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Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland

Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand

Bundesrepublik Deutschland — EStG §§ 10, 10a; AltZertG; SGB IV; AO § 149

ANLAGE VORSORGEAUFWAND ZUR EINKOMMENSTEUERERKLÄRUNG

Sonderausgaben Altersvorsorge und Krankenversicherung nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2–3a (Basisversorgung, Krankenversicherung, sonstige Vorsorge), § 10a (Riester-Rente); AltZertG § 1 (Produktzertifizierung); SGB IV §§ 159–160 (Beitragsbemessungsgrenze); AO §§ 149, 150 (Erklärungspflicht, Richtigkeit der Angaben)

Veranlagungsjahr [Veranlagungsjahr]

Steuerpflichtige Person

ANGABEN ZUR PERSON

Name: [Steuerpflichtiger Name]

Steueridentifikationsnummer (AO § 139b): [Steuer-IdNr.]

Beschäftigungsstatus: [Beschäftigungsart]

Einzureichen bei: [Finanzamt]

§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG — Beiträge zur Basisversorgung

BASISVERSORGUNG — EStG § 10 ABS. 1 NR. 2 (Höchstbetrag 2024: 27.566 EUR)

Gesetzliche Rentenversicherung AN-Anteil (DRV, SGB VI § 168): EUR [GRV-Beitrag AN-Anteil]

Berufsständisches Versorgungswerk (§ 10 Abs. 1 Nr. 2a i. V. m. SGB VI § 6 Abs. 1 Nr. 1): EUR [Versorgungswerk-Beitrag]

Rürup-Basisrente (AltZertG, EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2b): EUR [Rürup-Beitrag]

Zwischensumme Basisversorgung: EUR [GRV + Versorgungswerk Summe] (100 % absetzbar ab VJ 2023, Höchstbetrag 27.566 EUR)

§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG — Kranken- und Pflegeversicherung

KRANKEN- UND PFLEGEVERSICHERUNG — EStG § 10 ABS. 1 NR. 3 (ohne Höchstbetrag — vollständig absetzbar)

GKV-Beitrag AN-Anteil Basisabsicherung (SGB V §§ 241, 242): EUR [GKV-Beitrag AN-Anteil]

Pflegeversicherung AN-Anteil (SGB XI § 55): EUR [Pflegeversicherungs-Beitrag]

PKV-Beitrag Basisabsicherung (§ 10 Abs. 1 Nr. 3): EUR [PKV-Basisabsicherungsbeitrag]

§ 10a EStG — Riester-Altersvorsorge

RIESTER-ALTERSVORSORGE — EStG § 10a, §§ 79–99 (Zulagenförderung; Günstigerprüfung §10a Abs. 2)

Eigenbeitrag Riester-Vertrag (Anbieter, Zertifikat-Nr. gemäß AltZertG): EUR [Riester-Eigenbeitrag]

Staatliche Zulagen (ZfA beim BZSt — Grundzulage §84: 175 EUR; Kinderzulagen §85: 185/300 EUR je Kind): EUR [Riester-Zulagen staatlich]

Maximaler Sonderausgabenabzug Riester: 2.100 EUR/Jahr. Das Finanzamt führt die Günstigerprüfung nach § 10a Abs. 2 EStG automatisch durch.

§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG — Sonstige Vorsorgeaufwendungen

SONSTIGE VORSORGEAUFWENDUNGEN — EStG § 10 ABS. 1 NR. 3a (Höchstbetrag: 1.900 EUR AN / 2.800 EUR Selbstständige)

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): EUR [BU-Beitrag]

Sonstige Vorsorge Nr. 3a (private Unfallversicherung, Haftpflicht, Lebensversicherung Altvertrag vor 2005): EUR [Sonstige Vorsorge Nr. 3a]

Hinweis: Wenn Basiskrankenversicherungsbeiträge (Nr. 3) bereits den Höchstbetrag nach § 10 Abs. 4 übersteigen, entfällt der weitere Abzug nach Nr. 3a vollständig.

Ich versichere, dass meine Angaben vollständig und nach bestem Wissen richtig sind (AO § 150 Abs. 2). Alle Nachweise (Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers, Beitragsbescheinigungen der Versicherungsgesellschaften und Versorgungswerke, ZfA-Zulagenbescheinigung) liegen vor und werden auf Anforderung dem Finanzamt vorgelegt.

