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Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland

Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank/VV

Bundesrepublik Deutschland — WpHG §§ 63, 64; KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3; BGH XI ZR 33/10

VERMÖGENSVERWALTUNGSVERTRAG

gemäß WpHG §§ 63 (Wohlverhaltensregeln), 64 (Geeignetheitsprüfung); KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3 (Finanzportfolioverwaltung); MiFID II (EU-Richtlinie 2014/65/EU) — Bundesrepublik Deutschland

Ort: [Vertragsort] | Datum: [Vertragsdatum]

§ 1 VERTRAGSPARTEIEN

§ 1 VERTRAGSPARTEIEN

Auftraggeber (Anleger): [Auftraggeber Name]

Anschrift: [Auftraggeberadresse]

E-Mail: [Auftraggeber E-Mail]

Anlegerprofil nach WpHG § 64: [Anlegerprofil]

Vermögensverwalter: [Verwalter Name]

BaFin-Registriernummer: [BaFin-Registriernummer]

§ 2 VERWALTUNGSMANDAT UND VOLLMACHT

§ 2 VERWALTUNGSMANDAT UND VOLLMACHT (KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3; BGB §§ 164–181)

Vollmachtumfang: [Vollmachtumfang]

Der Auftraggeber erteilt dem Verwalter hiermit Vollmacht zur Finanzportfolioverwaltung nach KWG § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 für das in § 3 definierte Vermögen. Der Verwalter handelt im Rahmen der vereinbarten Anlagerichtlinien im eigenen Ermessen und ohne Einzelgenehmigung des Auftraggebers (diskretionäres Mandat).

§ 3 ANLAGERICHTLINIEN UND STRATEGIE

§ 3 ANLAGERICHTLINIEN UND STRATEGIE (WpHG § 64, BGH XI ZR 33/10)

Verwaltetes Vermögen: EUR [Verwaltetes Vermögen]

Anlagestrategie: [Anlagestrategie]

Ausschlüsse (Negativliste): [Verbotene Anlagen]

Der Verwalter ist verpflichtet, die Anlagestrategie an das Geeignetheitsprofil des Auftraggebers anzupassen (WpHG § 64) und die Anlagerichtlinien strikt einzuhalten. Verstöße gegen die Negativliste sind unverzüglich dem Auftraggeber zu melden und innerhalb von 30 Tagen zu korrigieren.

§ 4 VERGÜTUNG UND KOSTEN

§ 4 VERGÜTUNG UND KOSTEN (WpHG § 63 Abs. 7 — Kostentransparenz)

Verwaltungsgebühr: [Verwaltungsgebühr] % p.a. auf das verwaltete Vermögen, quartalsweise in Rechnung gestellt.

Alle Kosten und Gebühren sind dem Auftraggeber vor Vertragsabschluss und danach jährlich in einer Ex-post-Kostenaufstellung nach WpDVerOV § 10 offenzulegen. Zuwendungen Dritter (Kick-backs) werden dem Auftraggeber gutgeschrieben oder ausgewiesen.

§ 5 BERICHTSPFLICHTEN

§ 5 BERICHTSPFLICHTEN (WpHG § 63 Abs. 7 Nr. 4; WpDVerOV)

Berichtsfrequenz: [Berichtsfrequenz]

Der Bericht enthält: Portfolioallokation, Performance (absolut und relativ zur Benchmark), realisierte und nicht realisierte Gewinne/Verluste, alle Kosten und Transaktionen der Berichtsperiode. Bei Wertverlusten über 10 % des Portfoliowerts innerhalb eines Quartals: unverzügliche Mitteilung nach WpHG § 63 Abs. 7 Satz 4.

§ 6 LAUFZEIT UND KÜNDIGUNG

§ 6 LAUFZEIT UND KÜNDIGUNG

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Jede Partei kann ihn mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende ordentlich kündigen. Das außerordentliche Kündigungsrecht aus wichtigem Grund (BGB § 626) bleibt unberührt. Nach Kündigung werden offene Positionen nach Anweisung des Auftraggebers abgebaut oder übertragen.

Unterschriften

[Vertragsort], den [Vertragsdatum]

___________________________ ___________________________

[Auftraggeber Name] (Auftraggeber) [Verwalter Name] (Vermögensverwalter)

Auftraggeber

________________

Signature

Vermögensverwalter

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland?

