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Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)

Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)

[Firma Name] UID: [Uid] Sitz: [Adresse]

An: Kantonales Steueramt [Kanton]

[Datum]

KAPITALSTEUER-ERKLAERUNG JURISTISCHE PERSONEN Steuerjahr [Steuerjahr] — GEMAESS StHG ART. 29

Steuerliches Eigenkapital

Einbezahltes Aktien-/Stammkapital: CHF [Aktienkapital] Gesetzliche Reserven: CHF [Gesetzliche Reserven] Freiwillige Gewinnreserven: CHF [Freiwillige Reserven] Gewinnvortrag/Jahresergebnis: CHF [Gewinnvortrag] Verlustvortrag: CHF [Verlustvortrag] Total Eigenkapital: CHF [Total Eigenkapital]

Steuerlich massgebendes Kapital (nach Korrekturen): CHF [Steuerbares Kapital]

Kapitalsteuerberechnung

Kantonaler Kapitalsteuersatz: [Kapitalsteuersatz] Kapitalsteuer Kanton und Gemeinde: CHF [Kapitalsteuer Betrag] Anrechnung Gewinnsteuer: CHF [Anrechnung Gewinnsteuer]

Rechtsgrundlage

Diese Kapitalsteuer-Erklärung erfolgt gemäss Art. 29 des Steuerharmonisierungsgesetzes (StHG, SR 642.14) und dem kantonalen Steuergesetz. Die Kapitalsteuer ist eine rein kantonale Steuer — es gibt keine Bundeskapitalsteuer. Die Basis ist das steuerliche Eigenkapital (einbezahltes Kapital, Reserven, Gewinnvortrag) per Ende Steuerjahr, korrigiert um allfälliges verdecktes Eigenkapital nach StHG Art. 29 Abs. 4.

Unterschrift

____________________ [Unterzeichner]

Zeichnungsberechtigte Person

________________

Signature

Betreut von Vladislav Sergienko, Gründer·Vorlage zuletzt geändert: ·Fehler melden

Was ist Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)?

Die Kapitalsteuer-Erklärung (StHG Art. 29, kantonales StG) ist ein in der Schweiz nach StHG Art. 29 (Kapitalsteuer) geregeltes rechtsverbindliches schriftliches Dokument. Die Kapitalsteuer in der Schweiz berechnet sich auf dem steuerlichen Eigenkapital der Gesellschaft per Ende des Steuerjahres — bestehend aus dem einbezahlten Aktienkapital oder Stammkapital (OR Art. 621 für AG, OR Art. 773 für GmbH), den gesetzlichen Kapital- und Gewinnreserven (OR Art. 671-672), den freiwilligen Gewinnreserven und dem Gewinnvortrag bzw. Jahresergebnis. Verlustvorträge kürzen das steuerliche Eigenkapital. Das Ergebnis ist die Eigenkapitalbasis, auf die der kantonale Kapitalsteuersatz angewendet wird.

Kapitalsteuersätze variieren erheblich zwischen den Schweizer Kantonen und werden jährlich angepasst. Tiefsteuerkantone (Stand 2026 ungefähre Richtwerte): Kanton Zug 0.15 Promille p.a. auf steuerbarem Kapital; Kanton Nidwalden 0.15 Promille; Kanton Schwyz 0.15-0.20 Promille; Kanton Obwalden 0.20 Promille. Mittelstuerkantone: Kanton Zürich 0.75 Promille, Kanton St. Gallen 0.35 Promille, Kanton Aargau 0.50 Promille. Hochsteuerkantone: Kanton Bern 0.5-1.0 Promille (je nach Gemeinde), Kanton Genf 0.37 Promille (zusätzlich 0.75 Promille Gemeindesteuer), Kanton Waadt 0.47 Promille. Diese Differenzen machen die Kapitalsteuer zu einem relevantem Standortfaktor für kapitalintensive Gesellschaften (Holdingstrukturen, Immobiliengesellschaften).

Eine wichtige Besonderheit vieler Kantone ist die Anrechnung der Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer: Kanton Zürich rechnet seit 2011 die auf dem gleichen Sachverhalt entrichtete Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer an — sodass bei hohen Gewinnen die Kapitalsteuer faktisch auf null sinkt. Ähnliche Regelungen bestehen in Kantonen Basel-Stadt, Luzern und Tessin. Verwandte Dokumente sind die Gewinnsteuererklärung (jährlich parallel einzureichen) und der Steuerruling-Antrag bei unklaren Sachverhalten zum steuerbaren Eigenkapital.