[Abgabeort], den [Abgabedatum]

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[Steuerpflichtiger Name] (Steuerpflichtige/r)

Beizufügende Nachweise:

— Lohnsteuerbescheinigung (Felder 22, 25, 26, 27)

— Jahresbescheinigungen GKV / PKV (Basisabsicherungsanteil gesondert)

— Jahresbescheinigung Rürup-Anbieter (AltZertG-Zertifikat-Nr.)

— Jahresbescheinigung Riester-Anbieter + ZfA-Zulagenbescheid

— Jahresbescheinigung BU-Versicherer

— Beitragsbescheinigung berufsständisches Versorgungswerk

Steuerpflichtige/r

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland?

Die Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand in Deutschland ist in EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2 (GRV, Versorgungswerke, Rürup-Rente), Nr. 3 (GKV/PKV Basisschutz), Nr. 3a (BU, Haftpflicht, sonstige Vorsorge), § 10a (Riester-Rente Günstigerprüfung) geregelt. Das Bundesverfassungsgericht hat mit BVerfG 2 BvL 17/99 (2002) die frühere steuerliche Ungleichbehandlung von Rentenbeiträgen und -leistungen für verfassungswidrig erklärt und das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG 2005) ausgelöst. Seitdem gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung: Beiträge zur Basisversorgung werden in der Einzahlungsphase progressiv von der Steuer befreit, die Rentenleistungen sind in der Auszahlungsphase nach EStG § 22 Nr. 1 Satz 3 lit. a steuerpflichtig. Ab dem Veranlagungsjahr 2023 sind GRV-Beiträge und Rürup-Beiträge zu 100 % absetzbar bis zum Höchstbetrag von 27.566 EUR (West, einheitlich nach Abschluss der AltEinkG-Übergangsregelung).

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in BFH X R 33/10 die Abgrenzung von Vorsorgeaufwendungen und privaten Lebenshaltungskosten für die Anlage Vorsorgeaufwand präzisiert: Risikolebensversicherungen, Kfz-Kaskoversicherungen und Rechtsschutzversicherungen sind keine Vorsorgeaufwendungen nach § 10 und daher nicht über die Anlage Vorsorgeaufwand absetzbar. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) verwaltet über die Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) die Riester-Zulagenkonten und übermittelt die Zulagendaten elektronisch an das Finanzamt. Für Rürup- und Riester-Verträge gilt nach AltZertG die staatliche Zertifizierungspflicht durch die BaFin. Das BFH in BFH X R 3/08 bestätigte, dass der steuerfreie Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung den Sonderausgabenabzug des Arbeitnehmers entsprechend mindert — daher ist in der Anlage Vorsorgeaufwand stets nur der Arbeitnehmeranteil einzutragen.

Selbstständige und Freiberufler profitieren besonders von der Anlage Vorsorgeaufwand, da sie den vollen GKV-Beitrag (allgemeiner Beitragssatz 14,6 % nach SGB V § 241 + kassenindividueller Zusatzbeitrag nach § 242 ohne Arbeitgeberzuschuss) sowie Rürup-Beiträge vollständig als Sonderausgaben geltend machen können. Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen nach EStG § 10 Abs. 4 beträgt für Selbstständige ohne steuerfreien Arbeitgeberzuschuss 2.800 EUR statt 1.900 EUR für Arbeitnehmer. Angehörige von Heilberufen und freien Berufen — Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater — leisten Pflichtbeiträge an berufsständische Versorgungswerke (z. B. Ärzteversorgung Nordrhein, Bayerische Rechtsanwaltsversorgung) statt in die GRV; diese Beiträge sind nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2a gleichgestellt mit GRV-Beiträgen. Beamte leisten keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, können jedoch Beiträge zu privaten Krankenversicherungen (PKV) und zur Rürup-Basisrente über die Anlage Vorsorgeaufwand nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3 und Nr. 2b geltend machen. Auf forms-legal.com ist diese Vorlage kostenlos zum Download verfügbar. Das Finanzamt prüft die eingetragenen Beiträge gegen die elektronisch übermittelten Daten der Rentenversicherungsträger, Krankenkassen und der ZfA — Abweichungen führen zu Rückfragen des Finanzamts oder zur Festsetzung abweichend von der Erklärung nach AO § 162, weshalb eine sorgfältige Übertragung der Beitragsnachweise und ein Abgleich mit den eigenen Bescheinigungen vor der Abgabe entscheidend sind.

