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Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland

Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland

BGB §§535–580a Mietrecht | DSGVO Art. 13 | ZwVbG Berlin | Kurtaxe

Nutzungsvereinbarung und Hausordnung

NUTZUNGSVEREINBARUNG UND HAUSORDNUNG Kurzzeitvermietung nach BGB §§535 ff. zwischen [Gastgeber Name] [Gastgeber Anschrift] — nachfolgend »Gastgeber« genannt — und [Gast Name] (Nationalität: [Gast Nationalitaet]) — nachfolgend »Gast« genannt — für die Unterkunft: [Unterkünft Adresse] Beschreibung: [Unterkünft Beschreibung] Maximale Gästeanzahl: [Max Gaeste] Personen

§1 Aufenthaltsdaten und Mietpreis

§1 AUFENTHALTSDATEN UND MIETPREIS 1.1 Check-in: [Checkin Datum] ab [Checkin Zeit] Uhr 1.2 Check-out: [Checkout Datum] bis [Checkout Zeit] Uhr. Bei verspäteter Abreise ohne vorherige Absprache kann der Gastgeber eine Tagespauschale berechnen. 1.3 Gesamtmietpreis: [Gesamtmietpreis] 1.4 Kaution: [Kaution Hoehe] (zahlbar bei Check-in; Rückgabe innerhalb von 3 Werktagen nach Check-out abzüglich dokumentierter Schäden nach BGB §280) 1.5 Zahlungsart: [Zahlungsart] 1.6 Stornierungsbedingungen: [Stornierungsbedingungen]

§2 Hausordnung

§2 HAUSORDNUNG (AGB nach BGB §§305 ff.) 2.1 Rauchen: [Rauchen Erlaubt]. 2.2 Haustiere: [Tier Erlaubt]. 2.3 Ruhezeiten: [Ruhezeiten Hinweis]. Störung der Nachtruhe kann zur sofortigen Kündigung des Mietverhältnisses nach BGB §543 führen. 2.4 Feiern und Veranstaltungen mit mehr als [Max Gaeste] Personen sind ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Gastgebers verboten. 2.5 Müllentsorgung: Müll ist gemäß örtlicher Abfallsatzung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zu trennen. 2.6 Schäden sind dem Gastgeber unverzüglich zu melden. Der Gast haftet nach BGB §280 für vorsätzlich verursachte Schäden. 2.7 Schlüsselverlust: Kosten für Schlüsselersatz und Schlosswechsel trägt der Gast nach BGB §280.

§3 Datenschutz und Meldepflicht

§3 DATENSCHUTZ UND MELDEPFLICHT 3.1 Personenbezogene Daten des Gastes werden nach DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. b (Vertragserfüllung) und Art. 6 Abs. 1 lit. c (gesetzliche Meldepflicht nach §29 BMG) verarbeitet und nach Ablauf der steuerlichen Aufbewahrungsfrist (6 Jahre nach §147 AO) gelöscht. 3.2 Bei ausländischen Staatsangehörigen besteht eine Meldepflicht nach §29 BMG. Der Gast erklärt sich bereit, die erforderlichen Angaben für den Beherbergungsschein zu machen. §4 SCHLUSSBESTIMMUNGEN Anwendbares Recht: Deutsches Recht. Gerichtsstand: [Vertragsort]. Salvatorische Klausel: Unwirksamkeit einer Klausel lässt die übrigen Bestimmungen unberührt (BGB §139 analog). [Vertragsort], den [Checkin Datum] ___________________________ [Gastgeber Name] (Gastgeber) ___________________________ [Gast Name] (Gast)

Gastgeber

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Signature

Gast

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Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland?

Kernbestandteil der Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland ist die Hausordnung, die Verhaltensregeln wie Ruhezeiten, Rauchverbote, Tierhaltungsverbote und Maximalanzahl der Gäste festlegt. Diese Regeln sind als Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nach BGB §§305–310 zu behandeln, sobald sie standardmäßig vorformuliert und nicht individuell ausgehandelt werden. Das bedeutet: Überraschende oder unangemessen benachteiligende Klauseln sind nach BGB §305c bzw. §307 unwirksam, selbst wenn der Gast sie akzeptiert hat.