Die Kapitalsteuer in der Schweiz ist historisch gewachsen und hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Reformen erfahren. Vor der Unternehmenssteuerreform III (USR III, in Kraft 2020) genossen Holdinggesellschaften ein Holdingprivileg — sie zahlten auf Bundesebene und kantonal oft keine oder deutlich reduzierte Gewinnsteuer und eine tiefe Kapitalsteuer auf das Holdingkapital. Dieses Privileg wurde im Rahmen der OECD-konformen Reform abgeschafft; im Gegenzug senkten die meisten Kantone ihre ordentlichen Kapitalsteuersätze erheblich, um die Standortattraktivität zu erhalten. Für internationale Konzerne ist die Kapitalsteuer nach wie vor ein Standortfaktor — insbesondere für vermögensverwaltende Gesellschaften, Family-Office-Strukturen und Holdinggesellschaften mit grossen Beteiligungsportfolios, bei denen das Eigenkapital in der Grösenordnung von CHF 100-500 Millionen liegt und die Kapitalsteuer daher CHF 15'000-500'000 pro Jahr ausmachen kann.

Wann brauchen Sie Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)?

Kapitalsteuer-Erklärung in der Schweiz wird von jeder in der Schweiz steuerlich ansässigen juristischen Person jährlich benötigt — parallel zur Gewinnsteuererklärung.

Erste Situation — Standardfall: Jährliche Pflichtdeklaration: Jede AG, GmbH, Genossenschaft, Stiftung und öffentlich-rechtliche Körperschaft mit Sitz in einem Schweizer Kanton muss jährlich eine Kapitalsteuer-Erklärung einreichen. Die Erklärung wird typischerweise zusammen mit der Gewinnsteuererklärung in einem einzigen Formular (Steuererklärung juristische Personen) eingereicht — das kantonale Steueramt berechnet sowohl Gewinn- als auch Kapitalsteuer auf Basis desselben Jahresabschlusses.

Zweite Situation — Verlustjahre (besondere Relevanz der Kapitalsteuer): In Jahren, in denen keine Gewinnsteuer anfällt (Verlustjahre), ist die Kapitalsteuer die einzige Steuer, die eine Gesellschaft auf ihr Eigenkapital entrichten muss. Bei kapitalintensiven Holdinggesellschaften oder Immobiliengesellschaften mit grossem Eigenkapital aber geringem operativem Gewinn kann die Kapitalsteuer erheblich sein. Beispiel: Holdinggesellschaft mit Eigenkapital CHF 100 Mio. in Kanton Bern: Kapitalsteuer ca. CHF 100'000 p.a. (1 Promille), auch ohne Gewinn.

Dritte Situation — Holdingstrukturen und qualifizierte Beteiligungen: Holdinggesellschaften mit grossen Beteiligungen profitieren in vielen Kantonen von einem reduzierten Kapitalsteuersatz auf Beteiligungen — die Beteiligungen am Buchwert werden mit einem tieferen Satz besteuert als das sonstige Eigenkapital. In Kanton Zürich gilt nach § 78 Steuergesetz ZH eine Privilegierung der Beteiligungsbuchwerte (0 Promille auf Beteiligungen über 10 Prozent).

Vierte Situation — Neugründung: Bei Gründung einer Gesellschaft im laufenden Jahr berechnet sich die Kapitalsteuer pro rata temporis (anteilsmassig) auf die Anzahl Monate seit Gründung bis zum Ende des Steuerjahres. Das einbezahlte Grundkapital bei Gründung bildet die erste Kapitalbasis.

Fünfte Situation — Kapitalreduzierung oder Liquidation: Bei Kapitalherabsetzung (OR Art. 732 ff. für AG) oder Liquidation der Gesellschaft muss eine Sonderabrechnung der Kapitalsteuer für den Zeitraum bis zur Löschung aus dem Handelsregister eingereicht werden.

Sechste Situation — Interkantonale Steuerausscheidung: Bei Gesellschaften mit Betriebsstätten oder Liegenschaften in mehreren Kantonen (z.B. Hauptsitz in Zürich, Filiale in Bern, Liegenschaft in Zug) ist die Kapitalbasis nach dem Steuerausscheidungsrecht anteilsmassig auf die Kantone aufzuteilen. Jeder Kanton besteuert nur seinen Anteil am Eigenkapital (Quotenprinzip nach interkantonalem Steuerrecht).

