer sind als im Vorjahr: Umsatzrückgang (mit Zahlen belegt), Kundenverlust, Krankheit, Leerstand, erhöhte Ausgaben. Je konkreter die Begründung, desto wahrscheinlicher die Stattgabe durch das Finanzamt. Das Finanzamt schätzt nach AO §162, wenn keine Angaben gemacht werden.

**5. Beantragte Herabsetzung (neuer Vorauszahlungsbetrag)** Der neue vorgeschlagene Vorauszahlungsbetrag je Quartal. Empfehlung: Berechnen Sie die voraussichtliche Einkommensteuerschuld für das laufende Jahr auf Basis der erwarteten Einkünfte und teilen Sie sie durch vier. Fügen Sie eine überschlägige Einkommensteuerberechnung bei (Vorab-Prognose).

**6. Ab welchem Vorauszahlungstermin gilt die Herabsetzung?** Der Antrag soll für welche(n) Vorauszahlungstermin(e) gelten: 10. Juni, 10. September, 10. Dezember (des laufenden Jahres). Eine rückwirkende Herabsetzung bereits bezahlter Vorauszahlungen ist nicht möglich — diese werden erst im Rahmen der Jahressteuererklärung verrechnet.

**7. Unterlagen (optional, aber empfehlenswert)** BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) des laufenden Jahres als Anlage, sofern vorhanden; Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) für die abgelaufenen Monate; Mietverträge oder Belege für Leerstand (bei Vermietungseinkünften). forms-legal.com bietet die Vorlage für den Herabsetzungsantrag mit allen Pflichtfeldern. Beachten Sie auch de-gewerbesteuer-vorauszahlung-anpassung als verwandtes Dokument, das häufig gleichzeitig gestellt wird.

So füllen Sie Ihr Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland aus

Den Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen füllen Sie in folgenden Schritten aus:

**Schritt 1: Steuernummer und Finanzamt ermitteln** Tragen Sie Ihre Steuernummer ein, die auf dem letzten Einkommensteuerbescheid oder Vorauszahlungsbescheid steht. Das zuständige Finanzamt ist das Finanzamt Ihres Hauptwohnsitzes (für nicht-gewerbliche Einkünfte) oder Betriebsfinanzamt (für gewerbliche und freiberufliche Einkünfte). Bei mehreren Einkunftsquellen kann es mehrere zuständige Finanzämter geben — Vorauszahlungen setzt in der Regel das Wohnsitzfinanzamt fest.

**Schritt 2: Bisherigen Vorauszahlungsbescheid heranziehen** Nehmen Sie den letzten Vorauszahlungsbescheid des Finanzamts zur Hand. Notieren Sie: Bescheiddatum, Aktenzeichen, die festgesetzten Vorauszahlungsbeträge je Quartal (z.B. je 3.500 €).

**Schritt 3: Voraussichtliche Einkünfte schätzen** Schätzen Sie Ihre voraussichtlichen Einkünfte für das laufende Kalenderjahr. Nutzen Sie die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben der bisherigen Monate als Basis. Beispiel: In den ersten sechs Monaten haben Sie 30.000 € Einnahmen und 20.000 € Betriebsausgaben — Gewinn 10.000 €. Hochgerechnet auf das Jahr: ca. 20.000 € Jahresgewinn statt 50.000 € im Vorjahr.

**Schritt 4: Voraussichtliche Einkommensteuerschuld berechnen** Berechnen Sie die Einkommensteuer auf das voraussichtliche zu versteuernde Einkommen (zvE). Hilfsmittel: BMF-Steuerrechner (www.bmf.steuerrechner.de). Ziehen Sie ggf. Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer-Anrechnung nach §35 EStG ab. Das Ergebnis geteilt durch vier ergibt die neue Vorauszahlung je Quartal.

**Schritt 5: Antrag begründen** Erläutern Sie knapp und substanziiert, warum Ihr Einkommen im laufenden Jahr geringer als im Vorjahr ist: Kundenverlust, Krankheit, Mietausfall, erhöhte Investitionen. Das Finanzamt prüft die Plausibilität; bei unzureichender Begründung kann es den Antrag ablehnen oder nur teilweise stattgeben.

**Schritt 6: Antrag einreichen** Antrag kann per ELSTER (elektronisches Steuerportal des Bundes und der Länder, www.elster.de) oder schriftlich beim Finanzamt eingereicht werden. ELSTER-Formular: »Antrag auf Anpassung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer«. Bei Einreichung per Post: Einschreiben mit Rückschein empfohlen. Das Finanzamt entscheidet in der Regel innerhalb von 2–8 Wochen.