Der rechtliche Rahmen für Kurzzeitvermietungen in Deutschland setzt sich aus mehreren Ebenen zusammen: dem Bundesrecht (BGB §§535–580a für Mietrecht, EStG §21 für Steuerrecht), dem Landesrecht (Zweckentfremdungsgesetze in Berlin, München, Hamburg) und dem kommunalen Recht (Kurtaxe, Tourismusabgaben). In Berlin gilt das Zweckentfremdungsverbotsgesetz (ZwVbG), das die Kurzzeitvermietung auf 90 Tage pro Kalenderjahr begrenzt. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 500.000 Euro nach §4 ZwVbG Berlin sanktioniert werden.

Gegenüber dem klassischen Mietvertrag nach BGB §535 weist die Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland wesentliche Unterschiede auf: Die Kautionsbegrenzung auf drei Monatsmieten nach BGB §551 gilt nicht für Ferienwohnungen, da §551 nur auf Wohnraumdauermietverhältnisse anwendbar ist. Das Kündigungsschutzrecht nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) und der soziale Kündigungsschutz des Mietrechts gelten ebenfalls nicht, da keine dauerhafte Nutzung zum Wohnen begründet wird.

Für Gastgeber, die ihre Wohnung lediglich untervermieten, ist nach BGB §553 zunächst die Zustimmung des Hauptvermieters erforderlich. Der Hauptvermieter darf die Zustimmung nur aus wichtigen Gründen verweigern. Ohne Erlaubnis riskiert der Mieter die fristlose Kündigung nach BGB §543. Wohnungseigentümer müssen in Eigentümergemeinschaften (WEG) ggf. die Teilungserklärung und WEG-Beschlüsse beachten, die Kurzzeitvermietung einschränken können (BGH, Urteil v. 12.11.2021, Az. V ZR 204/20).

Melderechtlich sind Gastgeber verpflichtet, ausländische Gäste nach §29 Bundesmeldegesetz (BMG) anzumelden; für inländische Gäste gilt die Beherbergungsmeldepflicht nicht. Die Beherbergungssteuer (Bettensteuer oder Citytax) wird in deutschen Großstädten wie Hamburg (Kultur- und Tourismustaxe, ca. 5 % des Übernachtungspreises) erhoben und vom Gastgeber abgeführt. Airbnb-Gastgeber in Deutschland sollten sicherstellen, dass alle steuerlichen Meldepflichten gegenüber dem Finanzamt und der Gemeinde erfüllt werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) gelten auch für private Gastgeber, sobald sie systematisch personenbezogene Gästedaten verarbeiten. Melderechtlich besteht nach §29 Bundesmeldegesetz (BMG) für ausländische Gäste eine Beherbergungsmeldepflicht.

Wann brauchen Sie Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland?

Eine Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland wird benötigt, sobald eine Wohnung, ein Zimmer oder ein Ferienhaus kurzfristig an Gäste vermietet wird — unabhängig davon, ob die Vermietung über Airbnb, Booking.com, VRBO oder direkt erfolgt. Ohne schriftliche Nutzungsvereinbarung fehlt die Grundlage, um Hausregeln gegenüber dem Gast durchzusetzen, und im Schadensfall ist die Beweislage schwierig.

Eigentümer, die ihre Ferienwohnung in Fremdenverkehrsgemeinden wie Bayern, Schwarzwald oder an der Nordseeküste vermieten, benötigen eine Nutzungsvereinbarung, die neben den Hausregeln auch die Kurtaxe-Verpflichtungen des Gastes nach den jeweiligen Kurtaxesatzungen der Gemeinde regelt. Viele Gemeinden verlangen eine Anmeldung bei der Kurverwaltung und monatliche Abführung der Kurtaxe.

In Städten wie Berlin, München und Hamburg, wo Zweckentfremdungsverbote gelten, hilft die schriftliche Nutzungsvereinbarung, die zulässige Nutzungsdauer (maximal 90 Tage in Berlin nach ZwVbG) zu dokumentieren und im Fall einer Kontrolle durch das Bezirksamt nachzuweisen. Die Vereinbarung sollte das Mietbeginn- und -enddatum, die tatsächliche Übernachtungsanzahl und den Buchungsnachweis der Plattform enthalten.