Was gehört in Ihr Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)?

Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz muss die Eigenkapitalbasis präzise darstellen und alle steuerlichen Korrekturen berücksichtigen. Forms-legal.com stellt ein strukturiertes Muster nach kantonalen Anforderungen bereit.

Identifikation der Gesellschaft: Vollständiger Firmenname, UID-Nummer (CHE-XXX.XXX.XXX), Sitz und Geschäftsadresse, Sitzkanton (bestimmt Kapitalsteuersatz und Formular), Steuerjahr. Steuerjahr ist in der Regel das Geschäftsjahr der Gesellschaft, das nicht zwingend dem Kalenderjahr entsprechen muss.

Eigenkapital-Zusammensetzung (per Ende Steuerjahr): Einbezahltes Aktienkapital (OR Art. 621 für AG) oder Stammkapital (OR Art. 773 für GmbH) — nur das tatsächlich einbezahlte Kapital zählt, nicht das gezeichnete. Gesetzliche Kapitalreserve nach OR Art. 671 (mindestens 20% des Aktienkapitals als gesetzliche Reserve). Gesetzliche Gewinnreserve nach OR Art. 672. Freiwillige Gewinnreserven (zulassige Rückstellungen und Reserven). Gewinnvortrag aus Vorjahren oder Jahresgewinn. Abzug Verlustvortrag (negativ).

Steuerliche Korrekturen nach StHG Art. 29 Abs. 4 (Verdecktes Eigenkapital): Wenn eine Gesellschaft einen unverhaaltnismassig hohen Fremdkapitalanteil hat (debt-to-equity-Verhältnis überschreitet Safe-Harbour-Quoten), wird der Fremdkapitalexzess als verdecktes Eigenkapital behandelt und dem steuerbaren Kapital zugerechnet. ESTV-Kreisschreiben Nr. 6 (Verdecktes Eigenkapital) legt die akzeptierten Verschuldungsquoten nach Anlagekategorien fest — z.B. Liegenschaften max. 70% Fremdfinanzierung, Beteiligungen max. 70%, kurzfristige Forderungen max. 85%.

Kapitalsteuersatz (kantonal): Satz in Promille oder Prozent per Annum auf das steuerbare Eigenkapital. Kantonale Sondersätze für qualifizierte Beteiligungen (Holding-Privileg nach USR III-Übergangsrecht oder kantonale Spezialregelung). Gemeindesteuerfuss als Prozentsatz der kantonalen Kapitalsteuer. Kapitalsteuerbelastung 2026 (Beispiele für Kanton + Gemeinde kombiniert): Zug-Zug: circa 0.15 Promille auf steuerbarem Kapital; Zürich-Zürich: circa 0.75 Promille (nach Anrechnung Gewinnsteuer oft 0); Bern-Bern: circa 1.0 Promille; Genf-Genf: circa 1.12 Promille.

Anrechnung Gewinnsteuer an Kapitalsteuer: In mehreren Kantonen (Zürich seit 2011, Luzern, Tessin, Nidwalden, Obwalden) wird die entrichtete Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer angerechnet — die Kapitalsteuer sinkt auf null, sobald die Gewinnsteuer höher ist. Beispiel: Kapitalsteuer CHF 15'000, Gewinnsteuer CHF 80'000 -> Anrechnung CHF 15'000, de facto keine Kapitalsteuer. Bei Verlustjahren keine Anrechnung möglich — Kapitalsteuer voll zahlbar.

Beteiligungsprivileg und Holdinggesellschaften: In Kantonen mit Beteiligungsprivileg (z.B. Kanton Zürich P'§ 78 StG ZH) werden Beteiligungen ab 10 Prozent am Buchwert mit 0 Promille oder einem reduzierten Kapitalsteuersatz besteuert. Holdinggesellschaften mit grossen Beteiligungsportfolios profitieren erheblich von dieser Regelung.

