Skip to main content

Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland

Bestattungswünsche-Erklärung

Bundesrepublik Deutschland — BGB §§ 1968, 1922; BestattungsG der Länder; BGH III ZR 79/14

Kopf

gemäß BGB §§ 1968, 1922; BestattungsG der Länder; BGH III ZR 79/14

Bundesrepublik Deutschland

Ausgestellt in [Ort], den [Datum]

Verfassende Person

§ 1 ANGABEN ZUR VERFASSENDEN PERSON

Ich, [Verfasser Name], geboren am [Verfasser Geburtsdatum], wohnhaft: [Verfasser Adresse], lege hiermit meine persönlichen Bestattungswünsche fest. Diese Erklärung ist von meinen Erben und Angehörigen zu beachten (BGH III ZR 79/14; § 1968 BGB).

Bestattungsart

§ 2 GEWÜNSCHTE BESTATTUNGSFORM UND ORT

Bevorzugte Bestattungsform: [Bestattungsform]

Gewünschter Bestattungsort: [Bestattungsort]

Grabform: [Grabform]

Trauerfeier

§ 3 TRAUERFEIER UND GESTALTUNG

Art der Trauerfeier: [Feierart]

Musikwünsche: [Musikwünsche]

Blumenspenden ablehnen: [Blumenablehnung]

Stattdessen Spenden an: [Spendenempfänger]

Bestatter

§ 4 BESTATTUNGSUNTERNEHMEN

Gewünschter Bestatter: [Bestatter Name]

Bestattungsvorsorgevertrag vorhanden: [Vorsorgevertrag vorhanden]

Sonstige Wünsche

§ 5 SONSTIGE WÜNSCHE

Grabstein / Inschrift: [Grabstein]

Weitere Wünsche: [Sonstige Wünsche]

Schluss

§ 6 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Diese Erklärung gibt meinen freien und wohlüberlegten Willen wieder. Angehörige und Erben sind nach § 1968 BGB zur Kostentragung der standesgemäßen Bestattung verpflichtet. Der Bundesgerichtshof (BGH III ZR 79/14) hat klargestellt, dass gegenüber dem Totenfürsorgeberechtigten ein Schadenersatzanspruch entstehen kann, wenn der dokumentierte Bestattungswille schuldhaft missachtet wird. Bitte bewahren Sie diese Erklärung an einem für Angehörige bekannten Ort auf und informieren Sie Ihre Vertrauensperson über ihren Inhalt.

Unterschrift:

[Verfasser Name]

([Ort], den [Datum])

Verfasserin / Verfasser

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland?

Bestattungswünsche-Erklärung in Deutschland ist ein Dokument, in dem eine Person zu Lebzeiten schriftlich festlegt, wie sie nach ihrem Tod bestattet werden möchte. Das Dokument ist rechtlich von Testament und Patientenverfügung getrennt und dient ausschließlich der Bestattungsplanung. Die gesetzliche Grundlage bilden § 1968 BGB (Kostentragungspflicht der Erben für standesgemäße Bestattung), § 1922 BGB (Gesamtrechtsnachfolge mit Übernahme aller Verbindlichkeiten des Erblassers) sowie die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer (Bestattungsgesetz NRW, BestattG Bayern, Bestattungsgesetz Baden-Württemberg etc.).

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung III ZR 79/14 (Urteil vom 26. Juni 2014) klargestellt, dass Angehörige und Erben den dokumentierten Bestattungswillen eines Verstorbenen beachten müssen, solange er verhältnismäßig ist. Wer schuldhaft einen klar dokumentierten Bestattungswillen missachtet, kann schadensersatzpflichtig gegenüber dem Totenfürsorgeberechtigten werden. Das Recht der Totenfürsorge — also das Recht zu entscheiden, wie eine Person bestattet wird — liegt primär beim Totenfürsorgeberechtigten, in der Regel nächste Angehörige in gesetzlich festgelegter Reihenfolge.

Jedes Bundesland regelt die Bestattung eigenständig durch Landesgesetze: In Bayern gilt das Bestattungsgesetz (BestG Bayern), in Nordrhein-Westfalen das Bestattungsgesetz NRW, in Baden-Württemberg das Bestattungsgesetz BW. Diese Gesetze regeln Fristen, zulässige Bestattungsformen, Friedhofszwang und hygienische Anforderungen. In den meisten Bundesländern besteht Friedhofszwang: Eine Bestattung außerhalb zugelassener Friedhöfe oder Bestattungswälder ist nicht zulässig. Ausnahmen gelten für Seebestattungen in bestimmten Meeresgebieten.