Vermieter, die ihre Immobilie nur teilweise vermieten (z. B. ein Zimmer, während sie selbst wohnen), benötigen eine klare Nutzungsvereinbarung zur Abgrenzung der gemeinschaftlich genutzten Bereiche wie Küche, Bad und Hauseingang sowie zur Regelung der Schlüsselübergabe. Diese Situation ist nach BGB §535 als Mitvermietung zu qualifizieren und unterliegt besonderen Rücksichtnahmepflichten nach BGB §241 Abs. 2.

Bei Vermietungen an Geschäftsreisende oder für Fortbildungszwecke (Corporate Housing) ist eine Nutzungsvereinbarung nach BGB §535 unverzichtbar, um den gewerblichen Charakter zu dokumentieren und von der privaten Vermietung abzugrenzen. Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich erheblich: Gewerbliche Vermietung unterliegt nach EStG §15 der Gewerbesteuer, während private Vermietung nach EStG §21 als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gilt.

Gastgeber, die eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) verwalten oder in einer solchen wohnen, benötigen eine Nutzungsvereinbarung, die die WEG-Hausordnung nach WEG §14 und §15 inkorporiert. Nach BGH, Urteil v. 12.11.2021, Az. V ZR 204/20 können Wohnungseigentümer durch mehrheitlichen Beschluss die Kurzzeitvermietung einschränken oder untersagen. Die Nutzungsvereinbarung muss mit der Gemeinschaftsordnung übereinstimmen, um rechtlich wirksam zu sein.

Was gehört in Ihr Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland?

Eine rechtssichere Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland enthält folgende Kernelemente:

Vertragsparteien und Objektbeschreibung: Vollständiger Name und Anschrift des Gastgebers sowie des Gastes, genaue Adresse der Unterkunft (Straße, Hausnummer, Etage, PLZ, Ort), Beschreibung der überlassenen Räume (Anzahl Zimmer, Gemeinschaftsbereiche) und maximal zulässige Gästeanzahl. Ohne klare Objektbeschreibung kann der Gast mehr Bereiche beanspruchen als vorgesehen.

Mietdauer und Nutzungszeit: Genaues Datum und Uhrzeit von Check-in (z. B. 15:00 Uhr) und Check-out (z. B. 11:00 Uhr) nach BGB §535. Klausel zur verspäteten Abreise und den Konsequenzen (z. B. zusätzliche Tagespauschale). In Berlin: Nachweis, dass die 90-Tage-Grenze nach ZwVbG eingehalten wird.

Hausordnung und Verhaltensregeln: Rauchverbot in Innenräumen (durchsetzbar nach BGB §541), Haustierverbot (BGH analog), Ruhezeiten (22:00–06:00 Uhr sowie 13:00–15:00 Uhr nach Länderregelungen), Verbot von Feiern und Veranstaltungen, Nutzungsregeln für Küche, Balkon und Außenbereiche. Diese Regeln sind als AGB nach BGB §305 dem Gast vor Buchungsabschluss zur Kenntnis zu geben.

Kaution und Schadensersatz: Höhe der Sicherheitsleistung (frei vereinbar, da §551 BGB nicht gilt), Zahlungsmodalitäten (Kreditkarte, Plattformzahlung oder Barzahlung bei Check-in), Verfahren zur Schadenserfassung und Dokumentation (Fotos vor und nach Aufenthalt), Rückgabefristen nach Abzügen. Schadensersatzklauseln müssen individuell verhandelt oder AGB-konform sein.

Datenschutzhinweis nach DSGVO: Informationspflicht nach Art. 13 DSGVO über die Verarbeitung personenbezogener Gästedaten. Angabe von Zweck (Vertragserfüllung), Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO), Speicherdauer und Löschfristen. Ausweiskopien dürfen nicht dauerhaft gespeichert werden; Meldepflicht nach §29 BMG für ausländische Gäste beachten.

Stornierungsregelung: Klare Regelung, welcher Anteil des Mietpreises bei Stornierung zu welchem Zeitpunkt erstattet wird (z. B. 100 % bei Stornierung > 14 Tage vor Ankunft, 50 % bei 7–14 Tagen, 0 % darunter). Diese Klausel muss AGB-rechtlich ausgewogen sein und darf keine unangemessene Benachteiligung nach BGB §307 darstellen.