Wann brauchen Sie Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland?

Die Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand in Deutschland wird in folgenden Situationen benötigt:

**Arbeitnehmer mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen oder Arbeitgeberwechsel:** Der Arbeitgeber berücksichtigt beim Lohnsteuerabzug nur die Sozialversicherungsbeiträge des eigenen Beschäftigungsverhältnisses im Rahmen des Einkommensteuerabzugs nach EStG § 38. Wenn im Veranlagungsjahr mehrere Arbeitsverhältnisse bestanden oder ein Arbeitgeberwechsel stattfand, sind die kumulierten Beiträge über alle Beschäftigungen in der Anlage Vorsorgeaufwand zusammenzuführen. Das Finanzamt setzt dann den tatsächlichen Sonderausgabenabzug gemäß EStG § 10 korrekt fest und erstattet gegebenenfalls zu viel abgeführte Lohnsteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung nach AO § 155.

**Selbstständige und Freiberufler mit GKV-Freiwilligenversicherung oder Rürup-Vertrag:** Selbstständige, die freiwillig in der GKV versichert sind (SGB V § 188 Abs. 4), tragen den vollen GKV-Beitrag (allgemeiner Beitragssatz 14,6 % + Zusatzbeitrag) ohne Arbeitgeberzuschuss und machen diesen vollständig in der Anlage Vorsorgeaufwand nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3 geltend. Rürup-Beiträge nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2b sind für Selbstständige ohne GRV-Pflicht die einzige Form der steuerlich geförderten Basisversorgung — bis maximal 27.566 EUR Gesamthöchstbetrag — und werden ausschließlich über die Anlage Vorsorgeaufwand abgesetzt.

**Riester-Günstigerprüfung auslösen:** Steuerpflichtige mit zertifizierten Riester-Verträgen nach AltZertG müssen die Anlage Vorsorgeaufwand einreichen, damit das Finanzamt automatisch die Günstigerprüfung nach EStG § 10a Abs. 2 durchführt: Vergleich des Steuervorteils aus dem Sonderausgabenabzug (bis 2.100 EUR × persönlicher Grenzsteuersatz) mit den von der Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beim BZSt gutgeschriebenen staatlichen Zulagen (Grundzulage 175 EUR nach EStG § 84 + Kinderzulagen nach EStG § 85). Das Finanzamt wählt automatisch die günstigere Variante ohne gesonderten Antrag.

**Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken geltend machen:** Ärzte (Ärzteversorgung Nordrhein, Bayerische Ärzteversorgung, Ärzteversorgung Westfalen-Lippe), Rechtsanwälte (Bayerische Rechtsanwaltsversorgung, Hanseatisches Rechtsanwaltskammerversorgungswerk), Architekten, Apotheker und andere Angehörige von Heilberufen und freien Berufen sind gemäß SGB VI § 6 Abs. 1 Nr. 1 von der GRV-Pflicht befreit und leisten Pflichtbeiträge an ihre berufsständischen Versorgungswerke. Diese Beiträge sind nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2a in der Anlage Vorsorgeaufwand geltend zu machen und fließen in den Gesamthöchstbetrag von 27.566 EUR ein.

**Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) absetzen:** Steuerpflichtige mit eigenständiger BU-Versicherung (nicht als Zusatzbaustein einer anderen Versicherung) müssen die BU-Beiträge in der Anlage Vorsorgeaufwand unter EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3a geltend machen. Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 4 beträgt 1.900 EUR für Arbeitnehmer mit steuerfreiem Arbeitgeberzuschuss und 2.800 EUR für Selbstständige. Wenn PKV-Basisbeiträge den Höchstbetrag bereits ausschöpfen, entfällt der BU-Abzug vollständig — rechtzeitige Planung mit einem Steuerberater der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) sichert den maximalen Abzug.

Was gehört in Ihr Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland?