Die Bestattungswünsche-Erklärung ergänzt das Testament, ist aber kein Bestandteil davon. Wer Bestattungswünsche im Testament niederschreibt, riskiert, dass das Testament erst nach der Bestattung eröffnet wird — was typisch 3–6 Wochen nach dem Tod dauert. Die Bestattung ist in der Regel innerhalb weniger Tage zu vollziehen. Eine separate, leicht auffindbare Erklärung ist deshalb effektiver als ein Testamentszusatz.

Bestattungsvorsorge in Deutschland hat erhebliche wirtschaftliche Dimension: Laut dem Bundesverband Bestattung kosten Beerdigungen je nach Bundesland und Umfang zwischen 3.000 und 15.000 €. Ein Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter sichert die gewünschten Leistungen zu festem Preis — der Betrag wird auf einem Treuhandkonto verwahrt und erst nach dem Tod ausgezahlt. Das entlastet Erben und stellt sicher, dass die Bestattung den eigenen Vorstellungen entspricht.

Wann brauchen Sie Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland?

Eine Bestattungswünsche-Erklärung in Deutschland wird in folgenden Situationen unverzichtbar:

**Jeder Erwachsene mit klaren Bestattungsvorstellungen:** Wer bestimmte Vorstellungen zur Bestattungsform, zum Bestattungsort oder zur Trauerfeier hat, sollte diese schriftlich festlegen. Ohne Dokumentation liegen die Entscheidungen bei den Angehörigen — die häufig unterschiedlicher Meinung sind, was zu Konflikten in einer ohnehin belastenden Situation führt.

**Personen mit besonderen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen:** Bestimmte Religionen und Weltanschauungen haben spezifische Anforderungen an die Bestattung. Muslimische Bestattung erfordert Erdbestattung in islamischer Ausrichtung, keine Einäscherung; jüdische Bestattung (levaja) erfordert schnellstmögliche Erdbestattung ohne Sarg in manchen Traditionen. Weltliche Humanisten möchten keine kirchliche Trauerfeier. Diese Wünsche müssen dokumentiert werden, damit Bestatter und Angehörige sie umsetzen können.

**Personen mit abweichenden Bestattungsformen:** Wer eine Baum-, See- oder Diamantbestattung wünscht — Formen, die nicht dem Standard entsprechen — muss dies dokumentieren. Ohne Dokumentation wählen Angehörige häufig die traditionelle Bestattungsform aus Unsicherheit. Baumbestattungen auf Naturfriedhöfen (z.B. FriedWald) und Seebestattungen in Nord- und Ostsee sind legal, aber erfordern Vorabplanung.

**Menschen mit familiären Konflikten:** In Patchworkfamilien oder bei entfremdeten Angehörigen kann die Bestattungsfrage zu erheblichen Konflikten führen. Eine klare schriftliche Dokumentation des Willens begrenzt den Entscheidungsspielraum der Totenfürsorgeberechtigten und gibt dem Rechtsrahmen (BGH III ZR 79/14) ein Fundament.

**Finanzielle Vorsorge:** Wer Bestattungskosten nicht seinen Erben aufbürden möchte, kann einen Bestattungsvorsorgevertrag abschließen — ergänzt durch die schriftliche Erklärung der Wünsche. Das spart Erben die Entscheidungslast und finanzielle Unsicherheit.

**Ältere Menschen mit Pflegebedarf:** Wer in ein Pflegeheim einzieht oder pflegebedürftig wird, sollte Bestattungswünsche frühzeitig dokumentieren. Im Pflegeheim sollte eine Kopie der Erklärung im Patientendossier hinterlegt werden. Pflegeheime sind nach den Bestattungsgesetzen der Länder verpflichtet, den zuständigen Bestatter zu benachrichtigen und die bekannten Wünsche zu berücksichtigen.

**Menschen nach Diagnose einer schweren Erkrankung:** Nach einer Krebsdiagnose, einer fortgeschrittenen Herzerkrankung oder einer anderen lebensverkürzenden Erkrankung ist es sinnvoll, Bestattungswünsche gemeinsam mit Patientenverfügung (§ 1827 BGB) und Vorsorgevollmacht (§ 1820 BGB) zu regeln. Palliativmedizinische Teams und stationäre Hospizeinrichtungen (finanziert nach § 39a SGB V) unterstützen bei dieser vorausschauenden Planung — sogenanntes Advance Care Planning empfiehlt die Kombination aller drei Vorsorgedokumente.