Mindeskapitalsteuer und Sonderregelungen: Verschiedene Kantone sehen eine Mindeskapitalsteuer vor, die auch bei negativem Eigenkapital zahlbar ist. Kanton Zürich: CHF 1'000 Mindeskapitalsteuer p.a. (§ 79 Abs. 2 StG ZH). Kanton Zug: CHF 100 Mindestbetrag. Diese Mindestbeträge stellen sicher, dass eine Gesellschaft stets eine Mindeststeuerleistung erbringt. Einreichungsfristen: Kantonale Frist für die Kapitalsteuer-Deklaration entspricht der Frist für die Gewinnsteuer-Erklärung — typischerweise 3 Monate nach Geschäftsjahresende (Verlängerung möglich). Aufbewahrung: Alle Unterlagen für die Kapitalsteuer-Erklärung (Bilanzen, Beteiligungsnachweise, Schuldenverzeichnis) sind nach OR Art. 958f 10 Jahre aufzubewahren. Für interkantonale Sachverhalte bietet das Steuerharmonisierungsgesetz einen Rahmen, aber die konkrete Ausscheidungspraxis folgt dem interkantonalen Steuerrecht und der BGer-Rechtsprechung (BGE 141 II 459). Eine detaillierte Schulden- und Aktivenaufstellung pro Kanton ist dafür unerlasslich. Auch die Behandlung von Aufwendungen für nahestehende Dritte (Beraterhonorare an den Aktionär, Mietvergütungen an verbundene Personen) muss dem Drittvergleich entsprechen und geschäftsmässig begründet sein.

So füllen Sie Ihr Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG) aus

Kapitalsteuer-Erklärung in der Schweiz korrekt auszufüllen erfordert Kenntnis des kantonalen Steuerformulars und der Eigenkapital-Berechnungsregeln.

Schritt 1 — Kantonales Steuerformular beschaffen: Jeder Kanton stellt eigene Steuererklärungsformulare für juristische Personen bereit, in denen Gewinn- und Kapitalsteuer gemeinsam deklariert werden. Kanton Zürich: Formular K2 (Kapitalsteuer), abrufbar auf zh.ch/steueramt. Kanton Zug: Formular A, abrufbar auf zg.ch/steuerverwaltung. Kanton Bern: Formular A70, abrufbar auf be.ch/steuern. Kanton Genf: Formulaire IC4, abrufbar auf ge.ch/fiscalite. ESTV stellt kein Bundesformular für Kapitalsteuer bereit (rein kantonal).

Schritt 2 — Eigenkapital aus Jahresabschluss übertragen: Alle Eigenkapitalpositionen aus der genehmigten Bilanz des Steuerjahres (OR-Abschluss) in das Formular übertragen: einbezahltes Kapital, gesetzliche Reserven, freiwillige Reserven, Gewinnvortrag oder Verlust. Gesamtes Eigenkapital per Ende Steuerjahr berechnen.

Schritt 3 — Steuerliche Korrekturen vornehmen: Prufen, ob verdecktes Eigenkapital nach ESTV-KS Nr. 6 aufzurechnen ist (Schulden über akzeptierte Safe-Harbour-Quoten = verdecktes Eigenkapital). Beteiligungsprivileg prufen (Beteiligungen ab 10% am Buchwert aus steuerbarem Kapital herausnehmen falls kantonal vorgesehen). Prufen ob interkantonale Steuerausscheidung notwendig ist (Betriebsstätten in anderen Kantonen).

Schritt 4 — Kapitalsteuer berechnen: Steuerbares Kapital (nach Korrekturen) mit kantonalem Kapitalsteuersatz multiplizieren. Gemeindesteuerfuss ermitteln und Gemeindesteuer berechnen. Anrechnung der Gewinnsteuer prufen (falls kantonal vorgesehen).

Schritt 5 — Formular zusammen mit Gewinnsteuererklärung einreichen: Kapitalsteuer-Erklärung wird in den meisten Kantonen im gleichen Formular wie die Gewinnsteuererklärung eingereicht — keine separate Einreichung notwendig. Beilagen: Bilanz und Erfolgsrechnung des Steuerjahres, Eigenkapitalnachweis, bei Holdinggesellschaften Beteiligungsnachweis.

Schritt 6 — Vorauszahlung der Kapitalsteuer: Kantonale Steuerämter erwarten in der Regel Vorauszahlungen auf Basis des Vorjahres. Bei der ersten Deklaration wird die Steuerrechnung erst nach Veranlagung ausgestellt. Vorauszahlungen mindern Verzugszinsen.

Schritt 7 — Veranlagung und Einsprache: Nach Einreichung erstellt das Steueramt eine Veranlagungsverfügung mit den definitiven Steuerbetraegen. Bei Abweichungen kann innert 30 Tagen Einsprache beim kantonalen Steueramt erhoben werden. Weitere Beschwerdemölichkeit: kantonales Verwaltungsgericht und schliesslich Bundesgericht (BGer).