Die Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand in Deutschland enthält folgende Kernelemente:

**1. Angaben zur Person und Zuordnung zum Veranlagungsjahr** Steueridentifikationsnummer nach AO § 139b (11-stellig, lebenslang unveränderlich), Veranlagungsjahr, zuständiges Finanzamt nach Wohnsitzprinzip (§§ 18, 19 AO). Bei Zusammenveranlagung von Ehegatten nach EStG § 26b werden beide Personen auf einem gemeinsamen Formular erfasst. Beschäftigungsstatus bestimmt den anwendbaren Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen (1.900 EUR Arbeitnehmer mit steuerfreiem Arbeitgeberzuschuss vs. 2.800 EUR Selbstständige nach EStG § 10 Abs. 4).

**2. Basisversorgungsbeiträge nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2 — Höchstbetrag 27.566 EUR** GRV-Arbeitnehmeranteil (DRV Bund oder Knappschaft-Bahn-See, Beitragssatz 2024: AN-Anteil 9,3 % bis Beitragsbemessungsgrenze West 7.550 EUR/Monat nach SGB IV §§ 159, 160) wird aus Lohnsteuerbescheinigung Feld 22 entnommen. Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken nach SGB VI § 6 Abs. 1 Nr. 1 (max. so viel wie GRV-Höchstbeitrag) fließen als gleichgestellte Beiträge in den Gesamthöchstbetrag ein. Rürup-Basisrente nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2b erfordert BaFin-Zertifikat nach AltZertG und Jahresbescheinigung des Anbieters. Summe aller drei Positionen: maximal 27.566 EUR absetzbar (100 % seit VJ 2023).

**3. Kranken- und Pflegeversicherung nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3 — ohne Höchstbetrag** GKV-Arbeitnehmeranteil für Basisabsicherung (allgemeiner Beitragssatz SGB V § 241 + Zusatzbeitrag, AN-Hälfte) aus Lohnsteuerbescheinigung Feld 25. Pflegeversicherungs-Arbeitnehmeranteil (SGB XI § 55, 2024: 3,4 % mit Kindern / 4,0 % ohne Kinder ab 23 Jahren; PUEG-Reform 2023) aus Lohnsteuerbescheinigung Feld 26. PKV-Beitrag für Basisabsicherung (nur der Anteil, der dem gesetzlichen Mindestschutz entspricht — Versicherer stellt Aufteilung aus). Alle drei Positionen sind nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 vollständig absetzbar ohne gesonderten Höchstbetrag. Auf forms-legal.com finden Sie weitere Steuerformular-Vorlagen kostenlos.

**4. Riester-Rente nach EStG § 10a — Günstigerprüfung** Eigenbeitrag zum Riester-Vertrag (AltZertG-zertifiziert: Banksparplan, Fondssparplan, Rentenversicherung, Wohn-Riester) bis maximal 2.100 EUR/Jahr nach EStG § 10a Abs. 1. Staatliche Zulagen: Grundzulage 175 EUR (EStG § 84) + Kinderzulagen 185 EUR je Kind (Geburt vor 2008) / 300 EUR je Kind (ab 2008) nach EStG § 85. Das Finanzamt führt die Günstigerprüfung (§ 10a Abs. 2) automatisch durch: Steuervorteil aus Abzug vs. Zulagen — beste Variante gilt. Zulagen-Verwaltung: ZfA beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Nachweis: Jahresbescheinigung des Riester-Anbieters (Allianz, DWS, Deutsche Bank, Wüstenrot).

**5. Sonstige Vorsorgeaufwendungen nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3a — Höchstbetrag 1.900 / 2.800 EUR** Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Jahresbescheinigung des Versicherers (HDI, Allianz, AXA, Ergo). Private Unfallversicherung mit beruflichem Anteil. Private Haftpflichtversicherung. Kapitallebensversicherungen Altverträge (Abschluss vor 01.01.2005 nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. b). Nicht absetzbar: Kfz-Kaskoversicherung, Rechtsschutzversicherung, Krankentagegeld-Versicherung als eigenständige Police. Wenn Basiskrankenversicherungsbeiträge nach Nr. 3 den Höchstbetrag nach § 10 Abs. 4 bereits übersteigen, entfällt der weitere Abzug nach Nr. 3a vollständig.