**Personen mit internationalem Bezug:** Wer ausländische Staatsangehörigkeit hat oder im Ausland geboren ist, sollte prüfen, ob die Überführung in das Herkunftsland gewünscht ist. Internationale Überführungen erfordern einen Leichenpass nach dem Berliner Abkommen (internationale Übereinkunft zur Leichenbeförderung) und die Erfüllung der Einreisevorschriften des Ziellandes. Kosten für interkontinentale Überführungen: typisch 3.000–10.000 €. Diese Wünsche müssen dokumentiert und finanziell abgesichert sein.

Was gehört in Ihr Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland?

Eine wirksame Bestattungswünsche-Erklärung in Deutschland enthält folgende Elemente:

**1. Vollständige Personalien der verfassenden Person** Name, Geburtsdatum und Anschrift zur eindeutigen Identifikation sind erforderlich. Bestatter und Angehörige müssen die Erklärung der richtigen Person zuordnen können.

**2. Bevorzugte Bestattungsform** Erde, Feuer, See, Baum oder andere zulässige Formen nach dem jeweiligen Landesbestattungsgesetz. In Bayern und den meisten anderen Bundesländern gilt Friedhofszwang — Beisetzung muss auf einem zugelassenen Friedhof oder in einer genehmigten Anlage erfolgen. Seebestattungen sind nur in bestimmten Meeresgebieten (Nord- und Ostsee, international) zulässig.

**3. Gewünschter Bestattungsort** Konkreter Friedhof, gewünschte Stadt oder Region. Falls keine Vorgabe besteht: Heimatgemeinde, Familiengruft, Friedhof nahe Wohnsitz. Das Bestattungsgesetz der Länder regelt, welches Standesamt zuständig ist und welcher Friedhof die Bestattung durchführen darf.

**4. Grabform** Einzelgrab, Familiengrab, Rasengrab, Urnengemeinschaftsgrab, anonyme Bestattung. Die Ruhefrist variiert nach Bundesland und Friedhofsordnung — typisch 20–30 Jahre.

**5. Art der Trauerfeier** Kirchlich (evangelisch, katholisch, freikirchlich), weltlich/humanistisch, stille Beisetzung im kleinsten Kreis, keine Trauerfeier. Musik-, Blumen- und Redner-Wünsche sind hilfreich.

**6. Bestatter und Bestattungsvorsorgevertrag** Benennung eines konkreten Bestatters entlastet Angehörige und vermeidet Unsicherheit. Bestattungsvorsorgevertrag sichert Leistungen und Kosten vorab — Treuhandlösung schützt das hinterlegte Geld.

**7. Grabgestaltung und Inschrift** Wünsche zu Grabstein (Naturstein, Holzkreuz, namentlich oder anonym), Inschrift, Bepflanzung. Diese Angaben entlasten Angehörige bei einer emotional belastenden Entscheidung.

**8. Rechtliche Absicherung (BGH III ZR 79/14)** Der BGH hat Schadensersatz bei schuldhafter Missachtung des dokumentierten Bestattungswillens zuerkannt. Eine unterschriebene, datierte Erklärung hat deshalb starke rechtliche Wirkung. Auf forms-legal.com finden Sie eine Vorlage, die sämtliche rechtlichen Anforderungen erfüllt und leicht aktualisierbar ist.

**9. Aufbewahrung** Die Erklärung muss für Angehörige und Bestatter leicht auffindbar sein — empfohlen werden: persönliche Unterlagenmappe, Übergabe an Bevollmächtigten oder Bestatter, Kopie an Hausarzt und Bevollmächtigten. Hinterlegung beim Bestatter als Teil eines Bestattungsvorsorgevertags.

**10. Koordination mit Testament** Bestattungswünsche separat von Testament aufbewahren — Testamente werden oft erst nach der Bestattung eröffnet. Kurzer Hinweis im Testament auf die separate Erklärung ('Meine Bestattungswünsche habe ich separat in einem Dokument beim Bevollmächtigten/Bestatter hinterlegt') ist sinnvoll.