Haftungsausschluss: Begrenzung der Haftung des Gastgebers auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit nach BGB §276 Abs. 3. Vollständiger Ausschluss der Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist bei AGB nach BGB §309 Nr. 7 unzulässig. Haftung des Gastes für vorsätzliche Schäden und Verlust von Schlüsseln gemäß BGB §280 sollte ausdrücklich geregelt sein.

Muster und Vorlagen für die Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland stehen auf forms-legal.com kostenlos zum Download bereit, angepasst an aktuelle BGB-Vorschriften, DSGVO-Anforderungen und die Zweckentfremdungsgesetze der deutschen Bundesländer 2026.

Kurtaxe und Tourismusabgaben: In Kur- und Fremdenverkehrsorten wie Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen erhebt die Gemeinde eine Kurtaxe (auch Fremdenverkehrsabgabe) nach den jeweiligen Kurtaxesatzungen. Der Gastgeber ist verpflichtet, die Kurtaxe bei den Gästen einzuziehen und monatlich an das Kuramt abzuführen. Sätze variieren je nach Gemeinde zwischen 0,50 Euro und 4,00 Euro pro Person und Nacht. Bei unterlassener Abführung drohen Nachforderungen und Ordnungswidrigkeitssanktionen nach dem jeweiligen Landesrecht. In Hamburg gilt die Kultur- und Tourismustaxe (Citytax) von ca. 5 % des Nettomietpreises nach dem Hamburgischen Gesetz über die Kultur- und Tourismustaxe. Außerdem sollte die Vereinbarung eine Klausel zur ordnungsgemäßen Mülltrennung nach den kommunalen Abfallsatzungen enthalten. Viele Gemeinden verhängen Bußgelder bei falscher Mülltrennung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Der Gastgeber sollte dem Gast eine Übersicht der Mülltonnen und Abholzeiten aushändigen.

So füllen Sie Ihr Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland aus

Die Airbnb Nutzungsvereinbarung Deutschland füllen Sie in folgenden Schritten aus:

Schritt 1 — Gastgeber und Unterkunft eintragen: Vollständiger Name oder Firma des Gastgebers, vollständige Adresse der Unterkunft (Straße, Hausnummer, Etage, PLZ, Ort). Falls Sie als GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) vermieten, tragen Sie die Handelsregisternummer und den Geschäftsführernamen ein. Angabe des Vermietungszwecks: 'privat' (EStG §21) oder 'gewerblich' (EStG §15).

Schritt 2 — Gastdaten erfassen: Name, Vorname, Geburtsdatum und Nationalität des Hauptgastes sowie Anzahl und Namen der Mitreisenden. Bei ausländischen Staatsangehörigen besteht Meldepflicht nach §29 BMG: Ankunftsdatum, Abreisedatum und Herkunftsland erfassen. Ausweiskopien dürfen aus Datenschutzgründen (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO) nur kurzfristig aufbewahrt werden.

Schritt 3 — Mietdauer festlegen: Genaues Check-in-Datum und Uhrzeit (z. B. '15.07.2026, 15:00 Uhr') und Check-out-Datum und Uhrzeit (z. B. '18.07.2026, 11:00 Uhr') eintragen. Bei Nutzung in Berlin: prüfen, ob die 90-Tage-Grenze nach ZwVbG eingehalten wird. Tipp: Führen Sie ein Vermietungsprotokoll mit Datum, Gästeanzahl und Aufenthaltsdauer.

Schritt 4 — Mietpreis und Kaution: Gesamtmietpreis für den Aufenthalt eintragen (inkl. aller Nebenkosten wie Reinigungsgebühr und Plattformgebühren). Kautionshöhe festlegen (z. B. 200 Euro für Schäden). Zahlungsmodalitäten: Plattformzahlung oder direkte Überweisung (IBAN nach ISO 13616). Umsatzsteuerpflicht prüfen: Bei Einnahmen über 22.000 Euro pro Jahr gilt §19 UStG nicht mehr.