**6. Richtigkeit und Aufbewahrungspflicht nach AO § 150** Die Anlage Vorsorgeaufwand ist mit der Unterschrift des Steuerpflichtigen zu versehen (AO § 150 Abs. 3: Erklärung nach bestem Wissen). Belege sind nicht beizufügen, aber auf Anforderung des Finanzamts innerhalb der Aufbewahrungsfrist (empfohlen: 4 Jahre nach Bestandskraft des Bescheids) vorzulegen. ELSTER-Übermittlung nach AO § 87a ist für Arbeitnehmer und Selbstständige möglich; elektronisch übermittelte Daten aus Lohnsteuerbescheinigungen werden vorausgefüllt. Manche Versorgungswerke und PKV-Anbieter übermitteln Beitragsdaten noch nicht automatisch — in diesen Fällen müssen Steuerpflichtige Beitragsbescheinigungen anfordern und manuell eintragen. BFH X R 6/12 bekräftigt: Vorsorgeaufwendungen sind nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip des EStG § 11 im Veranlagungsjahr zu berücksichtigen, in dem sie tatsächlich geleistet wurden, nicht im Jahr der Fälligkeit. Dies ist relevant, wenn Beiträge für ein Jahr im Folgejahr gezahlt werden.

So füllen Sie Ihr Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland aus

So erstellen Sie die Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand in Deutschland korrekt:

**Schritt 1: Belege und Bescheinigungen vollständig zusammenstellen** Folgende Dokumente vor dem Ausfüllen bereithalten: Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers (Felder 22 für GRV, 25 für GKV, 26 für PV, 27 für ALV). GKV-Jahresnachweis der Krankenkasse (TK, AOK, Barmer, BKK) über den tatsächlichen Beitrag inkl. kassenindividuellem Zusatzbeitrag. PKV-Jahresausweis mit Aufteilung Basisschutz / Komfortleistungen. Jahresbescheinigung Rürup-Anbieter (Versicherungsunternehmen oder Fondsgesellschaft — mit AltZertG-Zertifikat-Nummer). Jahresbescheinigung Riester-Anbieter (Eigenbeitrag + Zulagen). BU-Jahresbescheinigung. Beitragsbescheinigung berufsständisches Versorgungswerk.

**Schritt 2: Basisversorgungsbeiträge prüfen und Höchstbetrag nicht überschreiten** GRV-Beitrag + Versorgungswerk-Beitrag + Rürup-Beitrag addieren. Höchstbetrag 2024: 27.566 EUR (West, einheitlich — Angleichung Ost abgeschlossen). Liegt die Summe darunter: vollständig absetzbar (100 % seit VJ 2023). Liegt sie darüber: maximal 27.566 EUR einsetzen, Rest entfällt. BFH X R 38/04 bestätigt: nur tatsächlich geleistete Beiträge sind abzugsfähig, keine fiktiven Beträge.

**Schritt 3: Riester-Günstigerprüfung vorbereiten — Angaben vollständig machen** Eigenbeitrag und staatliche Zulagen vollständig eintragen. Das Finanzamt vergleicht automatisch: Steuervorteil (max. 2.100 EUR Abzug × persönlicher Grenzsteuersatz) gegen tatsächlich gutgeschriebene Zulagen (Grundzulage + Kinderzulagen). Bei Niedrigeinkommensbeziehern mit mehreren Kindern übersteigen die Zulagen häufig den Steuervorteil — das Finanzamt erhält keine Zusatzzahlung, der Steuerpflichtige verliert nichts durch vollständige Angaben. ZfA beim BZSt (Telefon 0228 406-2244) erteilt Auskunft über den aktuellen Zulagenstatus.

**Schritt 4: Sonstige Vorsorgeaufwendungen gegen Höchstbetrag prüfen** Alle Beiträge nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3a addieren: BU + sonstige Vorsorge. Arbeitnehmer: Höchstbetrag 1.900 EUR. Selbstständige ohne steuerfreien Arbeitgeberzuschuss: 2.800 EUR. Wenn die PKV-Basisschutzkosten allein den Höchstbetrag bereits überschreiten (wie bei vielen PKV-Versicherten im gehobenen Tarif möglich), entfällt der weitere Abzug für BU und andere Aufwendungen nach Nr. 3a vollständig — PKV nach Nr. 3 hat Vorrang und ist unbegrenzt absetzbar.