So füllen Sie Ihr Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland aus

Die Bestattungswünsche-Erklärung in Deutschland erstellen Sie Schritt für Schritt:

**Schritt 1: Persönliche Angaben eintragen** Geben Sie Ihren vollständigen Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihre Anschrift ein. Diese Angaben dienen der sicheren Identifikation für Bestatter und Standesamt. Der Standesbeamte stellt den Sterbeschein aus, der Basis für alle weiteren Behördengänge (Krankenkasse kündigen, Erbanträge stellen etc.) ist.

**Schritt 2: Bestattungsform wählen** Entscheiden Sie sich für Erdbestattung, Feuerbestattung (Kremation), Seebestattung, Baumbestattung oder eine andere Form. Prüfen Sie, ob Ihre Wunschform in Ihrem Bundesland zulässig ist — Baumbestattungen z.B. nur auf zugelassenen Naturfriedhöfen (FriedWald, RuheForst). Seebestattungen: Anbieter wie Sea Burial oder DSR Seebestattungen koordinieren die Überführung; die Beisetzung erfolgt in genehmigten Seegebieten der Nord- oder Ostsee. Diamantbestattungen (Firma EverDear oder algordanza) erfordern Vorabreservierung und dauern mehrere Wochen — frühzeitig planen.

**Schritt 3: Bestattungsort festlegen** Benennen Sie einen konkreten Friedhof oder eine Region. Bei Seebestattung: bevorzugtes Seegebiet (Nordsee, Ostsee, Mittelmeer). Bei Baumbestattung: bevorzugter Naturfriedhof — FriedWald-Standorte z.B. auf friedwald.de abrufbar. Falls keine Vorgabe: 'Heimatgemeinde des Verstorbenen' oder 'nach Ermessen der Angehörigen' reicht als Formulierung.

**Schritt 4: Trauerfeier gestalten** Entscheiden Sie Art (kirchlich, weltlich, keine Feier), Ort (Friedhofskapelle, Kirche, Bestattungshalle, zu Hause), Musikwünsche, Redner, Blumenregelung. Benennen Sie ggf. eine Organisation, die statt Blumenspenden bedacht werden soll (mit IBAN für einfache Überweisung per Kondolenzliste). Der Bundesverband Bestattung (BDB) hat Empfehlungen für Trauerfeiern auf seiner Webseite bundesverband-bestattung.de.

**Schritt 5: Bestatter auswählen und Vorsorge treffen** Recherchieren Sie Bestatter in Ihrer Region — Verbraucherportal Stiftung Warentest hat 2023 einen Bestattertest veröffentlicht. Viele Bestatter bieten kostenlose Beratungsgespräche an. Ein Bestattungsvorsorgevertrag sichert Leistungen zu festem Preis — Vertragsdetails sorgfältig prüfen, Treuhandlösung mit unabhängiger Bank bevorzugen. Verträge müssen Preisliste, Leistungsumfang und Rückzahlungsregelung enthalten.

**Schritt 6: Unterzeichnen und aufbewahren** Unterzeichnen Sie mit Datum und Ort. Verteilen Sie Kopien: Bevollmächtigter, Bestatter, Hausarzt, enge Vertrauensperson. Kurzen Hinweis im Testament auf diese Erklärung aufnehmen: 'Meine Bestattungswünsche sind in einer separaten Erklärung festgehalten, die bei [Person/Ort] hinterlegt ist.' Erklärung alle 3–5 Jahre aktualisieren, wenn sich Wünsche, Lebensumstände oder Friedhofspräferenzen ändern — alte Kopien vernichten.

Häufige Fehler bei Ihrem Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland

Häufige Fehler bei der Bestattungswünsche-Erklärung in Deutschland und wie man sie vermeidet:

**Wünsche nur im Testament festgehalten:** Testamente werden häufig erst Tage oder Wochen nach dem Tod beim Nachlassgericht eröffnet — die Bestattung ist dann längst vollzogen. Bestattungswünsche unbedingt SEPARAT vom Testament in einem sofort auffindbaren Dokument festhalten.

**Erklärung nicht auffindbar:** Die beste Erklärung nützt nichts, wenn Angehörige sie nicht finden. Kopien an Bevollmächtigten, Bestatter und Hausarzt geben. Auf die Existenz der Erklärung in der Patientenverfügung oder im Testament hinweisen.

**Unverhältnismäßig teure Wünsche ohne finanzielle Vorsorge:** Wer eine kostspielige Bestattung wünscht (z.B. aufwendige internationale Überführung, sehr teurer Grabstein), muss dafür finanziell vorsorgen — durch Bestattungsvorsorgevertrag oder testamentarisches Vermächtnis. Erben sind nur zur standesgemäßen Bestattung nach § 1968 BGB verpflichtet.