Schritt 5 — Hausordnung integrieren: Hausregeln als Anlage beifügen oder direkt in die Vereinbarung aufnehmen. Mindestinhalt: Ruhezeiten (22:00–06:00 Uhr), Rauchverbot, Tierverbot, Maximalanzahl Gäste, Mülltrennungsregeln nach örtlicher Abfallsatzung. Regeln müssen dem Gast vor Buchungsabschluss zugänglich sein (BGB §305 Abs. 2).

Schritt 6 — Stornierungsbedingungen: Klausel einfügen: z. B. 'Bei Stornierung mehr als 14 Tage vor Ankunft: vollständige Erstattung; 7–14 Tage: 50 % Erstattung; weniger als 7 Tage: keine Erstattung.' Diese Regelung muss den AGB-Anforderungen des BGB §307 genügen.

Schritt 7 — Unterschriften: Gastgeber und Hauptgast unterschreiben; bei digitaler Buchung kann die Bestätigung der Nutzungsbedingungen auf der Plattform als konkludente Annahme nach BGB §151 gelten. Tipp: Checkliste für den Check-in ausdrucken und gemeinsam unterschreiben lassen, inklusive Zustand der Unterkunft (Protokoll nach BGH-Mietrechtsprechung).

Schritt 8 — Archivierung: Aufbewahrung aller Buchungsunterlagen mindestens 6 Jahre nach §147 Abs. 3 AO (Abgabenordnung) für steuerliche Zwecke. DSGVO-Löschungspflicht nach Art. 17 DSGVO für personenbezogene Gästedaten nach Ablauf der steuerlichen Aufbewahrungsfrist beachten.

Häufige Fehler bei Ihrem Airbnb Nutzungsvereinbarung / Hausordnung Deutschland

Bei der Airbnb Kurzzeitvermietung in Deutschland werden folgende Fehler besonders häufig gemacht:

Fehler 1 — Keine Erlaubnis des Hauptvermieters eingeholt: Mieter, die ihre Wohnung ohne Genehmigung des Hauptvermieters bei Airbnb anbieten, riskieren die fristlose Kündigung nach BGB §543. Die Erlaubnispflicht nach BGB §553 gilt auch für kurzfristige Untervermietungen; Verstöße können auch zivilrechtliche Schadensersatzansprüche begründen.

Fehler 2 — Zweckentfremdungsgesetz ignoriert: Gastgeber in Berlin vermieten oft über 90 Tage pro Jahr, ohne die erforderliche Genehmigung des Bezirksamts eingeholt zu haben. Das Bezirksamt kann rückwirkend Bußgelder nach §4 ZwVbG Berlin von bis zu 500.000 Euro verhängen und die sofortige Einstellung der Vermietung verlangen.

Fehler 3 — Keine Hausordnung übergeben: Ohne nachweisliche Übergabe der Hausordnung vor Buchungsabschluss sind die darin enthaltenen Regeln nach BGB §305 Abs. 2 nicht wirksam in den Vertrag einbezogen. Der Gast kann dann nicht auf Verstöße wie Lärm oder Rauchen in der Wohnung haftbar gemacht werden.

Fehler 4 — Pauschalschadensklauseln ohne Nachweis: Klauseln wie 'Bei Verlust des Schlüssels 200 Euro Pauschale' sind nur dann durchsetzbar, wenn sie einer Inhaltskontrolle nach BGB §309 Nr. 5 standhalten. Ohne konkreten Nachweis des Schadens und einer Erklärung, dass der tatsächliche Schaden höher war, sind solche Klauseln unwirksam.

Fehler 5 — Steuerliche Meldepflichten vernachlässigt: Viele Airbnb-Gastgeber geben Mieteinnahmen nicht in der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt an. Das Finanzamt erhält jedoch automatisch Meldungen über größere Plattformgewinne nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG, EU-DAC7-Richtlinie). Steuernachzahlungen plus Zinsen nach §233a AO können erheblich sein.

Fehler 6 — DSGVO-Verstöße bei der Datenerfassung: Viele Gastgeber fotografieren Ausweise und speichern diese dauerhaft ohne datenschutzrechtliche Grundlage. Dies verstößt gegen Art. 5 Abs. 1 lit. c und Art. 17 DSGVO und kann von der zuständigen Landesbeauftragten für Datenschutz (LfDI) mit Bußgeldern belegt werden.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. §551 BGBDE official

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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