Schritt 8 — Nachverfolgung und Rechtsmittel: Nach Erhalt der Veranlagungsverfügung die Kapitalsteuer-Berechnung des Steueramts prüfen. Bei Abweichungen innerhalb von 30 Tagen Einsprache beim kantonalen Steueramt erheben (StHG Art. 48, kantonales Steuerverfahrensgesetz). Danach können kantonales Verwaltungsgericht und Bundesgericht angerufen werden. Wichtig: Zahlung der Steuer hemmt den Lauf des Verfahrens nicht — die Steuer muss trotz laufender Einsprache bezahlt werden (Zahlungspflicht unter Vorbehalt). Für Gesellschaften in mehreren Kantonen ist ein spezialisierter Steuerberater mit interkantonaler Erfahrung unerlasslich.

Häufige Fehler bei Ihrem Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz (StHG Art. 29, kantonales StG)

Kapitalsteuer-Erklärung Schweiz weist wiederkehrende Fehler auf, die zu Nachveranlagungen und Prüfungen führen können.

Fehler 1 — Nicht gemeldetes verdecktes Eigenkapital: Gesellschaften mit hohem Fremdkapitalanteil vergessen, das verdeckte Eigenkapital nach ESTV-KS Nr. 6 zu berechnen und dem steuerbaren Kapital zuzurechnen. Das kantonale Steueramt stellt dies bei Prüfung der Bilanzen fest und rechnet den Fremdkapitalexzess nach. Bei Holdinggesellschaften oder Immobiliengesellschaften mit hohem Hypothekardarlehensanteil ist dies besonders häufig. Korrekte Vorgehensweise: Jährlich Verschuldungsquoten je nach Aktiven-Kategorie prüfen.

Fehler 2 — Vergessene interkantonale Steuerausscheidung: Gesellschaften mit Filialen, Betriebsstätten oder Liegenschaften in mehreren Kantonen deklarieren das gesamte Eigenkapital im Sitzkanton. Das ist falsch — das Kapital ist nach dem Quotenprinzip auf alle Kantone aufzuteilen. Fehlende Ausscheidung führt zur Doppelbesteuerung und möglichen Steuernachforderungen anderer Kantone.

Fehler 3 — Anrechnung Gewinnsteuer nicht beantragt: In Kantonen mit Anrechnungsmöglichkeit (Zürich, Basel-Stadt, Luzern) wird die Anrechnung der Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer nicht immer automatisch geltend gemacht. Es ist eine explizite Deklaration im Formular erforderlich. Vergessene Anrechnung führt zu unnecessärer Kapitalsteuerbelastung.

Fehler 4 — Beteiligungsprivileg nicht beantragt: In Kantonen mit Beteiligungsprivileg (Zürich, Zug) werden Beteiligungsbuchwerte nicht korrekt aus dem steuerbaren Kapital herausgerechnet, was zu überhöher Kapitalsteuer führt. Korrekte Vorgehensweise: Beteiligungsverzeichnis mit Buchwerten und Beteiligungsquoten führen und korrekt im Formular ausweisen.

Fehler 5 — Falsche Eigenkapital-Berechnungsbasis: Als Basis für die Kapitalsteuer gilt das Eigenkapital per Ende Steuerjahr — nicht der Durchschnittswert des Jahres. Saisonale Schwankungen des Eigenkapitals (z.B. bei Dividendenausschüttung im Frühjahr) beeinflussen die Kapitalsteuer nicht, da der Stichtag der Jahresabschluss ist.

Fehler 6 — Eigenkapital bei negativem Ergebnis falsch berechnet: Bei Verlusten wird der Verlust vom Eigenkapital abgezogen — das steuerliche Kapital kann sogar negativ werden, was zur Mindestkapitalsteuer nach kantonalem Recht führen kann. In Kanton Zürich gibt es eine Mindestkapitalsteuer von CHF 1'000 p.a. (§ 79 Abs. 2 StG ZH) auch bei negativem Eigenkapital. Korrekte Vorgehensweise: auch bei Verlust die Kapitalsteuer nicht vergessen.

Quellen und Zitate

Gesetzliche Zitate verlinken auf offizielle Regierungsquellen.

  1. OR Art. 621CH official
  2. OR Art. 773CH official
  3. OR Art. 671CH official
  4. OR Art. 732CH official
  5. OR Art. 672CH official
  6. OR Art. 958fCH official

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Gesetzesreferenzierte Vorlage — Vorlage zuletzt geändert Juni 2026

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