Rechtlich handelt es sich bei der Finanzportfolioverwaltung um eine erlaubnispflichtige Wertpapierdienstleistung nach KWG § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3. Kreditinstitute erbringen sie auf Basis ihrer Banklizenz nach KWG § 32; unabhängige Vermögensverwalter benötigen eine gesonderte Zulassung als Finanzportfolioverwalter durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Wer ohne Zulassung Finanzportfolioverwalter ist, begeht eine strafbare Handlung nach KWG § 54 (Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe). Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 6 C 7/09) hat den Begriff der Finanzportfolioverwaltung weit ausgelegt — auch regelmäßige Empfehlungen mit faktischem Entscheidungsübergewicht können die Erlaubnispflicht auslösen.

Der Vermögensverwaltungsvertrag unterliegt den strengen Wohlverhaltensregeln des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), die die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II (2014/65/EU) in deutsches Recht umgesetzt haben. WpHG § 63 Abs. 1 verpflichtet den Verwalter zur ehrlichen, redlichen und professionellen Behandlung der Kundeninteressen. § 63 Abs. 2 regelt die Interessenkonfliktvermeidung — besonders relevant bei Banken, die eigene Produkte in Kundendepots platzieren. WpHG § 64 schreibt die Geeignetheitsprüfung (Suitability Assessment) vor: Der Verwalter muss sicherstellen, dass die Anlagestrategie den Anlagezielen, der Risikotragfähigkeit und dem Wissenstand des Anlegers entspricht. Diese Verpflichtung hat der Bundesgerichtshof in BGH XI ZR 33/10 für die anlegergerechte und objektgerechte Beratungspflicht präzisiert.

Ein zentrales Merkmal des deutschen Vermögensverwaltungsrechts ist die Kostentransparenzpflicht nach WpHG § 63 Abs. 7 i.V.m. der Wertpapierdienstleistungs-Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV). Vor Vertragsabschluss muss der Verwalter eine vollständige Ex-ante-Kostenaufstellung vorlegen, die alle direkt und indirekt anfallenden Kosten ausweist — Verwaltungsgebühren, Transaktionskosten, Produktkosten (TER bei Fonds), Zuwendungen Dritter (Kick-backs). Jährlich folgt eine Ex-post-Kostenaufstellung mit tatsächlich angefallenen Kosten. Diese Transparenzpflichten schützen Anleger vor versteckten Kosten, die die Rendite erheblich schmälern können.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und die Deutsche Bundesbank beobachten die Entwicklungen im Vermögensverwaltungsmarkt systemisch. Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV) und der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) haben Verhaltenskodizes und Best-Practice-Standards entwickelt, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen und das Vertrauen in die Branche stärken.

Wann brauchen Sie Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland?

Einen Vermögensverwaltungsvertrag in Deutschland schließen Sie in folgenden Situationen ab:

**Erbschaft oder Schenkung größerer Vermögen:** Nach dem Erhalt eines Erbes oder einer Schenkung ab typischerweise EUR 100.000–500.000 stellt sich für viele die Frage der professionellen Anlage. Ein Vermögensverwaltungsvertrag delegiert die komplexe Entscheidungsverantwortung an Experten — besonders sinnvoll für Erben ohne eigene Kapitalmarkterfahrung. Das Erbschaftsteuerrecht (ErbStG) und die steueroptimierte Anlage sind dabei vom Steuerberater getrennt zu klären.

**Professionelle Entlastung bei hohem Vermögen:** Unternehmer, Freiberufler und leitende Angestellte mit komplexen Vermögensstrukturen benötigen oft professionelles Management ihres Privatvermögens — ohne Zeit und Expertise für die tägliche Marktbeobachtung. Die diskretionäre Vollmacht ermöglicht zeitnahe Reaktionen auf Marktveränderungen ohne Rückfragen.

**Family-Office-Strukturen:** Für Familienvermögen ab EUR 5–10 Mio. werden oft Multi-Asset-Mandatstrategien mit mehreren spezialisierten Verwaltern genutzt. Der Vermögensverwaltungsvertrag regelt das Einzelmandat; ein Dachmandat oder Family-Office-Vertrag koordiniert mehrere Verwalter.