**Schritt 5: Elektronisch via ELSTER einreichen oder unterschriebenes Formular abgeben** ELEKTRONISCH: Im ELSTER-Onlineportal (elster.de) Anlage Vorsorgeaufwand ausfüllen — viele Felder werden aus der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung vorausgefüllt. Prüfen, ob alle Werte mit eigenen Belegen übereinstimmen. Abgabefrist ohne Steuerberater: 31. Juli des Folgejahres (AO § 149 Abs. 2). PAPIER: Formular ausdrucken, handschriftlich ausfüllen und eigenhändig unterschreiben (AO § 150 Abs. 3). Beim Finanzamt einwerfen oder per Post mit Einschreiben einsenden. Bei Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid wegen unberücksichtigter Vorsorgeaufwendungen: schriftlicher Einspruch nach AO § 347 Abs. 1 binnen eines Monats ab Bekanntgabe des Bescheids.

Häufige Fehler bei Ihrem Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand Deutschland

Häufige Fehler bei der Einkommensteuer Anlage Vorsorgeaufwand in Deutschland und wie Sie sie vermeiden:

**Gesamtbeitrag statt Arbeitnehmeranteil eingetragen:** In der Anlage Vorsorgeaufwand ist für GRV und GKV nur der Arbeitnehmeranteil (die Hälfte des Gesamtbeitrags) einzutragen. Der steuerfreie Arbeitgeberanteil ist bereits bei der Beitragsberechnung berücksichtigt und darf nicht erneut geltend gemacht werden. Nachweis: Lohnsteuerbescheinigung weist nur den AN-Anteil aus. BFH X R 3/08 bestätigt, dass der steuerfreie Arbeitgeberanteil den Sonderausgabenabzug des Arbeitnehmers mindert.

**Rürup-Vertrag ohne AltZertG-Zertifikat geltend gemacht:** Nur staatlich zertifizierte Rürup-Verträge mit aktuell gültigem BaFin-Zertifikat nach AltZertG sind nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2b absetzbar. Ältere Kapitallebensversicherungen ohne Rürup-Zertifizierung oder unverzinsliche Einmalzahlungen in Rentenversicherungen ohne Zertifikat werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Zertifikatsstatus beim Anbieter erfragen oder im BZSt-Register prüfen.

**Riester-Zulagen nicht vollständig angegeben:** Viele Steuerpflichtige tragen beim Riester nur den Eigenbeitrag ein und vergessen die staatlichen Zulagen (Grundzulage 175 EUR + Kinderzulagen). Das Finanzamt benötigt beide Werte für die Günstigerprüfung nach EStG § 10a Abs. 2. Werden die Zulagen nicht angegeben, berechnet das Finanzamt möglicherweise einen falschen Steuervorteil. ZfA beim BZSt (Tel. 0228 406-2244) gibt Auskunft über den aktuellen Zulagenstand.

**PKV-Komfortbeiträge als Basisabsicherung deklariert:** PKV-Beiträge für Zusatzleistungen (Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Auslandsreisekrankenversicherung) sind keine Basisabsicherungsbeiträge nach EStG § 10 Abs. 1 Nr. 3 und damit nicht unbegrenzt absetzbar. Sie fallen unter den Höchstbetrag nach § 10 Abs. 4 (1.900 EUR / 2.800 EUR). PKV-Anbieter wie Allianz, Debeka, Hallesche und HUK stellen Jahresbescheinigungen mit Aufteilung aus — nur den Basisschutz-Anteil in Nr. 3 eintragen.

**Berufsständisches Versorgungswerk vergessen:** Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten und andere Angehörige freier Berufe, die nach SGB VI § 6 Abs. 1 Nr. 1 von der GRV befreit sind und Pflichtbeiträge an ihr Versorgungswerk leisten, vergessen häufig, diese Beiträge in der Anlage Vorsorgeaufwand unter EStG § 10 Abs. 1 Nr. 2a geltend zu machen. Diese Beiträge sind wie GRV-Beiträge zu behandeln und fließen in den Gesamthöchstbetrag von 27.566 EUR ein.

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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