**Unzulässige Bestattungsform gewünscht:** Bestattungsformen, die im jeweiligen Bundesland nicht zulässig sind, können nicht umgesetzt werden. Etwa: Diamantbestattung durch Bestattung der Asche in einem Privatgarten (in Deutschland verboten wegen Friedhofszwangs). Rechtliche Zulässigkeit der gewünschten Form vorab klären.

**Keine Koordination mit Organspendeerklärung:** Wenn eine Organspendeerklärung (TPG) vorliegt, kann die Bestattung verzögert sein, da Organe entnommen werden müssen. Bestatter auf Organspendeerklärung hinweisen; Trauerfeier ggf. flexibel planen.

**Keine Berücksichtigung religiöser Anforderungen:** Wer religiöse Bestattungsanforderungen hat (muslimische Bestattung: Ausrichtung nach Mekka, keine Einäscherung; jüdische Bestattung: schnellstmögliche Erdbestattung, keine Blumen), muss dies explizit dokumentieren und auf geeignete Bestatter hinweisen.

**Erklärung nicht aktualisiert:** Wenn sich Wünsche mit den Jahren ändern (z.B. Umzug, neue religiöse Überzeugungen, geänderte Familienumstände), muss die Erklärung aktualisiert werden. Alte Erklärungen vernichten und alle Kopien ersetzen.

**Keine Benennung eines Bestattungsbeauftragten:** Wer einen bevorzugten Bestatter kennt oder einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen hat, sollte in der Erklärung auf diesen Vertrag und den Bestatter hinweisen. Angehörige beauftragen im Stress häufig den erstbesten Bestatter — ohne Preisvergleich und ohne Kenntnis der Wünsche. Eine klare Nennung ('Bestattungsvorsorgevertrag liegt bei Herrn/Frau [Bestatter] in [Ort] vor') spart Zeit und Geld.

**Keine Regelung für Haustiere:** Wer Haustiere besitzt, sollte in der Erklärung oder im Testament auch für die Tiere vorsorgen. Haustiere können nicht erben (§ 90a BGB), aber durch ein Vermächtnis kann eine Vertrauensperson mit Geld und Auftrag bedacht werden, sich um das Tier zu kümmern. Diese Regelung sollte ergänzend zu den Bestattungswünschen getroffen werden, da beides in der Krisenphase direkt nach dem Tod entschieden werden muss.

**Wünsche ohne Datum:** Undatierte Erklärungen werfen die Frage auf, ob sie aktuell sind — insbesondere wenn mehrere Dokumente mit unterschiedlichen Wünschen vorliegen. Stets Datum und Ort eintragen und die neueste Version als 'aktuelle Erklärung' kennzeichnen. Frühere Versionen vernichten, um Verwirrung zu vermeiden.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. § 1968 BGBDE official
  2. § 1922 BGBDE official
  3. § 1827 BGBDE official
  4. § 1820 BGBDE official
  5. § 90a BGBDE official
  6. § 39a SGB VDE official

Diese Seite zitieren

Verweisen Sie auf diese kostenlose Vorlage in einem Artikel, Lehrplan oder Forschungsbericht:

APA

Forms Legal. (2026). Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland (Deutschland) [Legal document template]. Forms Legal. https://forms-legal.com/de/deutschland/estate-planning/healthcare-directives/bestattungswuensche-erklaerung-deutschland

MLA

"Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland (Deutschland)." Forms Legal, 2026, https://forms-legal.com/de/deutschland/estate-planning/healthcare-directives/bestattungswuensche-erklaerung-deutschland.

BibTeX
@misc{formslegal-bestattungswuensche-erklaerung-deutschland,
  author       = {{Forms Legal}},
  title        = {Bestattungswünsche-Erklärung Deutschland (Deutschland)},
  year         = {2026},
  howpublished = {\url{https://forms-legal.com/de/deutschland/estate-planning/healthcare-directives/bestattungswuensche-erklaerung-deutschland}},
  note         = {Free legal document template}
}

Häufig gestellte Fragen

Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

Diese Vorlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Gesetze sind je nach Rechtsordnung unterschiedlich und ändern sich im Laufe der Zeit. Konsultieren Sie für Ihren konkreten Fall einen qualifizierten Rechtsanwalt.Vollständiger Haftungsausschluss

Fehler gefunden? Sagen Sie uns Bescheid