**Stiftungsvermögen:** Gemeinnützige Stiftungen (BGB §§ 80–88) sind gesetzlich zur Erhaltung des Stiftungskapitals verpflichtet — Verluste des Stiftungsvermögens müssen durch Erträge ausgeglichen werden. Ein professioneller Vermögensverwaltungsvertrag mit klaren Anlagerichtlinien (Negativliste für riskante Anlagen) und regelmäßiger Berichtspflicht ist stiftungsrechtlich geboten und wird von den zuständigen Stiftungsbehörden erwartet.

**ESG- und nachhaltige Anlage:** Anleger mit ethischen oder ökologischen Anlagezielen nutzen ESG-Mandate (Environmental, Social, Governance) nach der EU-Offenlegungsverordnung 2019/2088. Der Vermögensverwaltungsvertrag kann konkrete ESG-Kriterien, Ausschlusslisten (z.B. keine Kohle, keine Rüstung) und Nachhaltigkeitsziele nach der EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852 verbindlich festlegen.

**Pensionsvermögen und Altersvorsorge:** Für Selbstständige und Freiberufler ohne betriebliche Altersvorsorge ist das Privatvermögen oft der zentrale Baustein der Altersvorsorge. Ein langfristiger Vermögensverwaltungsvertrag mit Wachstumsstrategie und klarem Zeithorizont (z.B. 20 Jahre bis Renteneintritt) strukturiert die Altersvorsorge professionell.

**Steuerliche Relevanz der Vermögensverwaltung:** Erträge aus einem Vermögensverwaltungsmandat unterliegen der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) nach EStG §§ 20, 32d. Der Vermögensverwalter erstellt die nötigen Steuerbescheinigungen nach § 45a EStG. Verluste aus Termingeschäften können seit dem JStG 2020 nur noch mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften verrechnet werden (EStG § 20 Abs. 6 Satz 5) — bei der Strategieplanung mit dem Verwalter unbedingt berücksichtigen.

Was gehört in Ihr Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland?

Ein rechtswirksamer Vermögensverwaltungsvertrag in Deutschland enthält folgende Kernbestandteile:

**1. Parteienangaben und Legitimation (GwG §§ 10–11; KWG § 25l)** Vollständige Identifikation von Auftraggeber und Verwalter. Der Verwalter muss nach GwG §§ 10–11 den Auftraggeber und den wirtschaftlich Berechtigten (bei juristischen Personen: Gesellschafter ab 25 % Beteiligung) identifizieren. Prüfung der BaFin-Zulassung des Verwalters auf BaFin.de — Registriernummer und Zulassungsumfang (WpHG-Wertpapierdienstleistungen, KWG-Bankgeschäfte).

**2. Geeignetheitsprüfung und Anlegerprofil (WpHG § 64)** Vollständiges Suitability Assessment nach WpHG § 64: Anlageziele (Kapitalerhalt, Ertrag, Wachstum), Anlagehorizont (kurz-, mittel-, langfristig), Risikotragfähigkeit (finanziell, emotional), Kenntnisse und Erfahrungen mit Finanzinstrumenten. Kundenkategorisierung nach WpHG § 67: Privatkunde (höchster Schutz) oder Professioneller Kunde (opt-in möglich). Die Geeignetheitserklärung (WpHG § 64 Abs. 4) wird bei jedem Beratungsgespräch und mindestens jährlich aktualisiert.

**3. Anlagerichtlinien und Strategie (BGH XI ZR 33/10)** Definition der Anlagestrategie (konservativ, ausgewogen, Wachstum, dynamisch). Festlegung des Anlageuniversums: erlaubte Anlageklassen (Aktien, Anleihen, ETFs, Derivate), geografische Märkte, Währungsexposure. Negativliste: verbotene Anlageklassen, Branchen (z.B. Rüstung, Tabak, Glücksspiel bei ESG-Mandaten) und Einzelwerte. Benchmark-Definition für Performance-Messung (z.B. MSCI World, DAX, Renten-Benchmark). forms-legal.com stellt die vollständige Vertragsvorlage kostenlos zur Verfügung.