**Schritt 7: Erlass des neuen Vorauszahlungsbescheids abwarten** Nach stattgebendem Bescheid des Finanzamts gilt der neue Vorauszahlungsbetrag ab dem nächsten fälligen Termin (10. Juni, 10. September oder 10. Dezember). Bis zum neuen Bescheid gilt die alte Festsetzung — zahlen Sie pünktlich, um Säumniszuschläge nach AO §240 zu vermeiden.

Häufige Fehler bei Ihrem Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland

Häufige Fehler beim Antrag auf Einkommensteuer-Vorauszahlung Herabsetzung in Deutschland und wie man sie vermeidet:

**Zu späte Antragstellung:** Eine rückwirkende Herabsetzung bereits gezahlter Vorauszahlungen ist nicht möglich. Bezahlte Überschüsse werden erst mit der Jahressteuererklärung verrechnet. Stellen Sie den Antrag möglichst frühzeitig — spätestens vier Wochen vor dem nächsten Vorauszahlungstermin, damit das Finanzamt rechtzeitig entscheiden kann.

**Unzureichende Begründung:** Allgemeine Aussagen wie »mein Einkommen ist gesunken« überzeugen das Finanzamt nicht. Geben Sie konkrete Zahlen: bisherige monatliche Einnahmen und Ausgaben, Namen von Kunden die weggefallen sind (ohne Datenschutzverstoß), Monate des Ausfalls, Höhe des erwarteten Einkommensrückgangs in Euro. Je substanziierter, desto besser.

**Vorauszahlungen zu niedrig ansetzen:** Wer die Vorauszahlungen zu stark herabsetzen lässt und am Jahresende eine hohe Nachzahlung hat, wird mit Nachzahlungszinsen nach AO §233a belastet (1,8 % jährlich ab dem 15. Monat nach Jahresende). Setzen Sie die neue Vorauszahlung realistisch an — lieber etwas höher als zu niedrig.

**Gewerbesteuer-Vorauszahlung vergessen:** Selbstständige Gewerbetreibende müssen neben der Einkommensteuer-Vorauszahlung auch die Gewerbesteuer-Vorauszahlung beim zuständigen Finanzamt anpassen lassen (GewStG §21). Beide Anträge können oft gleichzeitig oder mit demselben Schreiben gestellt werden — aber vergessen Sie nicht, beide anzupassen.

**Antrag nur für einen Termin stellen:** Wenn das Einkommen dauerhaft gesunken ist, sollte die Herabsetzung für alle verbleibenden Vorauszahlungstermine des Jahres beantragt werden (z.B. Juni, September, Dezember), nicht nur für den nächsten Termin. Andernfalls müssen für jeden Termin separate Anträge gestellt werden.

**Keine Kopie des Antrags behalten:** Da der Antrag formfrei gestellt werden kann und das Finanzamt nicht immer eine Eingangsbestätigung sendet, sollten Sie stets eine Kopie des Antrags und — bei Postweg — einen Einschreibe-Beleg aufbewahren. Im Streitfall trägt der Steuerpflichtige die Beweislast, dass der Antrag gestellt wurde.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. §26b EStGDE official
  2. §15 EStGDE official
  3. §18 EStGDE official
  4. §21 EStGDE official
  5. §20 EStGDE official
  6. §22 EStGDE official
  7. §35 EStGDE official

Diese Seite zitieren

Verweisen Sie auf diese kostenlose Vorlage in einem Artikel, Lehrplan oder Forschungsbericht:

APA

Forms Legal. (2026). Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland (Deutschland) [Legal document template]. Forms Legal. https://forms-legal.com/de/deutschland/government/tax-forms/einkommensteuer-vorauszahlung-herabsetzung-deutschland

MLA

"Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland (Deutschland)." Forms Legal, 2026, https://forms-legal.com/de/deutschland/government/tax-forms/einkommensteuer-vorauszahlung-herabsetzung-deutschland.

BibTeX
@misc{formslegal-einkommensteuer-vorauszahlung-herabsetzung-deutschland,
  author       = {{Forms Legal}},
  title        = {Einkommensteuer Vorauszahlung Herabsetzung Deutschland (Deutschland)},
  year         = {2026},
  howpublished = {\url{https://forms-legal.com/de/deutschland/government/tax-forms/einkommensteuer-vorauszahlung-herabsetzung-deutschland}},
  note         = {Free legal document template}
}

Häufig gestellte Fragen

Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

Diese Vorlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Gesetze sind je nach Rechtsordnung unterschiedlich und ändern sich im Laufe der Zeit. Konsultieren Sie für Ihren konkreten Fall einen qualifizierten Rechtsanwalt.Vollständiger Haftungsausschluss

Fehler gefunden? Sagen Sie uns Bescheid