**4. Verwaltungsvollmacht (BGB §§ 164–181; Depotvollmacht)** Die diskretionäre Vollmacht ermächtigt den Verwalter, ohne Einzelrücksprache im Rahmen der Anlagerichtlinien zu handeln. Zusätzlich ist eine Depotvollmacht beim depotführenden Institut (oft eine separate Bank oder Depotbank wie Baader Bank, CACEIS, DZ Bank) einzurichten. Die Vollmacht umfasst: Kauf und Verkauf von Wertpapieren, Ausübung von Bezugsrechten, Teilnahme an Kapitalmaßnahmen. Keine Vollmacht für: Abhebungen auf eigene Konten, Verpfändung des Depots (sofern nicht ausdrücklich erlaubt).

**5. Vergütung und Kostentransparenz (WpHG § 63; WpDVerOV § 10)** Verwaltungsgebühr (typisch 0,5–1,5 % p.a. des verwalteten Vermögens, quartalsweise abgerechnet). Performance Fee (möglich: High Watermark-Prinzip, d.h. Outperformance-Gebühr nur bei neuen Höchstständen). Ex-ante-Kostenaufstellung vor Vertragsabschluss: alle direkt und indirekt anfallenden Kosten. Jährliche Ex-post-Kostenaufstellung mit tatsächlichen Kosten nach WpDVerOV § 10. Zuwendungsausweis: Kick-backs und Provisionszahlungen Dritter müssen offengelegt oder gutgeschrieben werden.

**6. Berichtspflichten (WpHG § 63 Abs. 7 Nr. 4; WpDVerOV)** Mindestens quartalsweise Berichterstattung nach WpDVerOV § 11: Performance-Bericht (absolut und relativ zur Benchmark), Portfolioallokation und Veränderungen, Transaktionsübersicht der Berichtsperiode, Gesamtkostenausweis. Wertverlustschwelle nach WpHG § 63 Abs. 7 Satz 4: Bei 10 % Wertverlust des Portfolios innerhalb eines Quartals unverzügliche Benachrichtigung des Auftraggebers.

**7. Interessenkonfliktvermeidung (WpHG § 63 Abs. 2; MiFID II Art. 23)** Offenlegung aller potenziellen Interessenkonflikte: Provisionen für Eigenprodukte, Handelsplatzbindungen, gruppeninterne Transaktionen. Verbot des Front-Running und Market Timing zulasten des Kunden. Policy der besten Ausführung (Best Execution) nach WpHG § 82 — dokumentierte Auswahl der günstigsten Handelsplätze.

So füllen Sie Ihr Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland aus

So schließen Sie einen Vermögensverwaltungsvertrag in Deutschland korrekt ab:

**Schritt 1: Verwalter sorgfältig auswählen und BaFin prüfen** Prüfen Sie die Zulassung des Verwalters auf BaFin.de unter „Unternehmensdatenbank“. Prüfen Sie den Zulassungsumfang — Finanzportfolioverwaltung nach KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3 oder Wertpapierdienstleistungen nach WpHG. Vergleichen Sie mindestens 3 Angebote auf Gebühren, Track Record (mindestens 3 Jahre), Investmentstil und Unternehmensgröße. Der Bankenverband (Bundesverband deutscher Banken) und der VuV (Verband unabhängiger Vermögensverwalter) bieten Mitgliederlisten an.

**Schritt 2: Geeignetheitsprofil vollständig ausfüllen** Beantworten Sie alle Fragen des Suitability Assessment nach WpHG § 64 vollständig und ehrlich. Eine falsche Selbsteinschätzung (z.B. höhere Risikotoleranz als tatsächlich vorhanden) führt zu einer für Sie ungeeigneten Anlagestrategie. Das Geeignetheitsprofil ist die vertragliche Grundlage — Abweichungen davon begründen Schadensersatzansprüche nach BGH XI ZR 33/10.

**Schritt 3: Anlagerichtlinien präzise festlegen** Formulieren Sie die Anlagerichtlinien so konkret wie möglich. Vage Formulierungen (z.B. „mittleres Risiko“) geben dem Verwalter zu viel Ermessen. Besser: konkrete Grenzen (max. 60 % Aktienquote, max. 20 % Einzelwert, kein Hebel, keine Kryptowährungen). Je präziser die Richtlinien, desto besser können Sie die Einhaltung im Quartalsbericht prüfen.

**Schritt 4: Vergütungsstruktur verstehen und vergleichen** Verstehen Sie jede Gebührenkomponente. Management-Fee allein ist nicht alles — prüfen Sie Transaktionsgebühren, Produktkosten (TER bei Fonds), Depotgebühren und eventuelle Performance-Fees. Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) von über 1,5 % p.a. macht es sehr schwer, nach Kosten eine positive reale Rendite zu erzielen.

**Schritt 5: Depotvollmacht beim Depotinstitut einrichten** Die Verwaltungsvollmacht im Vertrag allein genügt nicht — zusätzlich muss beim depotführenden Institut (Wertpapier-Depotbank) eine formelle Depotvollmacht für den Verwalter eingerichtet werden. Das Depotinstitut führt dann Aufträge des Verwalters aus, ohne den Auftraggeber zu befragen.

**Schritt 6: Ersten Quartalsbericht kritisch prüfen** Nach dem ersten Quartal prüfen Sie den Bericht auf: Einhaltung der Anlagerichtlinien, Performance im Vergleich zur Benchmark, tatsächliche Kostenhöhe versus Erwartung, Anzahl und Art der Transaktionen. Übermäßig häufige Transaktionen (Churning) können ein Warnsignal sein — prüfen Sie, ob jede Transaktion mit der vereinbarten Strategie begründet wird.

Häufige Fehler bei Ihrem Vermögensverwaltungsvertrag mit Bank Deutschland

Häufige Fehler beim Vermögensverwaltungsvertrag in Deutschland und wie Sie sie vermeiden:

**Verwalter ohne BaFin-Zulassung gewählt:** Nicht jeder, der sich „Vermögensberater“ oder „Anlageberater“ nennt, ist nach KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3 zugelassener Finanzportfolioverwalter. Prüfen Sie die Zulassung auf BaFin.de — nur mit Zulassung darf diskretionär Vermögen verwaltet werden. Ungezugelassene Anbieter bieten keinen Schutz im Schadensfall und begehen strafbare Handlungen.

**Zu vage Anlagerichtlinien:** Formulierungen wie „risikoavers“ oder „langfristig orientiert“ ohne konkrete Grenzen geben dem Verwalter zu viel Ermessen. Ohne präzise Richtlinien ist es unmöglich zu beurteilen, ob der Verwalter seinem Mandat gefolgt ist. Schadensersatzansprüche nach BGH XI ZR 33/10 scheitern an unklaren Vertragsbedingungen.

**Kickbacks und Zuwendungen übersehen:** Viele Banken und Verwalter erhalten Provisionen (Retrozessionen) von Produktanbietern, wenn sie deren Fonds in Kundendepots platzieren — ein klassischer Interessenkonflikt. Nach WpHG § 64 müssen diese Zuwendungen offengelegt oder an den Kunden weitergegeben werden. Prüfen Sie, ob im Vertrag ein Zuwendungsverzicht oder eine Gutschriftenregelung vereinbart ist.

**Keine Wertverlustschwelle vereinbart:** Nach WpHG § 63 Abs. 7 Satz 4 ist bei einem Wertverlust von 10 % innerhalb eines Quartals eine Benachrichtigung Pflicht. Manche Verwalter informieren erst beim Quartalsbericht. Vereinbaren Sie im Vertrag eine niedrigere Benachrichtigungsschwelle (z.B. 5 %) für schnellere Reaktionsmöglichkeiten.

**Performancemessung ohne Benchmark:** Ohne eine klar definierte Benchmark (z.B. MSCI World, DAX) lässt sich die tatsächliche Leistung des Verwalters nicht beurteilen. Eine Performance von 8 % klingt gut — ist aber schlecht, wenn die Benchmark 15 % erzielt hat. Bestehen Sie auf einer konkreten Benchmark im Vertrag.

**Churning nicht erkannt:** Übermäßig häufige Transaktionen (Churning) generieren Provisionen für den Verwalter, schaden aber dem Anleger durch hohe Transaktionskosten und Steuern auf realisierte Gewinne. Prüfen Sie im Quartalsbericht die Anzahl der Transaktionen — bei einem ausgewogenen Portfolio sind mehr als 20–30 Transaktionen pro Quartal erklärungsbedürftig.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. § 45a EStGDE official
  2. MiFID IIEU official

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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